📄 WLAN an Lichtenberger Schulen
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit dem Stand der WLAN-Versorgung an Schulen im Bezirk Lichtenberg, einschließlich Primär-, Sekundär- und Tertiärverkabelung sowie der Finanzierung des Ausbaus. Im Mittelpunkt steht, welche Schulen noch nicht angebunden sind und warum.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Schulen im Bezirk Lichtenberg, insbesondere die namentlich genannten Schulen ohne vollständige WLAN- oder Verkabelungsausstattung, sowie das Bezirksamt Lichtenberg und die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragestellerin erkundigt sich, welche Lichtenberger Schulen noch keine WLAN-Anbindung, Primär-, Sekundär- oder Tertiärverkabelung haben, ob Lichtenberg dem Landesrahmenvertrag WLAN beigetreten ist, welcher Zeitplan für den Ausbau besteht, welche Hindernisse es gibt, welche Schulen von Sanierungen abhängig sind, welche Unterstützung das Bezirksamt benötigt und wie hoch die 2025/2026 verausgabten Mittel waren.
🔎 Was wurde geantwortet?
Laut Antwort des Bezirksamts Lichtenberg haben acht Schulen (Stand 2025) noch keine WLAN-Ausstattung, darunter die Robinson-Grundschule, die Schule im Ostseekarree, die Phönix-Grundschule, die Mildred-Harnack-Schule, die Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule, die Kosmos-Schule und die 16. ISS; zwei neue Schulen (Kosmos-Schule, 16. ISS) sollen in den Sommerferien 2026 ausgestattet werden. Grund für die übrigen Fälle sei fehlende Finanzierung oder eine bevorstehende Sanierung. Alle Lichtenberger Schulen sind laut Bezirksamt mit ihren Nebenunterrichtsgebäuden auf dem Schulgrundstück primärverkabelt. Sekundärverkabelung sei bei der Robinson-Grundschule, der Mildred-Harnack-Schule und der Schule an der Victoriastadt nicht vollumfänglich ausgebaut; Tertiärverkabelung fehle bei denselben drei Schulen vollständig wegen bevorstehender Sanierungen. Ein formeller Beitritt zum Landesrahmenvertrag WLAN sei nicht vorgesehen, Lichtenberg habe aber in einem Fall bereits Leistungen daraus abgerufen. Ein konkreter Zeitplan für die restliche Tertiärverkabelung fehle wegen Finanzierungsmangels; er solle erst mit dem DigitalPakt 2.0 erarbeitet werden, dessen Förderrichtlinien sich noch in Prüfung befänden. Als Hindernis nennt das Bezirksamt die fehlende Finanzierungsmöglichkeit sowie zusätzlich benötigte personelle Ressourcen. Verausgabte Mittel für 2025/2026 konnten laut Bezirksamt kurzfristig nicht getrennt für Verkabelung und WLAN ausgewertet werden. Der Senat ergänzt, dass aus Mitteln des DigitalPakt Schule an 38 Schulen 40 Maßnahmen zum WLAN-Ausbau mit insgesamt 552.446,51 € gefördert wurden, dass der Anschluss aller Berliner Schulstandorte an das Glasfasernetz im 1. Quartal 2026 vorfristig abgeschlossen wurde und dass Schulen ohne flächendeckendes WLAN zentral finanzierte mobile Lösungen (Cubes/Router) erhalten.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von der Abgeordneten Hendrikje Klein (Die Linke) eingereicht und am 19. Juni 2026 im Abgeordnetenhaus eingegangen; die Antwort der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie datiert vom 6. Juli 2026 und liegt vollständig vor. Die Antworten beruhen überwiegend auf einer Stellungnahme des Bezirksamts Lichtenberg, die der Senat eigenen Angaben zufolge nicht vollständig aus eigener Zuständigkeit beantworten konnte. Konkrete Zahlen: acht Schulen ohne WLAN (Stand 2025), drei Schulen mit unvollständiger Sekundär- und Tertiärverkabelung, 38 geförderte Schulen mit 40 Maßnahmen im Umfang von 552.446,51 € aus dem DigitalPakt Schule, Abschluss des Glasfaseranschlusses aller Berliner Schulstandorte im 1. Quartal 2026.