📄 Wissenstransfer vom Berliner Open-Source Kompetenzzentrum zum neuen GovTech Campus Berlin?
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit dem Berliner Open-Source Kompetenzzentrum (OSK), das von November 2023 bis Ende 2024 bei der Senatskanzlei im IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ) Wissen zu Open-Source-Software aufgebaut hatte. Der Fragesteller möchte wissen, wie die Arbeitsergebnisse dokumentiert wurden und ob sie in die Arbeit des neu geschaffenen GovTech Campus Berlin eingeflossen sind.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind die Senatskanzlei, das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ), die neu gegründete Unit GovTech Berlin sowie die Berliner Verwaltung insgesamt.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller fragt: 1) Wie wurden die Arbeitsergebnisse des Open-Source Kompetenzzentrums dokumentiert? 2) Wie sind diese in die Arbeit des neuen GovTech Campus Berlin eingeflossen? 3) Inwieweit kann der GovTech Campus auf Ergebnisse von Marktrecherchen, Technologie-Scouting und Markterkundungen des OSK zurückgreifen? 4) Welche konkreten Ergebnisse haben diese Markterkundungen hervorgebracht?
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung antwortet: Das OSK-Projekt lief von November 2023 bis zum vertraglich vereinbarten Ende am 31.12.2024. Das ITDZ Berlin dokumentierte die Ergebnisse als Auftragnehmer in Form von PowerPoint-Präsentationen, Berichten und Konzepten (u.a. zu einer verwaltungsinternen Roadshow für Open Source) und stellte sie der Senatskanzlei bereit. Die Kenntnisse aus der OSK-Arbeit wurden laut Senat bei der Konzeption der neuen Unit GovTech Berlin berücksichtigt; zudem sei sichergestellt, dass die Unit die Open-Source-Vorgaben des Landes Berlin beachtet. Die Unit GovTech Berlin soll als zentrale Anlaufstelle für Innovationsbedarfe der Berliner Behörden fungieren, GovTech-Lösungen am Markt identifizieren, Tests und Piloten ermöglichen und Produkte unter Beachtung des Vergaberechts in die Verwaltung überführen; dabei will sie auf relevante OSK-Ergebnisse zurückgreifen, etwa beim Marktscreening. Als Arbeitsergebnisse des OSK nennt der Senat: Präsentationen und Materialien aus Veranstaltungen, Hilfestellungen für die Berliner Verwaltung sowie Empfehlungen zur Einführung und Nutzung von Open-Source-Software.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde vom Abgeordneten Stefan Ziller (Bündnis 90/Die Grünen) am 13. Mai 2026 eingereicht; die Antwort der Landesregierung liegt vor, datiert vom 2. Juni 2026 und wurde in Vertretung durch Staatssekretär Florian Hauer unterzeichnet. Das OSK-Projekt begann im November 2023 und endete vertragsgemäß zum 31.12.2024. Die Anfrage verweist auf eine Präsentation aus der Sitzung des Ausschusses für Digitalisierung und Datenschutz vom 27. November 2023 sowie auf die Open-Source-Strategie für das Land Berlin (Seite 54).