📄 Besucherzentrum am Schloss Charlottenburg
📋 Worum geht es?
Die Anfrage betrifft den Neubau eines Besucherzentrums am Schloss Charlottenburg, der westlich des Ehrenhofvorplatzes auf dem Schlossplatz entstehen soll. Der Bauantrag wurde am 15.12.2025 bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eingereicht. Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt beantwortet die Fragen unter Einbeziehung einer Stellungnahme der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), da sie den Sachverhalt nicht aus eigener Zuständigkeit beantworten kann.
👥 Wer ist betroffen?
Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, der Brandenburgische Landesbetrieb Liegenschaften und Bauen (BLB), das Landesdenkmalamt Berlin sowie Besucher und das unmittelbare Umfeld des Schlosses Charlottenburg (Bäume und Grünflächen).
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: (1) wie der aktuelle Planungs- und Umsetzungsstand des Besucherzentrums ist, (2) welche Schwierigkeiten zu Verzögerungen führten und wann die Fertigstellung zu erwarten ist, (3) wie viele und wie alte Bäume gefällt werden müssen, wann dies geschehen soll und welche Ausgleichspflanzungen geplant sind, sowie (4) wie gewährleistet wurde, dass möglichst wenige Bäume gefällt werden und welche Rolle die SPSG dabei hatte.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung antwortet, dass der BLB im Auftrag des brandenburgischen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur als Zuwendungsgeber das Bauprojekt baufachlich prüft; dabei seien Fragen zur Konstruktion aufgetreten, die Abstimmungen und eventuell Planungsanpassungen erforderlich machen. Das Vorhaben gliedert sich in drei Teilprojekte: Neubau des Besuchszentrums (Teilprojekt 01), Einbindung des östlichen Seitenflügels des Schlosses (Teilprojekt 02) und ergänzende Baumaßnahmen in Bestandsgebäuden (Teilprojekt 03). Bisher wurde der Abschluss der Baudurchführung für das erste Quartal 2029 angestrebt, ob dieser Zeitplan haltbar ist, bleibe abzuwarten. Für den Neubau inklusive einer unterirdischen Versickerungsanlage für Regen- und Dachwasser werden 34 Bäume gefällt, von denen laut Antwort mehr als die Hälfte als geschwächt einzuordnen ist; die Bäume wurden in den Jahren 1964 und 1969 gepflanzt, einzelne abgestorbene Exemplare wurden seit 2001 durch die SPSG ersetzt. In Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt Berlin sollen insgesamt 20 Bäume am Besuchszentrum, dem Schlossplatz und dem westlichen Teil des Schlosses neu gepflanzt werden; eine Vorgabe für die Neupflanzung habe es nicht gegeben. Der Standortentscheidung sei ein langer Abstimmungsprozess vorausgegangen, in den ein vereidigter Sachverständiger für Gehölze und ein Landschaftsarchitekturbüro eingebunden waren; im Februar/März 2024 sei eine Bestandserfassung der Bäume nach den Baumkontrollrichtlinien der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. durch einen unabhängigen Baumgutachter erfolgt.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde vom Abgeordneten Ariturel Hack (CDU) am 22.05.2026 eingereicht; die Antwort der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt liegt vor und datiert vom 03.06.2026. Die Antwort stützt sich auf eine Stellungnahme der SPSG, da der Senat nicht aus eigener Zuständigkeit antworten kann. Genannte Zahlen: 34 zu fällende Bäume (gepflanzt 1964/1969), 20 geplante Neupflanzungen, angestrebtes Bauende erstes Quartal 2029, Bauantragseingang 15.12.2025, Bestandserfassung der Bäume im Februar/März 2024.