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BerlinSchriftliche AnfrageBündnis 90/Die Grünen

📄 Zwischen Kulturolympiade und Großbaustelle – Wie konkret ist BERLIN+ wirklich?

4. Juni 2026Dokument 19/26078 · WP 19Berlin
Klara Schedlich
OlympiabewerbungSportstättenBarrierefreiheitKulturolympiadeInfrastrukturfinanzierung
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage betrifft das Konzept „BERLIN+“, mit dem sich Berlin um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele bewirbt. Die Fragestellerin möchte wissen, wie konkret die geplanten Baumaßnahmen an Sportstätten, die Finanzierung des Breitensports, die Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern sowie die angekündigte „Kulturolympiade“ bereits ausgestaltet sind.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind zahlreiche Berliner Sportstätten (u.a. Olympiastadion, Velodrom, Max-Schmeling-Halle, Sportforum Berlin, Tempelhofer Feld), die Berliner Bezirke, Menschen mit Behinderungen, Kulturinstitutionen und freie Szene sowie die Partner-Bundesländer Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Gefragt wird unter anderem: Welche Sportstätten werden neu gebaut, saniert oder umgebaut und sind sie IOC-tauglich? Welche Maßnahmen sind für Sportforum Berlin und Kienbergpark geplant? Welche 80 Breitensportstätten profitieren vom 270-Mio.-Euro-Budget? Sind Schwimmwettbewerbe in der Spree vorgesehen? Wie sehen Zeitpläne und planungsrechtliche Beschleunigungen aus? Welche Investitionen entstünden nur durch Olympia? Welche Gespräche gibt es mit Brandenburg und anderen Ländern? Wann kommt die „Gesamtstrategie Bewegungsförderung“ und der „Paralympics-Accelerator“? Welche konkreten Formate und Finanzierung sind für die Kulturolympiade vorgesehen?

🔎 Was wurde geantwortet?

Der Senat antwortet: Dauerhafte Neubauten sind nicht vorgesehen, Venues werden v.a. barrierefrei saniert (u.a. Mellowpark, Olympiastadion, Velodrom, Max-Schmeling-Halle, Horst-Korber-Sportzentrum, Tempelhof, SSE, Sportforum Berlin, Poststadion, LTTC Rot-Weiß, LC Blau-Weiß); temporäre IOC-Anforderungen werden aus dem Games Organisation-Budget (GOB) finanziert. Für Kienbergpark sind nur temporäre, rückbaubare Nutzungen geplant. Für die ca. 80 Breitensportstätten (270 Mio. Euro, UDB-3) liegt noch keine konkrete Standortliste vor. Schwimmwettbewerbe im Rahmen von Triathlon finden bereits an der Spree statt, eine dauerhafte Flussbad-Genehmigung ist nicht vorgesehen. Beschleunigung könnte nur beim Bundesvorhaben Dreieck Funkturm nötig werden (Bundeszuständigkeit); der Senat sieht keine landesrechtlichen Sonderverfahren nötig. Mit Betreibern wurden Gespräche geführt, verbindliche Vereinbarungen bestehen noch nicht. Abstimmungen laufen mit Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern; Satellitendörfer sind für Leipzig und Rostock-Warnemünde vorgesehen, Athlet*innen aus Brandenburg wohnen zentral im Olympischen Dorf in Berlin. Die „Gesamtstrategie Bewegungsförderung Berlin“ soll bis Ende 2026 in zwei Teilen vorgelegt werden. Für den „Paralympics-Accelerator“ sind noch keine expliziten Mittel vorgesehen; im Einzelplan 05 stehen 2026 und 2027 je 290.000 Euro für „Sport im Park inklusiv“ bereit. Die Kulturolympiade ist zweiphasig geplant: rund vierjährige Entwicklungsphase mit Formaten wie Akrobatik, Straßentheater, Lichtkunst, Musik und Tanz im öffentlichen Raum, gefolgt von einem zweiwöchigen Finale-Festival zwischen Olympischen und Paralympischen Spielen; ein Feinkonzept folgt erst näher am Termin. Finanzielle Details zur Kulturolympiade werden noch nicht genannt.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der Grünen-Abgeordneten Klara Schedlich eingereicht; eine Antwort der Senatsverwaltung für Inneres und Sport liegt vor (datiert 28.05.2026). Die Antwort verweist auf die Drucksache 19/3220 als Grundlage des BERLIN+-Konzepts. Genannte Zahlen: Investitionsbudget Breitensport (UDB-3) von 270 Mio. Euro für ca. 80 Breitensportstätten; je 290.000 Euro in den Haushaltsjahren 2026 und 2027 für Bewegungsförderung im öffentlichen Raum (Einzelplan 05). Zu mehreren Fragen (konkrete Standorte der Breitensportstätten, Schwimmbäder nach UDB-1, Mittelbedarf der Gesamtstrategie, finanzielle Details der Kulturolympiade) liegen laut Senat noch keine konkreten Festlegungen vor.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26078, Wahlperiode 19, eingereicht 11. Mai 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.