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BerlinSchriftliche AnfrageBündnis 90/Die Grünen

📄 Was passiert mit dem Taubenschlag am Südkreuz?

1. Juli 2026Dokument 19/26279 · WP 19Berlin
June Tomiak
StadttaubenmanagementTaubenschlagOvistopTierschutzBahnhof
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage behandelt die Ankündigung der Deutschen Bahn, den Taubenschlag am Bahnhof Südkreuz zum Februar 2028 zu schließen. Die Grünen-Abgeordnete June Tomiak fragt nach den Gründen für die Schließung, den geplanten Managementmaßnahmen für die Stadttauben als Alternative, den Kosten des bisherigen Betriebs sowie der Bewertung des laufenden Pilotprojekts mit dem Mittel Ovistop zur Bestandsregulierung.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind die Stadttaubenpopulation am Bahnhof Südkreuz (rund 200 bis 400 Tiere), die ehrenamtliche Betreiberin und weitere ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger des Taubenschlags, die Deutsche Bahn AG als Grundstückseigentümerin, der Bezirk Tempelhof-Schöneberg sowie die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz. Indirekt betroffen sind Reisende und Anwohnende im Umfeld des Bahnhofs.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragestellerin möchte wissen: ob und warum das Taubenhaus entfernt werden soll und wie die Bahn dies begründet; welche Managementmaßnahmen (z.B. Medikamenteneinsatz mit Ovistop) stattdessen geplant sind und zu welchen Kosten; wie Senat, Bezirk und Bahn den bisherigen Taubenschlag und das Ovistop-Pilotprojekt hinsichtlich Populationskontrolle und Nebenwirkungen bewerten; wie hoch die jährlichen Kosten des Taubenhauses sind und wer sie trägt; ob es Pläne gibt, den Taubenschlag auf das Parkdeck Nord zu verlegen; sowie nach dem aktuellen Stand und der Mittelverwendung des Berliner Stadttaubenmanagements insgesamt.

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Landesregierung antwortet, dass die Deutsche Bahn die Schließung des Taubenhauses am 27.04.2026 für Februar 2028 angekündigt hat, unter anderem wegen des maroden Zustands der Anlage, unzureichender Dimensionierung und Lage nahe Büro- und Wohngebäuden. Senat und Bezirk Tempelhof-Schöneberg unterstützen die Entfernung nicht. Im Schlag sind laut Senat 200 bis 400 Tauben gebunden; durch Eiertausch werde die Population kontrolliert, zusätzlich verfüttere die Bahn seit Mai 2025 das Mittel Ovistop. Die Bahn berichtet von einem signifikanten Rückgang beim Monitoring im Mai 2026, der Senat verweist aber auf den gesamten Projektzeitraum bis Februar 2027 für eine abschließende Bewertung. Jährliche Kosten des Taubenhauses wurden von der Betreiberin für 2024 mit 25.461,50 € angegeben; die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz bezuschusste den Schlag 2025 mit 25.000 € über den Bezirk. Konkrete Pläne für den Einsatz von Futterautomaten auf dem Parkdeck Nord oder eine Standortverlegung liegen laut Antwort noch nicht vor; geprüfte Alternativen sind Verlegung in Bahnhofsnähe, Neuansiedlung an entfernterem Standort oder Versorgung über Futterautomaten. Zum Stadttaubenmanagement wird auf geförderte Taubenschläge in Marzahn-Hellersdorf (Neuerrichtung 2024, Erweiterung 2025), Spandau (Rekonstruktion 2025) sowie laufenden Betrieb in Reinickendorf, Mitte und Tempelhof-Schöneberg (2025) verwiesen.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der Grünen-Abgeordneten June Tomiak am 4. Juni 2026 eingereicht; die Antwort des Senats datiert vom 23. Juni 2026. Die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz hat für die Beantwortung Stellungnahmen des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg und der Deutschen Bahn AG eingeholt. Die Deutsche Bahn nennt als Schließungstermin Februar 2028 und als Kommunikationszeitpunkt den 27.04.2026. Genannte Zahlen: 200 bis 400 Tauben im Schlag, Betriebskosten 2024 laut Betreiberin 25.461,50 €, Zuschuss 2025 durch die Senatsverwaltung 25.000 €. Die Bewertungen zu Ursachen der Schließung, zur Wirksamkeit von Ovistop und zu den Effekten des Taubenschlags sind jeweils als Angaben der Deutschen Bahn bzw. des Bezirks bzw. des Senats gekennzeichnet und nicht als eigenständig verifizierte Tatsachen dargestellt.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26279, Wahlperiode 19, eingereicht 4. Juni 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.