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BerlinSchriftliche AnfrageBündnis 90/Die Grünen

📄 L'Aiglon statt Alte Münze – Bekommt Berlin noch ein House of Jazz?

14. Juli 2026Dokument 19/26487 · WP 19Berlin
Daniela Billig
House of JazzMachbarkeitsstudieKulturförderungImmobilienentwicklungBetreiberkonzept
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage betrifft den Planungsstand für ein geplantes 'House of Jazz - Zentrum für improvisierte Musik' in Berlin, das nun im Gebäude L'Aiglon statt in der ursprünglich vorgesehenen Alten Münze entstehen soll. Die Fragestellerin erkundigt sich nach Zeitplan, Finanzierung und organisatorischen Vorbereitungen für das Projekt.

👥 Wer ist betroffen?

Die Kultur- und Jazzszene Berlins, insbesondere die Projektgruppe aus IG Jazz, Deutsche Jazzunion und Till Brönner, sowie die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SenKultGZ) und die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragestellerin fragt, ob und wann eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben wird, wer die Planungen bis Leistungsphase 4 erstellt, welche Vorbereitungen bereits getroffen wurden, wer das Nutzungs- und Betreiberkonzept erstellt, wie die Finanzierung erfolgen soll, welche baulichen Vorgaben für das Gebäude L'Aiglon gemacht werden, wie die konsumtiven Kosten strukturell abgesichert werden sollen, was mit der Verlängerung des KulturInvest-Verfügungszeitraums geschieht, ob die Kategorisierung des L'Aiglon im SODA geändert werden kann und ob bereits Präferenzen für ein Betreibermodell bestehen.

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Landesregierung antwortet, dass SenKultGZ noch 2026 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben will; die BIM soll den Auftrag dafür sowie für die Leistungsphasen 1-4 vergeben, die Fertigstellung der Studie wird für Herbst 2026 avisiert. Die Projektgruppe (IG Jazz, Deutsche Jazzunion, Till Brönner) hat bereits einen Input zu Raumbedarfen, Residenzen, Proberäumen und Betreibermodellen geliefert und soll maßgeblich das Nutzungs- und Betreiberkonzept erstellen, das aus Mitteln des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) finanziert werden kann. Der SenKultGZ sind keine baulichen Vorgaben für das Gebäude bekannt. Beim Bund seien für ein House of Jazz 13,2 Mio. Euro bis zum 31.12.2026 reserviert, eine haushälterische Umwidmung auf den neuen Standort sei laut BKM erfolgt; da Machbarkeitsstudie und Planung der Leistungsphasen 1-4 bis zu diesem Datum zeitlich nicht vorgelegt werden können, seien SenKultGZ und Projektgruppe mit Abgeordneten im Gespräch über eine Verlängerung der Mittelverfügbarkeit. Die Kategorisierung des Standorts Kurt-Schumacher-Damm 123 und 127 im SODA (laut roter Nummer 2757) als 'Kulturelle Nutzung durch geeignete private Akteure auf eigenwirtschaftlicher Basis' soll nach Abschluss der Machbarkeitsstudie überprüft werden. Aktuell lägen keine festgelegten Präferenzen für ein Betreibermodell vor.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eingereicht, eine Antwort der Landesregierung (Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, in Vertretung Alexander Straßmeir) liegt vor. Die Landesregierung nennt eine Bundesförderung von 13,2 Mio. Euro mit Verfügungszeitraum bis 31.12.2026, beschlossen im parlamentarischen Verfahren zum Bundeshaushalt 2021 für das Vorhaben 'Alte Münze Berlin/House of Jazz'. Es wird auf die rote Nummer 2757 (Bericht an den Hauptausschuss) verwiesen. Die Fertigstellung der Machbarkeitsstudie wird für Herbst 2026 angegeben.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26487, Wahlperiode 19, eingereicht 25. Juni 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.