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BerlinSchriftliche AnfrageBündnis 90/Die Grünen

📄 Nachfrage zu: Tempo für die Tram - Beschleunigung von Straßenbahnen

27. Juli 2026Dokument 19/26555 · WP 19Berlin
Oda Hassepaß
StraßenbahnReisegeschwindigkeitPünktlichkeitLichtsignalanlagenÖPNV-Beschleunigung
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage knüpft an eine frühere Anfrage (S19-24945) an und befasst sich mit der Geschwindigkeit, Pünktlichkeit und Betriebsqualität der Berliner Straßenbahnlinien. Die Fragestellerin thematisiert, dass Trams laut ihrer Einschätzung an bestimmten Streckenabschnitten langsamer werden und unnötig lange an Ampeln (Lichtsignalanlagen) stehen.

👥 Wer ist betroffen?

Fahrgäste der Berliner Straßenbahnlinien, die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Konkret genannte Streckenabschnitte betreffen unter anderem die Invalidenstraße, die Bahnhofstraße vor S-Köpenick, den Bereich Eberswalder Straße/Danziger Straße sowie Traberweg-Marksburgstraße.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragestellerin möchte wissen: 1) wie sich Reisegeschwindigkeit, Fahrzeiten und Personal-/Fahrzeugbedarf je Tramlinie 2021–2025 entwickelt haben; 2) wie die einzelnen Tramlinien streckenmäßig geführt werden (besonderer Bahnkörper, Sonderfahrstreifen, Mischverkehr) und ob bei fehlenden Daten eine entsprechende Datenbasis aufgebaut werden soll; 3) welche Fortschritte es bei zuvor benannten Optimierungsvorschlägen für Abschnitte mit hohen Verlustzeiten gab; 4) in welchen weiteren Abschnitten Behinderungen durch Rückstau oder abbiegende Kfz verringert werden sollen und wann; 5) welche Fortschritte es an Knotenpunkten mit besonderer Beeinträchtigung gab.

🔎 Was wurde geantwortet?

Laut Antwort der BVG haben sich die Durchschnittsgeschwindigkeiten im Straßenbahnnetz insgesamt eher verlangsamt, u.a. wegen Bauprojekten, mehr Langsamfahrstellen, neuen Begegnungsverboten und Lichtsignalanlagen mit Festzeitschaltung sowie Betriebsvorkommnissen, Veranstaltungen und Streiks. Konkrete Werte: Linie 18 fiel von 21,6 km/h (2021) auf 19,4 km/h (2025), Linie M13 von 18,3 auf 17,1 km/h. Die Pünktlichkeit variiert stark, z.B. Linie M8 sank von 87,38% (2021) auf 77,16% (2025*), während Linie 63 von 92,36% auf 96,41% stieg. Zur Streckenführung nennt die BVG den Anteil besonderer Bahnkörper je Linie in km (Stand 2020), z.B. Linie 27 mit 12,4 km, Linie M6 mit 14,0 km. Eine Aktualisierung des Infrastrukturkatasters inklusive Erfassung von Sonderfahrstreifen ist laut BVG vorgesehen. Zu einzelnen Problemabschnitten: Am S-Bahnhof Karlshorst (M17, 27, 37) habe eine verkehrsabhängige Steuerung ab Q1 2026 Verbesserungen gebracht, sei aber wegen einer technischen Störung zeitweise wieder im Festzeitbetrieb gelaufen. In der Invalidenstraße (M5, M8, M10) kommt es laut BVG bei Sperrungen der Straße des 17. Juni oder des Tiergartentunnels zu Verspätungen von über 30 Minuten; eine „Task Force Invalidenstraße“ habe ein Konzept erarbeitet, das derzeit simuliert werde. An der Bahnhofstraße vor S-Köpenick (27, 60, 61, 67) beträgt die Verlustzeit laut BVG 8 Minuten (Juni 2026); eine dauerhafte Entlastung durch Umfahrung werde laut BVG voraussichtlich erst ab 2030 erwartet. Für Frankfurter Allee/Gürtelstraße und Warschauer Straße ist laut Senatsantwort eine Umsetzung von Maßnahmen 2026 vorgesehen. Am Frankfurter Tor sei die Abbiegeregelung geändert und die Steuerung zugunsten der Straßenbahn angepasst worden.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der Abgeordneten Oda Hassepaß (Bündnis 90/Die Grünen) eingereicht. Die Antwort des Senats liegt vor und wurde von Staatssekretär Arne Herz (in Vertretung) für die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt unterzeichnet; Teile der Antwort geben laut Senat eine Stellungnahme der BVG wieder. Die Anfrage verweist auf die frühere Drucksache S19-24945. Die Senatsverwaltung weist darauf hin, dass die Pünktlichkeitsbewertung ab 2025 wegen einer Anpassung des Verkehrsvertrags (Bewertungsgrenze für verfrühte Abfahrten von 91 auf 61 Sekunden geändert) nur bedingt mit Vorjahren vergleichbar ist. Die Daten zu besonderen Bahnkörpern stammen laut BVG vom Stand 2020.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26555, Wahlperiode 19, eingereicht 1. Juli 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.