Zurück zur Übersicht
BerlinSchriftliche AnfrageDie Linke

📄 Bauvorhaben Weißenseer Weg 51–53 / Ecke Konrad-Wolf-Straße (ehem. Sporthotel Hohenschönhausen)

22. Juli 2026Dokument 19/26561 · WP 19Berlin
Claudia Engelmann, Kristian Ronneburg
BebauungsplanWohnungsbauStädtebaulicher VertragSozialinfrastrukturStellplätze
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage betrifft die geplante Bebauung des Grundstücks Weißenseer Weg 51–53 / Ecke Konrad-Wolf-Straße in Berlin-Lichtenberg, auf dem früher das Sporthotel Hohenschönhausen stand. Grundlage ist das Bebauungsplanverfahren 11-9a des Bezirks Lichtenberg, das die Festsetzung eines urbanen Gebiets, einer öffentlichen Grünfläche mit Spielplatz und einer Quartiersgarage sowie großflächigen Einzelhandel vorsieht.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind Anwohner im Bezirk Lichtenberg, das Bezirksamt Lichtenberg, die private Grundstückseigentümerin (Entwicklerin) sowie künftige Nutzer von Wohnungen, Kita-/Schulplätzen und Infrastruktur im Plangebiet.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller erkundigen sich nach den konkreten Bebauungsplänen und deren Umfang, der Anzahl der Geschosse, dem Stand der Baugenehmigung, dem weiteren Verfahrensablauf und der voraussichtlichen Fertigstellung, der Anzahl der Wohneinheiten, möglichen Übernahmen durch eine städtische Wohnungsgesellschaft, dem Stand des B-Plan-Verfahrens, einem städtebaulichen Vertrag, der Schaffung von Kita-/Schul- und sonstiger sozialer Infrastruktur sowie deren Kostenbeteiligung, Maßnahmen zur ärztlichen Versorgung, dem Anteil sozialgeförderter Wohnungen, Parkplätzen und Fahrradstellplätzen, Gewerbeflächen sowie einem möglichen Gedenken an das ehemalige Sporthotel.

🔎 Was wurde geantwortet?

Der Bezirk Lichtenberg antwortet: Geplant ist eine Geschossfläche von ca. 71.200 m², mit 5 bis 7 Vollgeschossen und einem Punkthochhaus mit bis zu 16 Vollgeschossen im Kreuzungsbereich. Eine Baugenehmigung wurde bisher weder beantragt noch erteilt; derzeit läuft die Behördenbeteiligung nach § 4 Abs. 2 BauGB, eine konkrete Zeitschiene liegt nicht vor. Es sollen ca. 570 Wohneinheiten entstehen (Berliner Modell: 100 m² Geschossfläche = 1 Wohneinheit). Das Grundstück gehört einer privaten Entwicklerin; Aussagen zu künftigen Eigentumsverhältnissen sind nicht möglich. Nach dem Berliner Modell der kooperativen Bauleitplanung sind 30 % der Wohn-Geschossfläche für mietpreis- und belegungsgebundenen Wohnraum vorgesehen, gesichert über einen noch zu erarbeitenden städtebaulichen Vertrag. Ob und in welchem Umfang sich die Entwicklerin an Kita-/Schulplätzen beteiligt, wird im Zuge der Trägerbeteiligung geprüft. Geplant sind eine Quartiersgarage mit ca. 280–320 Stellplätzen sowie bis zu 50 oberirdische Stellplätze; Fahrradstellplätze sind gemäß Berliner Bauordnung verbindlich vorgesehen. Gewerbe-, soziale und kulturelle Nutzungen sollen maximal 20 % der Geschossfläche ausmachen. Der Bebauungsplan sieht den Rückbau des ehemaligen Sporthotels und Kongresszentrums vor; eine Erinnerung an die frühere Nutzung ist nicht Teil der Planung.

⚡ Einordnung

Eingereicht von Claudia Engelmann und Kristian Ronneburg (Die Linke) am 2. Juli 2026; die Antwort des Senats (in Vertretung Slotty, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen) datiert vom 14. Juli 2026 und beruht auf einer Stellungnahme des Bezirks Lichtenberg, da der Senat die Fragen nicht aus eigener Zuständigkeit beantworten kann. Grundlage ist das Bebauungsplanverfahren 11-9a.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26561, Wahlperiode 19, eingereicht 2. Juli 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.