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BerlinSchriftliche AnfrageDie Linke

📄 Sommer, Sonne, Sanierungsstau in Freizeitbädern in Steglitz-Zehlendorf

1. Juli 2026Dokument 19/26288 · WP 19Berlin
Franziska Brychcy
SanierungsstauFreizeitbäderStrandbad WannseeSchulschwimmenInvestitionsplanung
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit dem Sanierungszustand und aktuellen Einschränkungen in drei Bädern in Steglitz-Zehlendorf: dem Sommerbad Lichterfelde (Spucki), dem Sommerbad am Insulaner und dem Strandbad Wannsee. Es geht um Sanierungskosten, Zeitpläne, Priorisierungskriterien der Berliner Bäder-Betriebe sowie um konkrete Betriebseinschränkungen wie defekte Duschen und WC-Anlagen.

👥 Wer ist betroffen?

Badegäste der drei genannten Bäder in Steglitz-Zehlendorf, die Berliner Bäder-Betriebe (BBB), Schul- und Vereinsschwimmen sowie die Senatsverwaltung für Inneres und Sport als zuständige Behörde.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragestellerin fragt unter anderem: Wie hoch ist der Sanierungsstau in den drei Bädern? Wann wurde er zuletzt berechnet? Wann soll das Spucki wieder öffnen und welche Priorität hat dies? Nach welchen Kriterien priorisieren BBB und Senat Sanierungen? Gibt es Funktionseinschränkungen im Sommerbad am Insulaner? Warum gibt es im Strandbad Wannsee nur kalte Duschen und nur ein funktionierendes WC-Gebäude, und welche weiteren Einschränkungen bestehen dort? Wie sehen die Sanierungsfahrpläne und Budgets für alle drei Bäder aus? Trifft es zu, dass 7 Mio. Euro aus der Rücklage der BBB entnommen werden sollen und wofür? Welche Bäder hatten in diesem Jahr eingeschränkte Öffnungszeiten oder Kapazitäten und warum?

🔎 Was wurde geantwortet?

Der Senat antwortet: Für das Spucki liegen keine aktuellen Sanierungszahlen vor; für den Insulaner werden rund 2 Mio. Euro für Betonsanierung und weitere 5 Mio. Euro für Umkleidegebäude, Maschinenhaus und Technik veranschlagt (Berechnung 2024/2025); für das Strandbad Wannsee muss erst ein umfassendes Sanierungskonzept erstellt werden (letzte Bauzustandsanalyse Ende 2018). Für das Spucki stehen aktuell keine Sanierungsmittel bereit, da Bäder für Vereins- und Schulschwimmen sowie klassische Freibäder priorisiert werden. Priorisierungskriterien sind laut Senat: technischer Zustand, Wasserflächenversorgung gemessen an Einwohner-/Schülerzahl, technischer Zustand benachbarter Bäder sowie Energieeffizienzpotenzial; Schulschwimmen hat höchste Priorität. Im Sommerbad Insulaner gebe es keine Funktionseinschränkungen. Im Strandbad Wannsee verursachte ein Brandanschlag auf die Berliner Stromversorgung im Januar 2026 in Kombination mit extremer Witterung erhebliche Schäden an Trinkwasser- und Heizungsinstallationen; WC-Häuser sollen im Juni 2026 wieder in Betrieb gehen, Heizung und Warmwasser ab August 2026. Weitere gesperrte Bereiche im Strandbad Wannsee betreffen die Sonnenterrasse (defekter denkmalgeschützter Bodenbelag), Umgänge, schimmelbefallene Abdichtungen, das Restaurant sowie absturzgefährdete Brüstungen und Klinkerfassaden; ein Sanierungsfahrplan mit Zeitschiene und Finanzierung muss noch erarbeitet werden. Für den Insulaner wird der Sanierungszeitpunkt in der laufenden Überarbeitung der Vorhabenplanung festgelegt; für das Strandbad Wannsee sind in der Investitionsplanung keine Mittel veranschlagt. Der Senat bestätigt die Entnahme von 7,0 Mio. Euro aus der Rücklage der BBB im Haushalt 2026 für investive Maßnahmen; begonnene Maßnahmen könnten weiterhin umgesetzt werden. Zu eingeschränkten Öffnungszeiten 2026 nennt der Senat: Schwimmhalle Hüttenweg (defekte Ultrafiltration), Sommerbad Humboldthain (drei Tage spätere Öffnung wegen fehlender Rinnenroste durch Lieferengpässe), Sommerbad Neukölln (weiterhin geschlossen wegen Fehlers im Beschaffungsprozess für Filtermaterial). Das Strandbad Wannsee ist aktuell auf maximal 4000 Gäste begrenzt, weil nur ein Toilettenhaus zur Verfügung steht; dies soll voraussichtlich Ende Juni 2026 behoben sein.

⚡ Einordnung

Eingereicht von der Abgeordneten Franziska Brychcy (Die Linke) am 4. Juni 2026; die Antwort des Senats liegt vor, datiert auf den 22. Juni 2026, unterzeichnet in Vertretung von Franziska Becker (Senatsverwaltung für Inneres und Sport). Genannte Zahlen: ca. 2 Mio. Euro Betonsanierung plus 5 Mio. Euro für Umkleide/Maschinenhaus/Technik am Insulaner; 7,0 Mio. Euro Entnahme aus der BBB-Rücklage (Titel 0510/35903) im Haushalt 2026; maximale Gästekapazität von 4000 im Strandbad Wannsee. Die Antwort verweist auf eine Bauzustandsanalyse des Strandbads Wannsee von Ende 2018 sowie auf eine Zustandsbeschreibung des Sommerbads Lichterfelde als Grundlage der Verpachtungsentscheidung. Als Ursache für Schäden im Strandbad Wannsee nennt der Senat einen Brandanschlag auf die Berliner Stromversorgung im Januar 2026 in Kombination mit extremer Witterung.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26288, Wahlperiode 19, eingereicht 4. Juni 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.