📄 Kombibad Gropiusstadt – Sommerbad, plitsch, platsch: Wer macht hier wen nass?
📋 Worum geht es?
Die Anfrage betrifft das Kombibad Gropiusstadt – Sommerbad in Berlin-Neukölln. Es geht um den baulichen Zustand des Bades, durchgeführte und geplante Sanierungsmaßnahmen, Öffnungszeiten, Besucherzahlen sowie Sicherheitsmaßnahmen wie Ausweiskontrollen und Videoüberwachung.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Badegäste und Anwohner im Berliner Bezirk Neukölln, insbesondere Nutzer des Kombibads Gropiusstadt, sowie Schulen und Vereine, die zuvor das Kombibad Mariendorf nutzten.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragestellerin fragt unter anderem: Wie ist der bauliche und technische Zustand des Bades? Welche Sanierungsmaßnahmen wurden seit 2020 durchgeführt und welche sind geplant? Gab es Schließungen in den letzten fünf Jahren? Wie haben sich Öffnungszeiten, Saisonlänge und Besucherzahlen entwickelt? Wie wirkt sich die öffentliche Nutzung auf die Schwimmflächenversorgung in Neukölln aus? Entspricht das Bad den Anforderungen an Barrierefreiheit, Energieeffizienz und Klimaschutz? Welche langfristige Perspektive sieht der Senat für das Bad? Seit wann und warum gibt es Ausweiskontrollen und Videoüberwachung?
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport antwortet mit Beteiligung der Berliner Bäder-Betriebe (BBB): Die Becken sind in gutem Zustand, Umkleide- und Schwimmmeistergebäude baulich gut, aber Fassadenelemente und Umkleidekabinen müssen erneuert werden. Seit 2020 wurden u.a. die Hausalarmanlage erneuert (15.000 €), die Zaunanlage erhöht (41.000 €), Sonnenterrassen abgebrochen (170.000 €) und eine Notentwässerung installiert (30.000 €). Für 2027 sind der Einbau einer UV-Anlage (60.000 €) und die Erneuerung von Filterdeckeln (15.000 €) geplant. Es gab vereinzelte Einschränkungen durch Krankmeldungen oder Überfüllung; 2025 war das Bad in den Sommerferien teilweise wegen Bauarbeiten geschlossen. Die Besucherzahlen schwankten zwischen 39.557 (2020) und 88.910 (2024), insgesamt 397.412 Besucher von 2020 bis 2025. Die Saisonlänge lag zwischen Anfang Mai und Anfang bis Mitte September. Die Hallenbadversorgung in der Region ist laut Senat unterdurchschnittlich, die Freibadversorgung weit überdurchschnittlich. Ausweiskontrollen für Gäste ab 14 Jahren wurden im Juli 2023 in Sommer- und Freibädern eingeführt, Videoüberwachung im Sommerbad seit der Saison 2024 – beides laut Senat als Reaktion auf Zaunüberstiege, unrechtmäßigen Badbesuch und Auseinandersetzungen im Einlassbereich, mit laut Bad spürbarer Verbesserung der Lage. Der Senat sieht als langfristige Perspektive den Erhalt des Bades.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von der Abgeordneten Klara Schedlich (Bündnis 90/Die Grünen) am 16. Juni 2026 eingereicht; die Antwort des Senats liegt vor (datiert 30. Juni 2026, unterzeichnet von Franziska Becker, Senatsverwaltung für Inneres und Sport, in Vertretung). Der Senat nennt konkrete Kostenangaben zu Sanierungsmaßnahmen (2021–2025: insgesamt 256.000 €) sowie geplante Maßnahmen für 2027 (75.000 €). Besucherzahlen und Saisonlängen für 2020–2025 werden tabellarisch benannt. Die Bewertung, dass Ausweiskontrollen und Videoüberwachung zu einer „spürbaren Verbesserung der Sachlage“ geführt haben, wird dem Bad bzw. der BBB als Quelle zugeschrieben.