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BerlinSchriftliche AnfrageBündnis 90/Die Grünen

📄 Schulen und Sporthallen aus Holz – Wie lernt es sich in einem Gebäude aus Holz?

6. Juli 2026Dokument 19/26358 · WP 19Berlin
Andreas Otto
HolzbauSchulbauModulbauweiseRaumklimaSporthallen
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Der Abgeordnete Andreas Otto (Bündnis 90/Die Grünen) fragt den Senat von Berlin nach Schulen und Sporthallen aus Holz. Die Anfrage bezieht sich auf Anzahl, Bauzeit, Gebäudequalität und Nutzererfahrungen mit solchen Gebäuden in den Berliner Bezirken seit 2016.

👥 Wer ist betroffen?

Die zwölf Berliner Bezirke als Schulträger, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern sowie die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Gefragt wird: 1) Wie viele Schulen, Schulergänzungsbauten und Sporthallen aus Holz wurden seit 2016 in den Bezirken gebaut, wie viele sind im Bau oder in Planung? 2) Welche Erfahrungen haben die Schul- und Sportämter mit Bauzeit, Gebäudequalität, Innenraumluftqualität, Akustik und Betriebsaufwand gemacht? 3) Welche Rückmeldungen von Lehrkräften, Schülerinnen und Eltern zu Aufenthaltsqualität, Atmosphäre und Wohlbefinden liegen vor? 4) Welche Untersuchungen zum Zusammenhang von Raumklima und Lernerfolg, insbesondere bei Holzbauschulen, sind dem Senat bekannt?

🔎 Was wurde geantwortet?

Der Senat legt zwei Tabellen der Bezirke vor: Fertiggestellt sind unter anderem Holzmodul-Ergänzungsbauten (HoMEB) in Charlottenburg-Wilmersdorf (4), Neukölln (5), Marzahn-Hellersdorf (5, davon je 1 mit Sporthalle und als Holzcompartmentschule mit Sporthalle), Reinickendorf (4), Steglitz-Zehlendorf (3), Tempelhof-Schöneberg (3), Spandau (2), Treptow-Köpenick (2) und Lichtenberg (2 HoMEB plus 2 Holzmodulschulen mit Sporthallen); zudem ein Massivholz-Modulgebäude in Friedrichshain-Kreuzberg (2021/2022). In Planung bzw. im Bau sind weitere Vorhaben u.a. in Marzahn-Hellersdorf (3), Lichtenberg (3), Pankow (2 plus 1), Treptow-Köpenick (2) sowie je einzelne in Spandau, Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg. Laut Rückmeldungen der Bezirke (Anlage 1) wird überwiegend eine verkürzte Bauzeit durch hohen Vorfertigungsgrad genannt; Pankow berichtet von Vogelschäden an der Holzfassade und Feuchtigkeitsproblemen durch fehlende Sockelleisten; Tempelhof-Schöneberg weist auf ätherische Öle in Nadelholz hin, die für Allergiker problematisch sein können; mehrere Bezirke (u.a. Lichtenberg, Reinickendorf) geben an, wegen kurzer Nutzungsdauer noch keine abschließende Bewertung treffen zu können. Laut Anlage 2 zu Nutzerrückmeldungen bewerten Schulgemeinschaften in Lichtenberg und Reinickendorf Akustik, Raumklima und Atmosphäre positiv, in Spandau wird der hohe Verglasungsgrad kritisiert, in Friedrichshain-Kreuzberg die raue Lasur und weiße Farbgebung der Holzflächen von Lehrkräften als verbesserungswürdig bewertet. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie führt laut eigener Angabe keine eigenen Untersuchungen zum Zusammenhang von Raumklima in Holzbauschulen und Lernerfolg durch, verfolgt aber allgemeine Studien zu Raumklimafaktoren wie Temperatur, Luftqualität, CO2, Akustik und Beleuchtung.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von Andreas Otto (Bündnis 90/Die Grünen) gestellt und von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie am 29. Juni 2026 beantwortet, in Vertretung durch Dr. Torsten Kühne. Der Senat weist einleitend darauf hin, dass gemäß § 109 Schulgesetz Berlin die bezirklichen Schulträger für Bau und Unterhaltung der Schulstandorte zuständig sind und die Antwort auf Zulieferungen der Bezirke beruht. Konkrete Zahlen zu Holzbauten sind in zwei Tabellen (Anlage) nach Bezirken aufgeschlüsselt. Bewertungen zu Bauqualität, Problemen (z.B. Vogelschäden, Feuchtigkeit, Allergene) und Nutzerfeedback sind jeweils als Angaben der einzelnen Bezirksämter bzw. Schulgemeinschaften gekennzeichnet, nicht als eigene Feststellung des Senats.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26358, Wahlperiode 19, eingereicht 12. Juni 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.