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BerlinSchriftliche AnfrageBündnis 90/Die Grünen

📄 MAX: Wo bleibt die neue Mobilitätsplattform?

9. Juli 2026Dokument 19/26392 · WP 19Berlin
Antje Kapek, Stefan Ziller
MobilitätsplattformÖPNV-AppOne-App-StrategieTicketingVerkehrsverbund
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Fragesteller erkundigen sich nach dem Entwicklungsstand der geplanten MAX-App, einer gemeinsamen Mobilitätsplattform der BVG mit weiteren Verkehrsunternehmen. Im Mittelpunkt stehen der Zeitplan, die geplanten Funktionen, die Gesellschaftsstruktur sowie die bisherigen und erwarteten Kosten des Projekts.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind Fahrgäste der BVG und anderer Verkehrsunternehmen in Berlin, Hamburg, München und Düsseldorf, die BVG selbst, das Land Berlin, die Hamburger Hochbahn, der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) sowie weitere beteiligte Verkehrsunternehmen (MVG, Rheinbahn).

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller fragen unter anderem: Wie ist der Entwicklungs- und Zeitplan für MAX und warum wird die für das 2. Halbjahr 2026 angekündigte Verfügbarkeit nicht eingehalten? Welche Ziele und Funktionen sollen App und Plattform haben? Mit welchen Anbietern bestehen bereits Vereinbarungen? Welcher Name, welche Rechtsform und welche Eigentümerstruktur sind für die Betreibergesellschaft vorgesehen, und welche Investitionen sind nötig? Welche Haftungsrisiken und bisherigen bzw. erwarteten Kosten ergeben sich für BVG und Land Berlin? Welche Alternativen, etwa den DB Navigator, hat der Senat geprüft? Welche Schnittstellen für Dritte und welche Bezahlmöglichkeiten, insbesondere die Girocard, sind geplant? Welche weiteren Verkehrsunternehmen haben sich verbindlich beteiligt und welche Abstimmungen gab es mit dem VBB und der S-Bahn Berlin?

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Landesregierung antwortet, dass die BVG laut eigener Mitteilung die Verzögerung mit noch offenen Abstimmungs- und Klärungsbedarfen zwischen der Hamburger Hochbahn und dem Hamburger Verkehrsverbund (HVV) begründet; die One-App-Strategie werde unverändert weiterverfolgt. Mit Einführung sollen Kundinnen und Kunden in Berlin und Hamburg Fahrplanauskunft mit Echtzeitdaten, Ticketing und Sharing-Angebote in einer App nutzen können, aufbauend auf der bestehenden Jelbi-App. Zwischen BVG, Hochbahn, MVG und Rheinbahn bestehen bisher Grundsatzvereinbarungen (Memorandum of Understanding). Fragen zu Name, Rechtsform, Eigentümerstruktur, Investitionsbedarf, bisherigen und künftigen Kosten sowie Haftungsrisiken könnten laut Senat erst beantwortet werden, wenn die offenen Grundsatzfragen zwischen Hochbahn und HVV geklärt sind, da die Beteiligungsstruktur noch nicht entschieden ist. Die Entscheidung über Vertriebskanäle liege in der unternehmerischen Verantwortung der BVG; der Senat sei lediglich zu unterrichten. Der DB Navigator sei laut Senat nicht mandantenfähig und daher technisch nicht als Vertriebslösung anderer Verkehrsunternehmen nutzbar. Verkehrsdaten des VBB seien bereits über eine API und als GTFS-Download öffentlich verfügbar; eine Öffnung der MAX-App für Dritte werde im Einzelfall geprüft. Über Bezahlmöglichkeiten sei noch nicht final entschieden, es sei aber geplant, alle gängigen Zahlarten anzubieten; Überlegungen zu einem „Open-Loop“-System mit der Girocard als möglichem Ticketträger bestünden unabhängig von MAX, Entscheidungen seien aber noch nicht getroffen. Laut BVG haben Hochbahn, MVG (München) und Rheinbahn (Düsseldorf) ein Memorandum of Understanding geschlossen; mit dem VBB fänden regelmäßige Abstimmungsgespräche statt.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eingereicht. Eine Antwort der Landesregierung liegt vor, datiert auf den 02.07.2026, unterzeichnet von Staatssekretär Arne Herz für die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Zu zentralen Fragen nach Kosten, Beteiligungsstruktur, Rechtsform und Haftungsrisiken verweist der Senat darauf, dass diese noch nicht entschieden seien und daher nicht beantwortet werden könnten. Die Antwort beruht teilweise auf Mitteilungen der BVG AöR, die der Senat um Stellungnahme gebeten hat.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26392, Wahlperiode 19, eingereicht 16. Juni 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.