📄 Ergebnisse der VERA-3-Vergleichsarbeiten 2026 - Nachfrage
📋 Worum geht es?
Der Abgeordnete fragt nach den Ergebnissen der VERA-3-Vergleichsarbeiten 2026 für Berliner Drittklässler in Deutsch und Mathematik sowie nach der Entwicklung im Vergleich zu den Vorjahren 2023 bis 2025. Zudem geht es um die Einordnung der Ergebnisse durch den Senat und um Maßnahmen zur Verbesserung der Basiskompetenzen.
👥 Wer ist betroffen?
Berliner Schülerinnen und Schüler der dritten Klassenstufe, Grundschulen in Berlin, Lehrkräfte sowie die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: 1) Wie haben die Berliner Drittklässler bei VERA 3 in Mathematik und Deutsch abgeschnitten? 2) Wie haben sich die Ergebnisse im Vergleich zu 2023, 2024 und 2025 entwickelt, und wie bewertet der Senat diese Entwicklung? 3) Wie bewertet der Senat die Entwicklung im Vergleich zu anderen Bundesländern? 4) Welche Schlussfolgerungen zieht der Senat für die Unterrichtsqualität und die Wirksamkeit bisheriger Maßnahmen? 5) Hält die Bildungsverwaltung die bisherigen Maßnahmen für ausreichend, um eine weitere Verschlechterung zu verhindern? 6) Welche zusätzlichen Maßnahmen sind geplant?
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie antwortet: Im Schuljahr 2025/2026 erreichten in Deutsch-Lesen 50 %, in Deutsch-Sprachgebrauch 54 % und in Mathematik 48 % der Berliner Drittklässler nicht den Mindeststandard (Kompetenzstufe I). Optimalstandard (Stufe V) erreichten nur 6 % (Lesen), 5 % (Sprachgebrauch) und 4 % (Mathematik). Zum Vergleich: 2023 lagen die Anteile unter Mindeststandard bei 35 % (Lesen), 46 % (Sprachgebrauch) und 37 % (Mathematik); 2024 bei 43 %, 43 % und 46 %; 2025 bei 47 %, 68 % und 45 %. Der Senat erklärt, ein direkter Jahresvergleich sei wegen wechselnder Testhefte, Kompetenzbereiche und Schwierigkeitsniveaus nicht möglich, bewertet den Anteil unter Mindeststandard aber durchgehend als zu hoch. Ländervergleiche seien laut Bildungsministerkonferenz-Strategie für VERA nicht vorgesehen; dafür verweist der Senat auf den IQB-Bildungstrend. Als Maßnahmen nennt der Senat unter anderem das Berliner Lernverlaufs- und Bildungsmonitoring (BILUB), eine neu eingeführte Re-Testung in den Jahrgangsstufen 4 und 9, das Berliner Leseband und das neu entwickelte Matheband im Rahmen des Startchancen-Programms sowie Qualifizierungsangebote am Berliner Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung (BLiQ). Der Senat bewertet die bisherigen Maßnahmen ausdrücklich als nicht abschließend ausreichend.
⚡ Einordnung
Die Anfrage bezieht sich ausdrücklich auf eine vorherige Schriftliche Anfrage und Antwort des Senats auf Drucksache 19/26145. Eine vollständige Antwort der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie liegt vor (datiert 2. Juli 2026, unterzeichnet in Vertretung durch Christina Henke). Konkrete Zahlen zu den Kompetenzstufen für 2023 bis 2026 sind in den Tabellen der Antwort und der Anlage 1 enthalten. Der Senat selbst bewertet den Anteil der Schülerinnen und Schüler unter Mindeststandard als zu hoch und die bisherigen Maßnahmen als nicht abschließend ausreichend.