📄 Wie werden die Schulstationen in Berlin und insbesondere in Steglitz-Zehlendorf konkret gesichert?
📋 Worum geht es?
Der Fragesteller möchte wissen, wie die Finanzierung und Zukunft der Schulstationen in Berlin, insbesondere in Steglitz-Zehlendorf, gesichert werden. Hintergrund ist, dass die Verträge mit den Trägern der 13 Schulstationen in Steglitz-Zehlendorf laut einer früheren Senatsantwort nur bis zum 15.07.2026 geschlossen waren und die weitere Finanzierung angesichts sinkender Budgets und Haushaltsdefizite ungewiss sei. Zudem wird nach der geplanten Umstellung auf mobile schulbezogene Jugendsozialarbeit in Spandau sowie nach einer möglichen Übertragung der Schulstationen auf die Senatsebene gefragt.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind die 13 Schulstationen und ihre Träger in Steglitz-Zehlendorf (u. a. Tandem BTL gGmbH, Stadtteilzentrum Steglitz e. V., Nachbarschaftshaus Wannseebahn e. V., Contact – Jugendhilfe und Bildung gGmbH, Zephir gGmbH), die jeweiligen Schulen und ihre Schülerinnen und Schüler, Eltern, das Fachpersonal der Träger, die bezirklichen Jugendämter sowie die fünf Schulstationen im Bezirk Spandau.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller fragt unter anderem: Welche Schulstationen werden im Doppelhaushalt 2026/2027 und ab 2027 bezirksscharf und standortgenau weiterfinanziert? Welche Schulstationen werden fortgeführt, verändert, ersetzt oder eingestellt? Was bedeutet die Formulierung „bedarfsgerechte“ Schulsozialstationen konkret? Welche Bezirke planen eine Umstellung auf mobile Jugendsozialarbeit? Welche Standorte in Steglitz-Zehlendorf sind 2026/2027 von Schließung, Reduzierung oder Umstellung bedroht? Zudem wird nach Vertragslaufzeiten, Trägern, Personalausstattung, Raumnutzung, Erreichbarkeit, Mindeststandards des Ersatzangebots in Spandau, der Mittelverlagerung an den Senat, einem Zeitplan, der Beteiligung von Bezirken/Schulen/Trägern/Eltern sowie der langfristigen Zukunft der Schulstationen gefragt.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Senatsverwaltung antwortet, dass Schulstationen bezirkliche Angebote seien, die in bezirklichen Haushaltsplänen etatisiert und von den bezirklichen Jugendämtern gesteuert würden; Planungen für 2027 seien in den Bezirken noch nicht abgeschlossen. Die 13 Schulstationen in Steglitz-Zehlendorf (mit Standorten und Trägern einzeln aufgelistet, u. a. Biesalski-Schule, Dunant-Grundschule, Alt-Lankwitzer-Grundschule, Südgrundschule, Droste-Hülshoff-Gymnasium) konnten laut Bezirksangabe bis zum Ende des Haushaltsjahres 2026 gesichert werden; zu Aussagen für 2027 könne der Bezirk noch nichts Konkretes zu Verträgen, Personal oder Standorten sagen, da Steglitz-Zehlendorf ein Konsolidierungsbezirk sei und 2027 einen Ergänzungshaushaltsplan aufstellen müsse. In Spandau sollen ab dem Schuljahr 2026/27 die Mittel der fünf bisherigen Schulstationen in ein mobiles Angebot „Aufsuchende Jugendsozialarbeit an Spandauer Schulen“ umgewandelt werden, das laut Bezirk Spandau alle Grundschulen und integrierten Sekundarschulen in Spandau adressiert und sich an schuldistanzierte junge Menschen richtet; eine kontinuierliche Präsenz am Schulstandort sei dabei kein Projektbestandteil. Zur möglichen Übertragung der Schulstationen auf die Senatsebene laufe ein Aushandlungsprozess mit einer unter Senatsführung eingesetzten Arbeitsgruppe der Jugendämter; derzeit werde eine schriftliche Abfrage an die Bezirke vorbereitet. Zu Fragen der Finanzmittelverlagerung, eines verbindlichen Zeitplans und der Beteiligung Dritter macht der Senat keine über diese Aussagen hinausgehenden Angaben.
⚡ Einordnung
Die Anfrage stammt vom Abgeordneten Dr. Alexander King; eine Antwort der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (in Vertretung: Falko Liecke) liegt vor, datiert auf den 24. Juni 2026. Der Fragesteller bezieht sich ausdrücklich auf die frühere Drucksache 19/25837, in der laut seiner Darstellung für Steglitz-Zehlendorf eine Vertragslaufzeit der Schulstationen bis 15.07.2026 und für Spandau die Schließung aller fünf Schulstationen zugunsten eines neuen Angebots genannt wurde. Der Senat bestätigt, dass die Angaben aus Drucksache 19/25837 weiterhin aktuell seien, mit der Ausnahme, dass die Schulstationen in Steglitz-Zehlendorf laut Bezirk inzwischen bis Ende des Haushaltsjahres 2026 gesichert werden konnten. Die Aussagen zum Spandauer Modell (Zu 12. und Zu 13.) sind ausdrücklich als Zitate des Bezirks Spandau gekennzeichnet, nicht als eigene Bewertung des Senats.