Zurück zur Übersicht
BerlinSchriftliche AnfrageCDU

📄 Trinkbrunnen und Refill Berlin – Status Quo der öffentlichen Wasserversorgung

19. Juli 2026Dokument 19/26485 · WP 19Berlin
Lisa Knack
TrinkbrunnenTrinkwasserqualitätBarrierefreiheitVandalismusRefill-Stationen
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage behandelt den aktuellen Stand der öffentlichen Trinkwasserversorgung in Berlin über Trinkbrunnen der Berliner Wasserbetriebe (BWB) und die Initiative Refill Berlin des Vereins „a tip: tap e.V.“. Themen sind Betriebszustand, Barrierefreiheit, Finanzierung, Wasserqualitätskontrolle sowie die Auswirkungen von Extremwetter auf die Versorgung.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind Nutzerinnen und Nutzer öffentlicher Trinkbrunnen und Refill-Stationen in allen zwölf Berliner Bezirken, die Berliner Wasserbetriebe, die Bezirksämter sowie der Verein „a tip: tap e.V.“.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragestellerin erfragt unter anderem: Anzahl und Kosten von Vandalismus-Schäden an Trinkbrunnen seit 2020; Anzahl in Betrieb befindlicher Trinkbrunnen je Bezirk; Anzahl barrierefreier Trinkbrunnen je Bezirk; Pläne für neue Trinkbrunnen 2026 und Folgejahre; Rolle der Bezirksämter bei Standortentscheidungen; Haushaltsmittel sowie Bau- und Betriebskosten; Kontrolle der Wasserqualität; institutionelles Verhältnis zu „a tip: tap e.V.“ und Refill Berlin; Anzahl aktiver Refill-Stationen je Bezirk; Förderung und Qualitätsstandards des Refill-Programms; Bewertung der Gesamtversorgungslage; Existenz einer gesamtstädtischen Strategie; Auswirkungen von Extremwetter auf die Versorgung.

🔎 Was wurde geantwortet?

Laut Antwort des Senats bzw. der BWB: Von berlinweit 257 Trinkbrunnen (Stand 03.07.2026) sind 18 außer Betrieb, Gründe sind Vandalismus, technische Defekte, Rohrschäden oder Befall durch den Eichenprozessionsspinner; detaillierte Kosten nach Jahr und Bezirk liegen nicht vor. Barrierefreie Trinkbrunnen variieren stark je Bezirk (0 in Marzahn/Hellersdorf bis 8 in Mitte). Für 2026 und Folgejahre sind seitens des Senats keine neuen Trinkbrunnen geplant. Bezirksämter wählen Standorte grundsätzlich selbst, die BWB prüfen die wirtschaftlichste Erschließung. Das Land Berlin stellt im Doppelhaushalt 2026/2027 bisher keine Haushaltsmittel für Trinkbrunnen bereit; laut BWB kostet die Errichtung durchschnittlich 18.000-20.000 €, der jährliche Betrieb 3.500-4.000 € pro Brunnen (ohne Vandalismus). Die Wasserqualität wird nach DVGW-Arbeitsblatt W274 geprüft, bei Grenzwertüberschreitung wird der Brunnen gesperrt und das Gesundheitsamt informiert; Analyseergebnisse werden nicht veröffentlicht. Es besteht kein institutionelles Verhältnis zwischen dem Land Berlin und „a tip: tap e.V.“, nur punktuelle Kooperationen im Rahmen von Blue Community Berlin; zu Refill-Stationen liegen dem Land keine eigenen Daten vor, da kein Datenaustausch besteht. Es gibt keine Förderung des Refill-Programms durch das Land Berlin. Nach Kenntnis des Senats unterliegen Refill-Stationen über ihre Trinkwasseranschlüsse den Vorschriften der Trinkwassergesetzgebung. Der Senat bewertet die Gesamtversorgungslage mit kostenfreiem Trinkwasser als gut; eine koordinierte gesamtstädtische Strategie gibt es nicht. Extremwetterereignisse hatten laut Senat bisher keine direkte Auswirkung auf die Versorgungslage; die BWB nennen als grundsätzliche Risiken sinkendes Wasserdargebot, steigenden Bedarf, mögliche Qualitätsverschlechterung sowie Mischwasserüberläufe bei Starkregen und benennen Maßnahmen wie Reaktivierung von Wasserwerken, Brunnenerneuerungsprogramm und Ausbau der Klärwerke.

⚡ Einordnung

Eingereicht von der Abgeordneten Lisa Knack (CDU) am 25.06.2026; die Antwort des Senats liegt vor und datiert vom 10.07.2026 (Unterzeichnung durch Andreas Kraus, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, in Vertretung). Mehrere Antworten beruhen auf Stellungnahmen der Berliner Wasserbetriebe (BWB), die im Text entsprechend gekennzeichnet sind. Der Senat gibt an, zu Frage 1 (Kosten nach Jahr/Bezirk) und Frage 9 (Anzahl Refill-Stationen je Bezirk) keine Daten vorlegen zu können bzw. keinen Datenzugang zu haben.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26485, Wahlperiode 19, eingereicht 25. Juni 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.