📄 Verkerssituation rund um den Karl-August-Platz (I)
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit der Verkehrssituation rund um den Karl-August-Platz in Berlin-Charlottenburg, insbesondere mit der geplanten Schließung der Krummen Straße zwischen Goethestraße und Pestalozzistraße für den Durchgangsverkehr sowie mit der Frage, ob Ähnliches auch für die Weimarer Straße in Betracht kommt.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Anwohnerinnen und Anwohner sowie Nutzer des Karl-August-Platzes im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Besitzer angrenzender Parkgaragen und Grundstücke, Lieferverkehr sowie die Händler und Besucher des wöchentlich stattfindenden Wochenmarktes.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen, wie die Schließung der Krummen Straße für den Durchgangsverkehr bewertet wird, ob Erkenntnisse vorliegen, dass der östliche Abschnitt der Weimarer Straße trotz verkehrsberuhigtem Charakter als Ausweichstrecke genutzt wird, und ob auch dort eine Schließung für den Durchgangsverkehr erwogen wird, ohne den Wochenmarkt zu gefährden.
🔎 Was wurde geantwortet?
Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf erklärt, die Schließung der Krummen Straße für zweckmäßig, um mittelfristig eine Umgestaltung mit mehr Flächengerechtigkeit zu ermöglichen; langfristig sei eine Sperrung an den Zugängen Goethestraße/Pestalozzistraße vorgesehen, wobei Parkgaragen weiter erreichbar bleiben sollen. Die Krumme Straße ist Teil der geplanten Umgestaltung des Karl-August-Platzes im Programm „Lebendige Zentren und Quartiere“. Zur Weimarer Straße stellt das Bezirksamt richtig, dass es sich nicht um eine Spielstraße, sondern um eine Fußgängerzone in einem verkehrsberuhigten Bereich handelt; die Einfahrt ist für zwei Grundstücke sowie für Lieferverkehr zu Marktzeiten und werktags vormittags erlaubt. Poller seien derzeit nicht vorgesehen, da sie zu Nutzungskonflikten mit dem Wochenmarkt führen würden. Eine Machbarkeitsstudie zur klimagerechten Neugestaltung ist für das Programmjahr 2027 vorgesehen, die Umsetzung soll ab 2030 erfolgen; eine Schließung des Durchgangsverkehrs müsse so geplant werden, dass Aufbau und Betrieb des Wochenmarktes nicht beeinträchtigt werden.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde vom SPD-Abgeordneten Reinhard Naumann am 7. Mai 2026 eingereicht; eine Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt liegt vom 27. Mai 2026 vor, basierend auf einer Stellungnahme des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf. Genannt werden das Förderprogramm „Lebendige Zentren und Quartiere“, eine für 2027 geplante Machbarkeitsstudie sowie eine für 2030 vorgesehene Umsetzung der Umgestaltung des Karl-August-Platzes.