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BerlinSchriftliche AnfrageAfD

📄 Eskalation der Schusswaffenkriminalität in Berlin 2026 – Lageentwicklung, Tatumfeld und Maßnahmen

28. Juni 2026Dokument 19/26210 · WP 19Berlin
Thorsten Weiß
SchusswaffenkriminalitätWaffendelikteKriminalstatistikTatverdächtigeöffentlicher Raum
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage des Abgeordneten Thorsten Weiß (AfD) befasst sich mit der Entwicklung von Straftaten unter Verwendung von Schusswaffen in Berlin im Zeitraum Januar bis Mai 2026 im Vergleich zum Vorjahr. Erfragt werden Fallzahlen nach Drohung mit Schusswaffe bzw. tatsächlicher Schussabgabe, die räumliche und zeitliche Verteilung, Opferzahlen, die Zuordnung zu bestimmten Phänomenbereichen sowie Angaben zu ermittelten Tatverdächtigen und sichergestellten Waffen.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind die Berliner Bevölkerung, insbesondere Opfer von Gewalttaten mit Schusswaffen, sowie die Polizei Berlin und die Senatsverwaltung für Inneres und Sport, die die Anfrage beantwortet hat.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller wollen wissen: 1) wie viele Straftaten mit Schusswaffen Januar bis Mai 2026 erfasst wurden und wie sich dies zum Vorjahr verhält, aufgeschlüsselt nach Monat und Drohung/Schussabgabe; 2) wie sich die Fälle auf Bezirke/LOR, öffentlichen/nicht öffentlichen Raum und Tagzeit verteilen; 3) wie viele Personen verletzt oder getötet wurden; 4) wie viele Taten Phänomenbereichen wie Organisierter Kriminalität, Clankriminalität, Drogenmilieu, Rockerkriminalität, Familien-/Beziehungstaten oder sonstigen Bereichen zugeordnet werden; 5) wie viele Tatverdächtige ermittelt wurden, aufgeschlüsselt nach Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Wohnsitz, sowie die Aufklärungsquote; 6) wie viele Taten im Zusammenhang mit Auseinandersetzungen rivalisierender Gruppierungen stehen; 7) wie viele Schusswaffen welcher Kategorien sichergestellt wurden und wie viele davon legal besessen waren.

🔎 Was wurde geantwortet?

Der Senat antwortet: Von Januar bis Mai 2026 wurden 558 Fälle mit Schusswaffenbezug erfasst (2025: 522), davon 285 tatsächliche Schussabgaben (2025: 255) und 273 Drohungen (2025: 267). Mehr als die Hälfte ereignete sich laut Vorjahresstatistik 2025 im öffentlichen Raum; 2026 waren es 117 öffentliche Drohungsfälle und 185 öffentliche Schussabgaben. Nachts (22-06 Uhr) kam es 2026 zu 179 Schussabgaben gegenüber 105 am Tag. Bei Schussabgaben wurden 2026 167 Opfer gezählt, davon 50 verletzt und 2 tödlich verletzt (2025: 130 Opfer, 48 verletzt, keine Toten); bei Drohungen 330 Opfer, 55 verletzt (2025: 334 Opfer, 47 verletzt). Zu Phänomenbereichen wie Organisierter Kriminalität, Clankriminalität, Drogenmilieu oder Rockerkriminalität sowie zu Bandenkrieg-Zusammenhängen liegen laut Senat keine automatisiert recherchierbaren Daten vor; bei Familien-/Beziehungstaten wurden 2026 117 Opfer gezählt (gleich wie 2025). Bei den Tatverdächtigen (Fälle mit mind. einer ermittelten Person) wurden 2026 355 Fälle registriert (2025: 349), überwiegend männlich (406 von insgesamt ca. 434), überwiegend erwachsen (263), mit Wohnsitz mehrheitlich in Berlin (305 von 369). Bei der Staatsangehörigkeit führt Deutschland mit 246 Fällen (2025: 269), gefolgt von der Türkei mit 57 (2025: 37) und Syrien mit 21 (2025: 14). Zwischen Januar und Mai 2026 wurden 233 Schusswaffen sichergestellt, überwiegend Pistolen/Revolver (140); eine Unterscheidung zwischen legalem und illegalem Besitz sowie ein Vorjahresvergleich sind laut Senat nicht möglich.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der AfD-Fraktion eingereicht (Abgeordneter Thorsten Weiß) und von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport im Namen des Senats von Berlin beantwortet. Die Daten stammen aus dem Datawarehouse Führungsinformation (DWH FI, Stand 5. Juni 2026) bzw. POLIKS (Stand 4. Juni 2026) und sind laut Senat nicht mit der Polizeilichen Kriminalstatistik vergleichbar, da es sich um eine tagesaktuelle Verlaufsstatistik handelt. Der Senat weist darauf hin, dass zu den Phänomenbereichen Organisierte Kriminalität, Clankriminalität, Rauschgiftkriminalität, Rockerkriminalität sowie zu Bandenkrieg-Zusammenhängen keine automatisiert recherchierbaren Daten vorliegen und eine Aufklärungsquote bei dieser Art von Auswertung nicht dargestellt wird. Laut Vorwort der Anfrage weist die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 1.119 Straftaten mit Schusswaffen aus (+68% gegenüber 2024), darunter 515 tatsächliche Schussabgaben (2024: 363).

Quelle: Berlin, Dokument 19/26210, Wahlperiode 19, eingereicht 1. Juni 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.