📄 Öl- und Gasheizungen in Berlin und landeseigenen Gebäuden
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit der Verbreitung von Öl- und Gasheizungen in Berlin sowie in Gebäuden landeseigener Akteure. Der Fragesteller möchte wissen, wie viele solcher Heizungen in den Jahren 2021 bis 2025 installiert wurden und wie hoch der aktuelle Gesamtbestand ist. Der Senat antwortet mit Daten aus dem Zensus 2022, Angaben der Schornsteinfeger-Innung sowie Rückmeldungen der Bezirke, Wohnungsbaugesellschaften, der BIM, landeseigener Unternehmen und Hochschulen.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind die Berliner Bezirke, die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften (degewo, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE, STADT UND LAND, WBM), die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), landeseigene Unternehmen (u.a. BWB, BSR, BBB) sowie staatliche Hochschulen und die Charité.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Gefragt wird: 1) Welche Datengrundlagen dem Senat zur Entwicklung von Öl- und Gasheizungen vorliegen; 2) wie viele Öl- und Gasheizungen 2021-2025 in Berlin jährlich installiert wurden und wie hoch der aktuelle Gesamtbestand ist; 3) wie viele Wohnungen mit Gasetagenheizungen es in Berlin gibt; 4) die entsprechenden Zahlen aufgeschlüsselt nach Bezirken; 5) aufgeschlüsselt nach Wohnungsbaugesellschaften; 6) für die BIM; 7) für landeseigene Unternehmen und Hochschulen; 8) welche Planungen die genannten Akteure für die Abkehr von Öl- und Gasheizungen haben.
🔎 Was wurde geantwortet?
Laut Zensus 2022 wurden in Berlin 194.476 Wohngebäude mit Gas (57,4%) und 56.435 mit Heizöl (16,7%) beheizt; die Schornsteinfeger-Innung meldete für 2023 insgesamt 425.813 Gasfeuerungsstätten und 50.292 Ölfeuerungsanlagen. Eine retrospektive Entwicklung 2021-2025 lässt sich laut Senat aus den Daten nicht ableiten. Bei den Bezirken reichen die Neuinstallationen von Gasheizungen 2021-2025 von 0 (mehrere Bezirke) bis 20 in Neukölln bzw. 27 in Steglitz-Zehlendorf, der Gesamtbestand variiert zwischen 30 (Marzahn-Hellersdorf) und 235 (Steglitz-Zehlendorf); Ölheizungs-Neuinstallationen gab es in diesem Zeitraum laut den Bezirksangaben keine, der Bestand liegt zwischen 2 und 15 Anlagen je Bezirk; Pankow konnte keine Angaben liefern. Bei den Wohnungsunternehmen nennt degewo 236 zentrale Gasheizungen und 7 zentrale Ölheizungen sowie rund 1.900 dezentrale Gasetagenheizungen; HOWOGE hat 356 Zentral-Gasanlagen und keine Ölheizungen mehr; die Gewobag hat 480 Gas- und 15 Ölanlagen im Bestand; die WBM versorgt 2.227 Wohneinheiten mit Gas. Die BIM hat 2021-2025 vier neue Erdgas- und keine neuen Ölheizungen verbaut, der Gesamtbestand umfasst 19 Heizöl- und 205 Erdgasheizungen. Bei den Hochschulen wurden keine neuen Öl- oder Gasheizungen eingebaut; die TU Berlin hat 9 Ölkessel und 5 Gaskessel, die FU Berlin insgesamt 51 Öl- und Gasheizungen. Mehrere Bezirke und Unternehmen (u.a. HOWOGE, Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg) berichten von Planungen zur Umstellung auf Fernwärme oder Wärmepumpen.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde vom Abgeordneten Dr. Michael Efler (Die Linke) am 11. Juni 2026 eingereicht, die Antwort des Senats datiert vom 1. Juli 2026. Der Senat weist darauf hin, dass ihm für einzelne Fragen keine eigenen Daten vorliegen und er sich auf Angaben von Gasnetzbetreiber, Schornsteinfeger-Innung, Zensus 2022 sowie Rückmeldungen der Bezirke, Wohnungsbaugesellschaften, der BIM, landeseigener Unternehmen und Hochschulen stützt. Der Bezirk Pankow konnte laut eigener Angabe aus Kapazitätsgründen keine Auflistung liefern. Die Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH hat Angaben zu ihren Anlagen mit Verweis auf den Schutz kritischer Infrastruktur nicht veröffentlicht.