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BerlinSchriftliche AnfrageCDU

📄 Drohender Flächenverlust der „Späth‘schen Baumschule“

14. Juli 2026Dokument 19/26452 · WP 19Berlin
Lisa Knack
BaumschuleFlächennutzungsplanWohnbebauungStädtebauliche EntwicklungÖffentlichkeitsbeteiligung
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Im Berliner Entwicklungsgebiet „Dreieck Späthsfelde“ sollen Wohnungen entstehen, wofür nach dem überarbeiteten Planungskonzept auch Teilflächen der traditionsreichen Späth'schen Baumschule in Anspruch genommen werden sollen. Die Fragestellerin wollte wissen, wie es zu dieser Änderung der ursprünglichen Planung kam, welche Flächen konkret betroffen sind und wie Baumschule und Öffentlichkeit beteiligt wurden.

👥 Wer ist betroffen?

Die Späth'schen Baumschulen als Betrieb, Anwohnerinnen und Anwohner des Baumschulenwegs, die Bezirksverordnetenversammlung des zuständigen Bezirks sowie künftige Bewohnerinnen und Bewohner der geplanten bis zu 2.500 Wohneinheiten.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragestellerin fragt unter anderem: Wie ist der Stand des Rahmenplans? Welche Teilflächen der Baumschule sind für Wohnbebauung vorgesehen? Warum wurde die vorherige Planungsvariante geändert? Welche Gebäudehöhen sind geplant? Welcher Flächenanteil bleibt der Baumschule erhalten? Wie wurde die Baumschule einbezogen? Welche Alternativen wurden geprüft? Welche Rolle spielte eine Projektentwicklungsgesellschaft BIAG? Wie wurde die Öffentlichkeit beteiligt und ist eine erneute Beteiligung vorgesehen?

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen antwortet: Der Rahmenplan-Entwurf befindet sich in senatsinterner Abstimmung. Von rund 13 Hektar für Wohnnutzung verfügbarer Fläche sind ca. 2,5 Hektar zwischen Ligusterweg und der historischen Kernfläche der Baumschule vorgesehen. Die rund 2,8 Hektar große Kernfläche der Baumschule sowie zusätzlich rund 1,9 Hektar für Großhandel und Erdwirtschaft sollen erhalten bleiben; im Vergleich zum Entwurf von Oktober 2025 werden keine zusätzlichen Flächen der Kernfläche beansprucht. Als Gründe für die Planänderung nennt der Senat die Minimierung des Eingriffs in Kleingärten, Vorgaben der Wasserschutzgebietsverordnung Johannisthal sowie Natur- und Artenschutz. Eine Projektentwicklungsgesellschaft BIAG ist dem Senat im Zusammenhang mit dem Gebiet nicht bekannt. Zwischen November 2025 und Juni 2026 habe ein Überarbeitungsprozess mit Bezirk und Senatsverwaltungen stattgefunden; es gab zwei Öffentlichkeitsveranstaltungen in einem Werkstattverfahren. Die Gesamtzahl von bis zu 2.500 Wohneinheiten habe sich durch die Überarbeitung nicht erhöht. Konkrete Angaben zu Gebäudehöhen, Geschossen und zur Verteilung der Wohneinheiten seien beim aktuellen Planungsstand noch nicht möglich. Ein Zusammenhang zwischen einer möglichen A100-Weiterführung und der Flächenzuordnung sei nicht bekannt.

⚡ Einordnung

Eingereicht von der CDU-Abgeordneten Lisa Knack; die Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen liegt vor (datiert 7. Juli 2026). Die Antwort verweist auf eine Bezirksverordnetenversammlung-Drucksache VII/0779 sowie auf den Entwurf des Struktur- und Nutzungskonzepts vom Oktober 2025. Genannte Flächenangaben: rund 13 Hektar Wohnbaufläche insgesamt, davon ca. 2,5 Hektar auf Baumschulgelände; 2,8 Hektar Kernfläche und 1,9 Hektar Großhandels-/Erdwirtschaftsfläche der Baumschule sollen erhalten bleiben. Der Senat bewertet laut eigener Angabe das Ziel des Bezirks, den Kernbestand der Baumschule dauerhaft zu erhalten, als durch das Konzept nicht in Frage gestellt.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26452, Wahlperiode 19, eingereicht 19. Juni 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.