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BerlinSchriftliche AnfrageBündnis 90/Die Grünen

📄 Stadtteilzentren und Nachbarschaftseinrichtungen in Berlin: Stand der Umsetzung, Neubauten und weiterer Ausbaubedarf

9. Juli 2026Dokument 19/26496 · WP 19Berlin
Susanna Kahlefeld, Ario Ebrahimpour Mirzaie
StadtteilzentrenNachbarschaftseinrichtungensoziale InfrastrukturSanierungNeubau
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage betrifft die zwölf im Abschlussbericht zu Drucksache 19/2419 genannten neuen Stadtteilzentren sowie das Vorhaben, bis 2029 mindestens 15 neue Nachbarschaftseinrichtungen zu schaffen oder bestehende Angebote zu ergänzen. Die Fragesteller wollten wissen, wie weit die Umsetzung fortgeschritten ist, ob Neubauten erfolgt sind und wo weiterer Ausbaubedarf besteht.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind die zwölf Berliner Bezirke mit ihren Stadtteilzentren und Nachbarschaftstreffpunkten, die dort tätigen Träger der Stadtteilarbeit sowie die Bürgerinnen und Bürger, die diese Einrichtungen als Begegnungs-, Beratungs- und Unterstützungsorte nutzen.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller wollten wissen: 1) Ob alle zwölf Stadtteilzentren vollständig in Betrieb sind oder sich noch im Aufbau, in Sanierung bzw. Umzugsplanung befinden, mit Angabe des jeweiligen Zeitplans. 2) Ob im Zusammenhang mit den zwölf Zentren Neubauten erfolgt sind, an welchen Standorten, ob sie abgeschlossen sind und was etwaige Verzögerungen verursacht hat. 3) Wie der Umsetzungsstand bei den mindestens 15 geplanten neuen Nachbarschaftseinrichtungen bzw. Angebotsergänzungen bis 2029 ist, aufgeschlüsselt nach Bezirk und Standort. 4) Ob bei diesen Vorhaben Neubauten vorgesehen sind, an welchen Standorten und in welchem Planungsstand. 5) In welchen Fällen bestehende Einrichtungen erweitert, umgenutzt oder ergänzt werden sollen statt Neubauten zu errichten. 6) Wie der Senat die Bedeutung von Stadtteilzentren und Nachbarschaftseinrichtungen für sozialen Zusammenhalt, Teilhabe und Integration bewertet. 7) Ob der Senat die bestehende und geplante Infrastruktur als bedarfsgerecht einschätzt und ob er weiteren Ausbaubedarf sieht.

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Landesregierung antwortet, dass inzwischen alle zwölf im Bericht genannten Stadtteilzentren vollständig in Betrieb sind, überwiegend in bestehenden Gebäuden; Neubauten seien dafür nicht erforderlich gewesen. Einzelne Standorte befinden sich noch in Umzugsplanung (z.B. geplanter Umzug des Stadtteilzentrums Friedrichsfelde in die KULTSchule Lichtenberg, verschoben auf das 3. Quartal 2026 wegen Bauverzögerung) oder es werden weitere Sanierungs- bzw. Ausbaumaßnahmen geprüft (u.a. Ulme 35, Rudow, Gatow). Zu den mindestens 15 geplanten Nachbarschaftseinrichtungen listet die Antwort zahlreiche Standorte in mehreren Bezirken auf, von denen viele bereits (teils an Übergangsstandorten) in Betrieb sind und über das EFRE-Programm Stadtteilzentren III (befristet bis 2029) gefördert werden. Konkrete Neubauten sind in Planung bzw. im Bau unter anderem in Reinickendorf (Auguste-Viktoria-Allee, Bauphase ca. 2026-2028; Pankower Allee, ca. 2026-2027), Spandau (Brunsbütteler Damm, ca. 2027-2028; Westerwaldstraße, ca. 2027-2029), Steglitz-Zehlendorf (Gemeindezentrum Celsiusstraße, ca. 2026-2027) und Treptow-Köpenick (Stadtteilzentrum Altglienicke im Kosmosviertel, ca. 2026-2028). Der Senat führt aus, dass grundsätzlich landeseigene Immobilien bzw. Mietobjekte genutzt werden und Neubauplanungen auf der landesweiten Strategie für Integrierte Infrastrukturplanung basieren. Der Senat bewertet Stadtteilzentren und Nachbarschaftseinrichtungen als Bestandteil der zuwendungsfinanzierten sozialen Infrastruktur mit hoher Bedeutung für gesellschaftlichen Zusammenhalt, Teilhabe und Integration und verweist auf eine am 05.03.2024 beschlossene Senatsvorlage zur Weiterentwicklung der sozialen Infrastruktur der Stadtteilarbeit.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von den Grünen-Abgeordneten Dr. Susanna Kahlefeld und Ario Ebrahimpour Mirzaie eingereicht; es liegt eine vollständige Antwort des Senats vor (datiert 2. Juli 2026). Die Antwort bezieht sich auf den Abschlussbericht Drucksache 19/2419 zu den zwölf Stadtteilzentren und auf eine Senatsvorlage vom 05.03.2024 zur Weiterentwicklung der sozialen Infrastruktur der Stadtteilarbeit. Genannt werden das Infrastrukturförderprogramm Stadtteilzentren (IFP STZ), das Landesprogramm Mobile Stadtteilarbeit sowie das EFRE-Programm Stadtteilzentren III, das bis 2029 befristet ist. Konkrete Bauphasen für Neubauten werden mit Zeiträumen zwischen 2026 und 2029 angegeben.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26496, Wahlperiode 19, eingereicht 10. Juni 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.