📄 Bäder mit Tiefgang: Wann kommen Sanierung und Planungssicherheit für Tempelhof-Schönebergs Schwimmsport?
📋 Worum geht es?
Die Anfrage betrifft die geplante Sanierung zweier Bäder im Bezirk Tempelhof-Schöneberg: der Sport- und Lehrschwimmhalle am Sachsendamm und des Kombibads Mariendorf. Die Fragestellerin möchte wissen, wie die Zeitpläne, Finanzierung und Kompensation von Wasserzeiten während der Schließzeiten aussehen.
👥 Wer ist betroffen?
Schulen, Vereine, die Schwimmausbildung, der Bundes- und Landesstützpunkt Wasserball, die Wasserfreunde Spandau 04, das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg sowie Nutzer des Sommerbads Mariendorf.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragestellerin erfragt unter anderem: den Zeitplan für die Sanierung der Sport- und Lehrschwimmhalle Sachsendamm, die geplanten Maßnahmen aus Klimapakt-Mitteln, die Dauer der Schließung, die Ausweichstandorte für Schulen/Vereine/Wasserball während der Schließung, den Stand der Abstimmungen mit Bäder-Betrieben, Bezirksamt, DLRG und Vereinen seit 2024, die Risiken bei der BENE2-Förderung für das Kombibad Mariendorf, mögliche Alternativfinanzierungen, den Zeitplan für die Sanierung des Kombibads Mariendorf, den Einsatz von Mitteln aus der „Sportmilliarde“ sowie den baulichen Zustand und die Zukunft des Sommerbads Mariendorf.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Senatsverwaltung antwortet: Für die Sport- und Lehrschwimmhalle Sachsendamm ist zunächst 2026 eine Bauzustandsanalyse geplant; eine Schließung ist ab 2031 vorgesehen, abhängig von der Fertigstellung des Kombibads Mariendorf. Aus Klimapakt-Mitteln ist je nach Ergebnis der Analyse eine grundhafte energetische Sanierung geplant. Ausweichstandorte für Schulen, Vereine und den Wasserball-Stützpunkt sollen rechtzeitig vor der Schließung geplant werden; ein neues Funktionsbad am Kombibad Spandau-Süd soll dafür fertiggestellt sein. Zu den Stakeholdern (BBB, Bezirksamt, DLRG, Vereine) finden regelmäßige Kontakte statt, u.a. alle zwei Monate ein Jour fixe mit LSB, BSV und regionalen Beiräten. Für das Kombibad Mariendorf wird die Bewilligung neuer BENE2-Fördervorhaben im Rahmen des Doppelhaushalts 2026/2027 erwartet; die Prüfung durch die SenMVKU soll bis zum dritten Quartal 2026 abgeschlossen sein. Zu Risiken und Alternativfinanzierung verweist der Senat auf Berichte an den Hauptausschuss vom 23.01.2026 (RN 2637), 29.05.2026 (RN 2637A) und 18.06.2026 (RN 2981), die der Hauptausschuss zur Kenntnis genommen bzw. (RN 2981) zugestimmt hat. Der Baubeginn für Mariendorf soll terminiert werden, sobald offene Finanzierungsfragen (siehe Anfrage S19-24957) und Prüfungen der zuständigen Bundesbehörde geklärt sind; die aktuelle Schätzung für die Fertigstellung ist Anfang 2030. Mittel aus der „Sportmilliarde“ werden für Mariendorf nicht geprüft. Das Sommerbad Mariendorf ist laut Senat derzeit nicht funktionstüchtig; geplant ist eine Gesamtsanierung von Gebäude, Technik und Außenbecken.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von der Abgeordneten Klara Schedlich (Bündnis 90/Die Grünen) am 16. Juni 2026 eingereicht; die Antwort des Senats datiert vom 6. Juli 2026 und liegt vollständig vor. Der Senat nennt als Zeithorizonte: Schließung der Halle Sachsendamm ab 2031, BENE2-Prüfung bis Q3 2026, Fertigstellung Kombibad Mariendorf Anfang 2030. Verwiesen wird auf Hauptausschuss-Berichte vom 23.01.2026 (RN 2637), 29.05.2026 (RN 2637A) und 18.06.2026 (RN 2981) sowie auf die frühere Anfrage S19-24957.