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BerlinSchriftliche AnfrageDie Linke

📄 Möbliertes Wohnen auf Zeit, Abrisse, WBS-Wohnungen, Milieuschutz

30. Juni 2026Dokument 19/26285 · WP 19Berlin
Niklas Schenker
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Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit der Entwicklung des Marktes für möbliertes Wohnen auf Zeit (MWZ) in Berlin zwischen 2012 und 2025. Es geht um die Zahl der Inserate, deren Anteil am gesamten Wohnungsmarkt sowie die durchschnittlichen Angebotsmieten, jeweils für Berlin insgesamt und für die einzelnen Bezirke.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind Mietinteressierte und Vermieter in Berlin, insbesondere in den Bezirken Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg, wo der Anteil möblierter Zeitwohnungen am höchsten ist. Auch die Berliner Bezirksverwaltungen waren beteiligt, da der Senat sie um Stellungnahmen bat.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Der Fragesteller möchte wissen: 1) Wie sich die Zahl der Inserate für möbliertes Wohnen auf Zeit zwischen 2012 und 2025 entwickelt hat und ob bereits Daten für 2026 vorliegen. 2) Wie groß der Anteil dieser Inserate an allen Wohnungsinseraten 2012 und 2025 war. 3) Wie sich dieser Anteil in den einzelnen Bezirken unterschied. 4) Wie hoch die durchschnittlichen Angebotsmieten für reguläres und möbliertes Wohnen auf Zeit 2012 und 2025 waren.

🔎 Was wurde geantwortet?

Der Senat antwortet mit Daten der VALUE Marktdatenbank (Berechnungen der RegioKontext GmbH): Die Zahl der MWZ-Inserate in Berlin stieg von 9.604 (2012) auf 36.959 (2025), ihr Anteil an allen erfassten Inseraten von 13% auf 48%. Am höchsten war der Anteil 2025 in Friedrichshain-Kreuzberg (64%) und Mitte (58%), am niedrigsten in Marzahn-Hellersdorf (22%) und Spandau (24%). Die durchschnittliche Angebotsmiete (All-In, EUR/m²) für möbliertes Wohnen auf Zeit in Berlin stieg von 14,37 Euro (2012) auf 24,14 Euro (2025); für reguläre Wohnungen (netto kalt) von 10,81 Euro (2012) auf 21,01 Euro (2025). Zahlen für 2026 liegen laut Senat erst im Frühjahr 2027 mit dem IBB-Wohnungsmarktbericht 2026 vor. Der Senat weist darauf hin, dass die absoluten Inseratszahlen nur bedingt vergleichbar seien, da möblierte Wohnungen auf Zeit mehrmals jährlich neu inseriert werden, reguläre Wohnungen aber oft erst nach Jahren wieder. Zudem erfassten die Portale nur einen Teil des Marktes, da landeseigene Wohnungsunternehmen und Genossenschaften häufig andere Vermietungswege nutzten.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde vom Abgeordneten Niklas Schenker (Die Linke) am 4. Juni 2026 eingereicht, die Antwort des Senats datiert vom 23. Juni 2026. Der Senat gibt an, die Sachverhalte nicht aus eigener Zuständigkeit beantworten zu können, und hat die Bezirke um Stellungnahmen gebeten, die in die Antwort eingeflossen sind. Die Anfrage bezieht sich ausdrücklich auf Zahlen aus der früheren Schriftlichen Anfrage 19/19140, die fortgeschrieben wurden. Laut Senat ist die Aussagekraft und Vergleichbarkeit der Daten eingeschränkt, unter anderem weil Dopplungen und Mehrfachinserate enthalten sein können und die Daten der Jahre 2020/2021 wegen eingeschränkter Bereinigung nur begrenzt nutzbar seien.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26285, Wahlperiode 19, eingereicht 4. Juni 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.