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BerlinSchriftliche AnfrageAfD

📄 Kenntnisse des Senats über die sexuelle Ausbeutung von jungen, sozial schwachen Mädchen durch „Männergruppen“

19. Juli 2026Dokument 19/26461 · WP 19Berlin
Gunnar Lindemann
Kinderschutzsexuelle AusbeutungMenschenhandelJugendhilfesoziale Brennpunkte
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Der Fragesteller bezieht sich auf einen Zeitungsbericht, wonach in Nürnberg sogenannte „Männergruppen“ junge, sozial schwächere Mädchen an sozialen Brennpunkten drogenabhängig gemacht und sexuell ausgebeutet haben sollen. Er fragt den Senat, ob ihm vergleichbare Vorfälle in Berlin bekannt seien, wo entsprechende Brennpunkte lägen, ob die Jugendhilfe oder die Polizei Warnungen oder Erkenntnisse dazu hätten und wie der Senat betroffene Mädchen schütze.

👥 Wer ist betroffen?

Laut der Anfrage potenziell betroffen: junge, sozial schwächere Mädchen in Berlin; befragt werden Senat, Polizei und Jugendämter.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Der Fragesteller fragt: 1. Ob dem Senat ähnliche Vorfälle wie in Nürnberg aus Berlin bekannt sind. 2. Falls ja, wo sich entsprechende soziale Brennpunkte befinden. 3. Ob es Warnungen der Berliner Jugendhilfe dazu gibt. 4. Welche Erkenntnisse die Berliner Polizei hat. 5. Wie der Senat diese Gruppe vor solchen Vorfällen schützt.

🔎 Was wurde geantwortet?

Der Senat antwortet auf alle fünf Fragen gemeinsam: Ihm seien aktuell keine vergleichbaren Vorkommnisse im Land Berlin bekannt. Die Polizei habe derzeit keine entsprechenden Erkenntnisse für Berlin, und auch aus den Jugendämtern lägen aktuell keine entsprechenden Meldungen oder Hinweise vor. Der Senat verweist darauf, dass er seit Februar 2024 im Rahmen des Netzwerkes Kinderschutz eine zusätzliche Fachberatungs- und Koordinierungsstelle bei Handel mit und Ausbeutung von Minderjährigen finanziert, die u. a. mit Jugendhilfe, Vormündern, Gerichten, Ermittlungsbehörden und Gesundheitswesen kooperiert. Zudem existiere seit März 2025 ein verbindliches Verfahren der Jugendämter für Fälle von Handel mit und Ausbeutung von Minderjährigen, beschrieben in einem Handlungsleitfaden (abrufbar unter https://invia-berlin.de/handlungsleitfaden/).

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde vom Abgeordneten Gunnar Lindemann (AfD) eingereicht. Die Antwort des Senats liegt vor (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, unterzeichnet von Falko Liecke, Stand 9. Juli 2026). Der Senat nennt als konkrete Maßnahmen die seit Februar 2024 bestehende Fachberatungs- und Koordinierungsstelle beim Netzwerk Kinderschutz sowie das seit März 2025 verbindliche Verfahren der Jugendämter laut Handlungsleitfaden. Die im Vorbemerkungstext genannte Behauptung über „Männergruppen“, die Mädchen „meist migrantischer Herkunft“ sexuell ausbeuten, stammt aus einem vom Fragesteller zitierten Zeitungsbericht der „Welt“ vom 30. Mai 2026 über Nürnberg und wird vom Senat nicht bestätigt; der Senat erklärt ausdrücklich, keine entsprechenden Erkenntnisse für Berlin zu haben.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26461, Wahlperiode 19, eingereicht 2. Juni 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.