📄 Eichenprozessionsspinner in Charlottenburg-Wilmersdorf: Was unternimmt der Senat für den Volkspark Jungfernheide und die betroffenen Anwohner, nachdem die Bezirke und eine Petition mit rund 7.000 Unterschriften Hilfe gefordert haben?
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit dem Befall durch den Eichenprozessionsspinner im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, insbesondere im Volkspark Jungfernheide. Die Fragesteller verweisen darauf, dass Anwohner eine Petition mit rund 7.000 Unterschriften gestartet hätten, die einen verbindlichen Schutzplan fordere, und dass alle zwölf Bezirke den Senat gemeinsam um Hilfe und zentrale Koordinierung gebeten hätten. Erfragt wird, was eine vom Senat angekündigte Koordinierung konkret für den Bezirk und den Park bringt.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind laut Fragestellern und Bezirksangaben Anwohner in Charlottenburg-Nord, Siemensstadt und Spandau, Kinder und Beschäftigte mehrerer Kindertagesstätten und Schulen im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Nutzer mehrerer Sportanlagen sowie generell alle zwölf Berliner Bezirke.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragesteller erkundigen sich nach dem Ausmaß des Befalls im Volkspark Jungfernheide und im Bezirk, nach der Entwicklung der Fallzahlen 2024 bis 2026 im stadtweiten Vergleich, nach den Ergebnissen des Frühwarnsystems PHENTHAUproc, nach Folgen für Schulen, Kitas und Sportanlagen, nach bekannten Gesundheitsfällen 2023 bis 2026 sowie nach konkreten Ergebnissen der Senatskoordinierung mit den Bezirken einschließlich der Videokonferenz vom 16. Juni 2026 und der Rolle eines zugesagten Ansprechpartners.
🔎 Was wurde geantwortet?
Der Senat antwortet, die Befallssituation habe 2026 gegenüber den Vorjahren zugenommen. Laut Pflanzenschutzamt stiegen die stadtweiten Meldungen von 2.387 (2023) über 4.909 (2024) auf den bisherigen Höchststand von 5.746 (2025); Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf und Spandau verzeichneten 2025 die meisten Meldungen. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf nennt für sich 611 betroffene Bäume (2024), 1.087 (2025) und 938 (Stand 26.06.2026); der Volkspark Jungfernheide sei besonders stark betroffen. Laut Bezirk wurde die Sportanlage Jungfernheide 2025 temporär gesperrt, die Außenflächen der Kita Erlebniswald konnten 2025 rund zwei Wochen und seit dem 27.05.2026 erneut nicht genutzt werden; 2026 waren zudem sieben weitere Sportanlagen sowie 19 benannte Schulen und eine Jugendverkehrsschule betroffen. Eine systematische Erfassung gesundheitlicher Beeinträchtigungen (etwa Hautreizungen oder Atembeschwerden) erfolgt laut Senat nicht; der Bezirk führt laut eigener Angabe mangels rechtlicher Grundlage keine Statistik zu Erkrankungsfällen. Zu den konkreten Ergebnissen der Videokonferenz vom 16. Juni 2026 sowie zu verbindlichen Standards und der Rolle eines koordinierenden Ansprechpartners (Fragen 3, 3a, 3b) enthält der vorliegende Textauszug keine Antwort; eine Frage 5 ist im Dokument angeschnitten, aber nicht mehr vollständig wiedergegeben.
⚡ Einordnung
Eingereicht wurde die Anfrage von den AfD-Abgeordneten Marc Vallendar und Alexander Bertram am 16. Juni 2026; die Antwort des Senats datiert vom 3. Juli 2026. Die Fragesteller stützen ihre Vorbemerkung auf Presseberichte (Deutsches Ärzteblatt, Tagesspiegel, Berliner Morgenpost) und eine Change.org-Petition mit rund 7.000 Unterschriften sowie auf ein gemeinsames Schreiben aller zwölf Bezirke an den Senat; diese Angaben sind der Fragestellerseite zugeschrieben und vom Senat in den vorliegenden Antworten nicht eigenständig bestätigt. Der Senat nennt als eigene Zahlen die Meldungen 2023 (2.387), 2024 (4.909) und 2025 (5.746); Angaben zu Bäumen und Einrichtungen für Charlottenburg-Wilmersdorf stammen laut Dokument vom Bezirksamt. Der Senat verweist zudem darauf, dass die Meldedaten bis 2024 zwischen den Bezirken nicht vergleichbar erfasst wurden und die endgültigen Zahlen für 2026 erst im Herbst 2026 vorliegen.