📄 Warum wird die S-Bahn bei Störungen an der Strecke im Stadtzentrum im Süden zum Totalausfall?
📋 Worum geht es?
Der Fragesteller möchte wissen, warum es am 8. und 9. Juni 2026 auf den Nord-Süd-Linien der S-Bahn zu Unterbrechungen südlich des Bahnhofs Potsdamer Platz kam. Laut Vorbemerkung des Abgeordneten wurden als Gründe ein Polizeieinsatz an der Yorckstraße (8. Juni) und Personen auf der Strecke zwischen Anhalter Bahnhof und Yorckstraße (9. Juni) genannt, wodurch die Züge zunächst ausfielen und später nur unregelmäßig wieder fuhren.
👥 Wer ist betroffen?
Fahrgäste der S-Bahnlinien S1, S2 und S25 im Bereich der Nord-Süd-Verbindung südlich des Potsdamer Platzes (u. a. Bahnhöfe Anhalter Bahnhof, Yorckstraße, Großgörschenstraße, Priesterweg, Südkreuz).
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Abgeordnete fragt: 1) Weshalb war der Zugverkehr ab dem Nachmittag des 8. und 9. Juni südlich des Potsdamer Platzes unterbrochen? 2) Wie lange dauerten Unterbrechung und die anschließende Phase bis zum regulären Betrieb, differenziert nach Linien? 3) Weshalb konnte der nördliche Teil weiterfahren, während der südliche Teil stillstand? 4) Warum wurde kein Teilbetrieb zwischen Blankenfelde und Südkreuz/Priesterweg aufrechterhalten, wie sonst bei Tunnelsperrungen üblich? 5) Falls dies technisch nicht möglich ist: Ist eine entsprechende Nachrüstung möglich und wann ist sie geplant?
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Deutsche Bahn AG antwortet: Am 8. Juni musste das Gleis von 17:16 bis 18:15 Uhr wegen einer Person im Gleis auf behördliche Anordnung gesperrt werden; am 9. Juni von 16:22 bis 17:14 Uhr wegen Kindern im Gleis. Der Betrieb wurde am 8. Juni bei der S2 um 18:20 Uhr, der S1 um 18:25 Uhr und der S25 um 18:31 Uhr wieder aufgenommen; am 9. Juni bei der S1 um 17:22 Uhr, der S2 um 17:24 Uhr und der S25 um 17:29 Uhr. Laut DB AG fuhren die Züge an beiden Tagen auch im südlichen Teil weiter, allerdings mit verkürzten Linienführungen: am 8. Juni verkehrten S2 und S25 bis Priesterweg, die S1 bis Großgörschenstraße; am 9. Juni verkehrte die S2 bis Priesterweg (ab 17:11 Uhr bis Yorckstraße), die S25 bis Südkreuz (ab 17:01 Uhr bis Yorckstraße) und die S1 bis Großgörschenstraße. Zur Frage der Nachrüstung teilt die DB AG mit, dass eine Zugwende in Südkreuz aus Richtung Teltow/Blankenfelde grundsätzlich möglich sei; am 8. Juni musste die Wende jedoch aufgrund einer Weichenstörung in Südkreuz bereits in Priesterweg erfolgen.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde vom CDU-Abgeordneten Christian Zander eingereicht und am 16.06.2026 beim Abgeordnetenhaus registriert. Die Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt datiert vom 26.06.2026 und ging am 01.07.2026 beim Abgeordnetenhaus ein. Der Senat weist in der Vorbemerkung darauf hin, dass er die Sachverhalte nicht aus eigener Zuständigkeit beantworten kann und daher die DB AG um Stellungnahme gebeten hat; die wiedergegebenen Angaben zu Sperrzeiten, Betriebsaufnahmen und Linienführungen stammen aus der Stellungnahme der DB AG, nicht aus eigener Kenntnis des Senats.