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BerlinSchriftliche AnfrageBündnis 90/Die Grünen

📄 Ein Jahr 11. Pflichtschuljahr – Sprungbrett oder Warteschleife?

26. Juli 2026Dokument 19/26540 · WP 19Berlin
Klara Schedlich
11. PflichtschuljahrBerufsvorbereitungIBA-PraxisBerufliche AusbildungSchulpflicht
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit dem ersten Durchgang des 11. Pflichtschuljahres im Schuljahr 2025/2026 in Berlin, einer Regelung, die Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz oder weiterführende Schulanschluss eine zusätzliche Schulpflicht in der Sekundarstufe II auferlegt. Die Fragestellerin erkundigt sich nach Teilnehmerzahlen, Platzkapazitäten, Übergängen in Ausbildung und Beruf sowie den eingesetzten Ressourcen. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie antwortet mit konkreten Zahlen zu Zuweisungen, Kapazitäten und Zwischenständen aus internen Abfragen.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind schulpflichtige Jugendliche in Berlin ohne anderweitigen Schulabschluss-Anschluss, die beteiligten Oberstufenzentren (OSZ) und Ankerschulen, die Jugendberufsagentur (JBA) Berlin sowie die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragestellerin erfragt unter anderem: Wie viele Jugendliche wurden dem 11. Pflichtschuljahr zugewiesen und wie verteilen sie sich auf die Angebote (IBA-Praxis, BAM)? Wie hoch war die Platzauslastung? Wie viele haben tatsächlich teilgenommen? Wie verteilen sich Teilnehmende der IBA-Praxis auf die Ankerschulen? Welche Daten wurden an die OSZ übermittelt und wie bewertet der Senat deren Qualität? Wie viele Praktikums- und Ausbildungsplätze wurden vermittelt? Wie stellt sich der Verbleib der Jugendlichen zum Schuljahresende dar? Welche Ressourcen wurden eingesetzt und welche Evaluationen bzw. Änderungen sind für 2026/2027 geplant?

🔎 Was wurde geantwortet?

Laut Antwort der Senatsverwaltung wurden zum Schuljahr 2025/2026 insgesamt 21.023 Jugendliche einem Anschluss zugewiesen, davon 742 IBA-Praxis, 3.125 IBA-Klassik, 932 duale Ausbildung und 10.293 Gymnasium SEK II. Für IBA-Praxis standen 900 Plätze zur Verfügung, belegt waren laut Lehrkräftebedarfsfeststellung zum 1. November 2025 742 Plätze; insgesamt waren 28.772 Plätze an beruflichen Schulen und OSZ eingerichtet. Für das BAM lagen 253 Anmeldungen vor, die LBF weist 185 Schülerinnen und Schüler aus. Laut einer internen Abfrage vom Mai 2026 hatten ca. 50 Prozent der anwesenden IBA-Praxis-Jugendlichen ein Praktikum absolviert, ca. 30 Prozent mehrere; für 89 Schülerinnen und Schüler aus IBA-Praxis war zu diesem Zeitpunkt bereits ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen, ca. 90 wechselten in andere Bildungsgänge. Laut dieser Abfrage wünschten ca. ein Drittel der IBA-Praxis-Teilnehmenden eine duale Ausbildung, je ca. 10 Prozent eine vollschulische Ausbildung oder eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme, ca. 5 Prozent eine Beschäftigung. Zur Personalausstattung wurden in IBA-Praxis 16 Vollzeitäquivalente (VZÄ) und in IBA-Klassik 73 VZÄ als Bildungsbegleitungen eingesetzt; IBA-Praxis-Bildungsbegleitungen werden zu 100 Prozent über ESF+-Mittel finanziert. Zu Praktikumsplatzangeboten, zur Zahl der Übergänge direkt aus Praktika in Ausbildung sowie zu vollständigen Verbleibsdaten liegen laut Senat noch keine Daten vor; eine belastbare Datenlage wird erst mit der Oktoberstatistik 2026 erwartet. Für das Schuljahr 2026/2027 sind laut Senat keine Änderungen an Konzeption, Organisation oder Umsetzung vorgesehen.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (Abgeordnete Klara Schedlich) eingereicht; die Antwort der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie liegt vor (datiert 20. Juli 2026). Der Senat verweist auf frühere Drucksachen Nr. 19/24575, 19/22881 und erneut 19/24575 zur Beantwortung einzelner Fragen. Zu mehreren Fragen (Praktikumsplatzangebote, direkte Übergänge aus Praktika, vollständige Verbleibsdaten, Rückmeldungen der OSZ für 2025/2026) gibt der Senat an, dass keine bzw. noch keine Daten vorliegen; eine belastbare Datengrundlage wird laut Senat erst mit der Oktoberstatistik 2026 und der Absolventen- und Abgängerstatistik erwartet.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26540, Wahlperiode 19, eingereicht 30. Juni 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.