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BerlinSchriftliche AnfrageAfD

📄 Polnischunterricht an Berliner Schulen

23. Juli 2026Dokument 19/26552 · WP 19Berlin
Tommy Tabor
PolnischunterrichtFremdsprachenunterrichtHerkunftsspracheSchulentwicklungdeutsch-polnische Beziehungen
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit dem Polnischunterricht an Berliner Schulen: wie viele Menschen mit polnischer Staatsangehörigkeit oder Migrationshintergrund in Berlin leben, wie viele Schüler Polnisch lernen und an welchen Schulen es als erste, zweite oder weitere Fremdsprache, als Wahlpflicht- oder Prüfungsfach sowie im herkunftssprachlichen Unterricht angeboten wird. Zudem geht es um Ausbaupläne des Senats und die Bedeutung der polnischen Sprache für Berlin.

👥 Wer ist betroffen?

Berliner Schülerinnen und Schüler, Schulen aller Schularten, Lehrkräfte für Polnisch, Einwohnerinnen und Einwohner mit polnischer Staatsangehörigkeit oder polnischem Migrationshintergrund sowie die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Der Fragesteller möchte wissen: Wie viele Personen mit polnischer Staatsangehörigkeit bzw. Migrationshintergrund leben in Berlin (nach Bezirk und Alter)? Wie viele Schüler mit polnischem Hintergrund gibt es? An welchen Schulen wird Polnisch als erste, zweite oder weitere Fremdsprache, Wahlpflicht- oder Prüfungsfach sowie herkunftssprachlich unterrichtet, mit welchen Teilnehmerzahlen und Lehrkräften? Welche Ausbaupläne bestehen, bzw. falls keine, warum nicht? Wie bewertet der Senat den Nutzen polnischer Sprachkenntnisse auch für Schüler ohne polnischen Familienhintergrund? Welche Nachfrage gibt es, und welche Voraussetzungen wären für einen Ausbau nötig? Sieht der Senat Handlungsbedarf, Polnisch stärker zu fördern?

🔎 Was wurde geantwortet?

Der Senat antwortet, dass für Polnisch als erste Fremdsprache aktuell 25 Lehrkräfte zur Verfügung stehen. Zusätzlich wird Erstsprachenunterricht Polnisch an den Schulen 04G11 und 08G18 für insgesamt 19 Schülerinnen und Schüler erteilt. An sechs Berliner Schulen wurde Polnisch zuletzt als Abitur-Prüfungsfach (Grund- und Leistungskurs) gewählt. Im Schuljahr 2024/2025 gab es 17 Schulaustauschprojekte und 2024/2025 zusätzlich 11 Erasmus+-Mobilitäten/Projekte mit Polen. Es gibt Rahmenlehrpläne für Polnisch für Jahrgangsstufen 1-10, für die Gymnasiale Oberstufe und einen sprachenübergreifenden Rahmenlehrplan für Erstsprachenunterricht. Der Senat erklärt, das Angebot nachfrageorientiert erweitern und ausbauen zu wollen, verweist auf den deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag von 1991 (Artikel 25) und auf das bilinguale Modell der Staatlichen Europa-Schule Berlin (SESB). Eine jährliche Bedarfsabfrage zum Erstsprachenunterricht erfolgt über die regionalen Schulaufsichten. Detailzahlen zu Einwohnern und Schülern mit polnischem Hintergrund sowie zu einzelnen Schulen liegen als Anlagen vor (u.a. Einwohnerzahlen nach Bezirk und Altersgruppe zum 31.12.2025).

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der AfD-Fraktion (Abgeordneter Tommy Tabor) am 2. Juli 2026 eingereicht; die Antwort der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie liegt vor (Datum 16. Juli 2026, unterzeichnet durch Dr. Torsten Kühne). Der Senat verweist auf den deutsch-polnischen Vertrag über gute Nachbarschaft vom 17.06.1991 (Artikel 25) sowie auf § 75 des Schulgesetzes des Landes Berlin (SchulG) zur schulischen Eigenverantwortung. Genannte Zahlen: 25 Lehrkräfte für Polnisch als erste Fremdsprache, 19 Schüler im Erstsprachenunterricht an zwei namentlich genannten Schulen, sechs Schulen mit Polnisch als Abiturprüfungsfach, 17 Schulaustauschprojekte und 11 Erasmus+-Projekte mit Polen 2024/2025. Umfassende Angaben zu Schülern mit polnischem Migrationshintergrund oder Familiensprache liegen laut Senat derzeit nicht vor, nur zur Staatsangehörigkeit.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26552, Wahlperiode 19, eingereicht 2. Juli 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.