📄 Förderung kommunaler Sportstätten durch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) - hier Versiegelung der Sportwiese im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark
📋 Worum geht es?
Die Anfrage betrifft das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) und dessen Nutzung in Berlin, insbesondere im Bezirk Pankow und im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum im Rahmen eines Sanierungsprogramms auch die Umwandlung einer bisher unversiegelten Naturrasenfläche in Kunstrasen beantragt wurde.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind das Bezirksamt Pankow, die Senatsverwaltung für Inneres und Sport sowie die Nutzer der Sportanlagen im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark und weiterer Pankower Sportstätten (u. a. Helmut-Faeder-Sportplatz, Sportanlage Buch III, Sportanlage Husemannplatz, Sportanlage Nordendarena, Sportkomplex Hansastraße).
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: 1) Welche Förderanträge das Bezirksamt Pankow 2025/2026 eingereicht hat und ob die Projektskizzen vorliegen; 2) wer den Antrag für den Jahnsportpark eingereicht hat und ob die Projektskizze vorgelegt werden kann; 3) warum eine „Sanierung“ beantragt wurde, obwohl es sich um die Umwandlung einer bisher unversiegelten Rasenfläche in Kunstrasen handelt; 4) ob weitere Fördermittel (Spitzensport, Städtebauförderung, Klimaschutz) für den Jahnsportpark beantragt wurden; 5) in welcher Höhe und aus welchen Haushaltstiteln Eigenmittel für die SKS-Förderung aufgebracht werden; 6) ob Dritte an der Finanzierung beteiligt sind.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport antwortet: Das Bezirksamt Pankow reichte sieben Projekte in Tranche 1 des SKS-Programms ein (u. a. Erweiterung/Sanierung von Funktionsgebäuden, Umwandlung von Naturrasen in Kunstrasen bei der Nordendarena und im Sportkomplex Hansastraße); die bezirklichen Projektskizzen liegen dem Senat nicht vor. Für den Jahnsportpark wurde der Antrag von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport gestellt; die Projektskizze könne erst nach Abschluss des Bewerbungsprozesses zur Verfügung gestellt werden. Laut Senatsverwaltung erlaubt der Förderaufruf des Bundes ausdrücklich die Umwandlung von Sportfreianlagen in Kunstrasenflächen; wegen der intensiveren Nutzungsmöglichkeiten gegenüber Naturrasen hätten die Senatsverwaltung und mehrere Bezirke die Schaffung neuer Kunstrasenplätze auf bisher unversiegelten Flächen beantragt. Für den Jahnsportpark wurden zusätzlich Fördermittel aus den GRW- und BENE-2-Programmen beantragt; ein GRW-Förderbescheid liegt bereits vor, die BENE-2-Förderung befindet sich noch im Antragsprozess. Die Eigenmittel für die SKS-Förderung des Jahnsportparks betragen 1.650.000 Euro und werden aus den Haushaltstiteln 0510/68630 und 0511/51900 erbracht. Eine Beteiligung Dritter an der Finanzierung besteht laut Senatsverwaltung nicht.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde vom Abgeordneten Andreas Otto (Bündnis 90/Die Grünen) am 13. Mai 2026 eingereicht; die Antwort der Senatsverwaltung für Inneres und Sport datiert vom 27. Mai 2026 und liegt vollständig vor. Konkrete von der Regierung genannte Zahlen: sieben Pankower Förderprojekte in Tranche 1 des SKS-Programms; Eigenmittel für den Jahnsportpark in Höhe von 1.650.000 Euro aus den Titeln 0510/68630 und 0511/51900; ein GRW-Förderbescheid liegt vor, eine BENE-2-Förderung ist noch im Antragsprozess. Die Senatsverwaltung verweist zur Begründung der Kunstrasen-Umwandlung auf den Förderaufruf des Bundesprogramms SKS.