Zurück zur Übersicht
BerlinSchriftliche AnfrageDie Linke

📄 Bebauungsplanungen für das Tempelhofer Feld – Was wusste der Senat?

12. Juli 2026Dokument 19/26370 · WP 19Berlin
Michael Efler
Tempelhofer FeldRandbebauungBebauungskonzeptWohnungsbauFinanzierung
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit Gesprächskontakten der Architekten Hans Kollhoff und Tobias Nöfer mit Stellen des Berliner Senats in den Jahren 2025 und 2026 im Zusammenhang mit einem Konzept zur Randbebauung des Tempelhofer Feldes. Zudem wird nach der Rolle des Senats bei Finanzierungsszenarien gefragt, die bei der Vorstellung des Bebauungskonzepts am 20.5.2026 erwähnt wurden und von der Investitionsbank Berlin (IBB) erarbeitet worden waren.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind die Senatskanzlei, die Senatsverwaltung für Finanzen, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, die Investitionsbank Berlin (IBB) sowie die Architekten Hans Kollhoff und Tobias Nöfer und die mit ihnen verbundene Initiative für Wohnungsbau am Tempelhofer Feld.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Der Fragesteller möchte wissen: 1. Ob es 2025/2026 Gesprächstermine zwischen den Architekten Kollhoff und/oder Nöfer und Mitarbeiter*innen der Senatskanzlei, der Finanzverwaltung oder der Stadtentwicklungsverwaltung gab, mit Auflistung von Terminen, beteiligten Personen und Themen. 2. Ob bei diesen Terminen über eine mögliche Randbebauung des Tempelhofer Feldes gesprochen wurde. 3. Ob der Senat in die bei der Konzeptvorstellung am 20.5.2026 erwähnten, von der IBB erarbeiteten Finanzierungsszenarien involviert war und in welcher Form.

🔎 Was wurde geantwortet?

Der Senat antwortet, dass Mitarbeiter*innen der Senatskanzlei keine der benannten Gesprächstermine wahrgenommen haben und Termine mit Herrn Kollhoff nicht existent seien. Herr Nöfer nahm an mehreren Terminen des Regierenden Bürgermeisters teil, darunter am 22.05.2026 ein Gespräch mit dem geschäftsführenden Inhaber der Djadda-Firmengruppe zum Thema Randbebauung des Tempelhofer Felds. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen war an der Konzepterarbeitung nicht beteiligt; ein von Nöfer gewünschter Termin beim Senator fand nicht statt, lediglich ein Gespräch mit einem Mitarbeiter des Senatorenbüros. Die Senatsverwaltung für Finanzen listet drei Termine auf: am 16.02.2025 (Round-Table, nur Nöfer), am 19.01.2026 (Senator Evers mit Nöfer, Kollhoff und Dr. Hinrich Holm zu wirtschaftlichen Potenzialen seriellen Wohnungsbaus und Ankündigung der Initiative für bezahlbaren Wohnungsbau am Rand des Tempelhofer Felds) und am 08.06.2026 (gleicher Personenkreis zu Finanzierungsmodellen der Initiative „Zuhause am Tempelhofer Feld“). Zur Finanzierung erklärt der Senat, der Regierende Bürgermeister habe den Finanzsenator im Nachgang des 22. Mai 2026 gebeten, die Finanzierbarkeit der Umsetzung zu prüfen; der Finanzsenator habe daraufhin eine entsprechende Prüfung bei der IBB in Auftrag gegeben.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von Dr. Michael Efler (Die Linke) am 12. Juni 2026 eingereicht; die Antwort des Senats datiert vom 3. Juli 2026 und liegt vollständig vor. Der Senat benennt konkrete Termine mit Daten (u. a. 16.02.2025, 19.01.2026, 22.05.2026, 08.06.2026) und beteiligte Personen (Senator Evers, Tobias Nöfer, Hans Kollhoff, Dr. Hinrich Holm). Der Senat stellt fest, dass die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen an der Konzepterarbeitung nicht beteiligt war und kein Termin mit dem zuständigen Senator stattfand. Die Prüfung der Finanzierbarkeit durch die IBB wurde laut Senat auf Bitte des Regierenden Bürgermeisters vom Finanzsenator in Auftrag gegeben. Die Antwort ist unterzeichnet von Florian Graf, Chef der Senatskanzlei, in Vertretung des Regierenden Bürgermeisters.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26370, Wahlperiode 19, eingereicht 12. Juni 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.