📄 Zustand und Überdachung des S-Bahnhofes Springpfuhl
📋 Worum geht es?
Die Anfrage betrifft den S-Bahnhof Springpfuhl, dessen Bahnsteigüberdachung teilweise fehlt oder nicht mehr funktionsfähig ist. Laut Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt ist das bestehende Bahnsteigdach baufällig, kann nicht mehr saniert werden und muss komplett zurückgebaut werden. Geplant ist ein Ersatzneubau im Rahmen des 'Bahnhofsmodernisierungsprogramms Berlin'.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Fahrgäste des S-Bahnhofs Springpfuhl, die beim Warten oder Umsteigen auf dem Bahnsteig nur noch eingeschränkten Witterungsschutz haben. Zuständig sind die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie die DB InfraGO AG.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: ob der Senat über die fehlende Bahnsteigüberdachung informiert ist und seit wann (Fragen 1-2); welche Maßnahmen bislang zur Schadensbegrenzung ergriffen wurden (Frage 3); ob Sanierungs- oder Modernisierungspläne vorliegen (Frage 4); welche konkreten Maßnahmen hinsichtlich Überdachung, Entwässerung, Bahnsteig-, Treppen- und Aufzugsanlagen vorgesehen sind (Frage 5); wann diese beginnen und enden sollen (Frage 6); welche Kosten veranschlagt sind und wer sie trägt (Frage 7); und welche kurzfristigen Maßnahmen gegen eindringendes Regenwasser geplant sind (Frage 8).
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung antwortet: Seit Ende 2024 sind die Mängel bekannt. Im Frühjahr 2025 fand eine Ortsbegehung mit der DB InfraGO AG statt, bei der festgestellt wurde, dass das Bahnsteigdach baufällig ist und komplett zurückgebaut werden muss; Teile wurden bereits zurückgebaut, um die Lasten an den Dachstützen zu minimieren. Laut DB InfraGO AG bietet das verbleibende 'Restdach' derzeit einen nach den geltenden Richtlinien ausreichenden Witterungsschutz; geprüft werden temporäre Wetterschutzhäuser, deren Umsetzung laut DB AG wegen begrenzter Platzverhältnisse und baulicher/betrieblicher/sicherheitsrelevanter Anforderungen herausfordernd sei. Die Modernisierung ist Teil des 'Bahnhofsmodernisierungsprogramms Berlin', das auf einer Rahmenvereinbarung von Ende 2021 zwischen Land Berlin und DB Station&Service AG (heute DB InfraGO AG) beruht. Geplante Maßnahmen umfassen laut DB AG: Ersatzneubau des Bahnsteigdaches, neue Überdachungen an den Zugangsgebäuden, Erneuerung der Entwässerungsleitungen und Kabelschächte, Erneuerung des Bahnsteigbelags, ein Gutachten zur Bahnsteigkante, Erneuerung der 50-Hz-Stromversorgung, Verbreiterung des südlichen Zugangs sowie Prüfung von Aufzügen für Barrierefreiheit. Anfang Juni 2026 wurde der Finanzierungsvertrag für die Planungsleistungen (Leistungsphasen 1-4 HOAI) geschlossen; dieser Planungs-, Genehmigungs- und Prüfungszeitraum wird laut Senat voraussichtlich bis 2033 dauern. Ein konkreter Fertigstellungstermin für die bauliche Umsetzung kann laut DB AG noch nicht genannt werden. Für die Planungsleistungen werden Kosten von rund 1,641 Mio. EUR veranschlagt, davon trägt das Land Berlin rund 0,407 Mio. EUR und die DB InfraGO AG rund 1,234 Mio. EUR einschließlich Eigenleistungen. Kosten der baulichen Umsetzung können laut Senat erst im weiteren Planungsverlauf ermittelt werden.
⚡ Einordnung
Eingereicht wurde die Anfrage vom Abgeordneten Danny Freymark (CDU) am 24.06.2026; die Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt liegt vom 09.07.2026 vor. Die Antwort beruht teilweise auf einer Stellungnahme der Deutschen Bahn AG bzw. DB InfraGO AG, die im Text entsprechend gekennzeichnet ist. Genannte Zahlen/Fristen: Mängel seit Ende 2024 bekannt; Ortsbegehung Frühjahr 2025; Rahmenvereinbarung Ende 2021; Finanzierungsvertrag für Planungsleistungen Anfang Juni 2026 geschlossen; Planungs-, Genehmigungs- und Prüfungszeitraum voraussichtlich bis 2033; Planungskosten rund 1,641 Mio. EUR (Land Berlin: ca. 0,407 Mio. EUR, DB InfraGO AG: ca. 1,234 Mio. EUR). Die Einschätzung, dass das 'Restdach' ausreichenden Witterungsschutz biete, sowie die Einschätzung zur Herausforderung temporärer Wetterschutzhäuser werden ausdrücklich als Aussage der DB InfraGO AG bzw. DB AG wiedergegeben.