📄 YAAM Young African Art Market
📋 Worum geht es?
Die Anfrage behandelt den Zustand der Uferbefestigung am Gelände des YAAM (Young African Art Market) an der Schillingbrücke in Berlin. Die Uferwand zur Spree ist einsturzgefährdet und wird derzeit durch ein Provisorium (Spundwand und Sandauffüllung) gesichert, während ein Teil des Geländes seit einigen Jahren nicht mehr genutzt werden darf.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind der Betreiber des YAAM-Geländes an der Schillingbrücke 3 in Berlin, das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg als Vermieter, die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Spree-Havel.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: Wie ist der aktuelle Stand der Sicherungsmaßnahmen? Ist die Spundwand sanierungsfähig oder muss sie neu gebaut werden? Liegt die Federführung weiterhin bei der Senatsverwaltung, Abteilung V? Wie erfolgt die Abstimmung mit Bundesbehörden? Ist die Maßnahme ausreichend finanziert und wie hoch sind die Kosten? Wer ist Auftragnehmer? Wie viele Quadratmeter entfallen während der Maßnahme? Werden die abgetrennten Flächen danach wieder nutzbar? Wie ist der Stand eines 30-jährigen Mietvertrags zwischen YAAM und dem Bezirk? Wann kann die mit der Spundwand statisch verbundene Halle saniert werden?
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung antwortet, dass die Uferbefestigung am rechten Spreeufer (km 19,3 bis 19,65) einsturzgefährdet ist und derzeit durch eine Spundwand mit Sandauffüllung gesichert wird; die Arbeiten im Bereich Stralauer Ufer sind Stand Juli 2026 abgeschlossen, der Rückbau der alten Uferwand im YAAM-Bereich steht noch aus. Eine Sanierung der alten Wand ist wegen fortgeschrittener Alterung nicht möglich, es ist ein Ersatzneubau in der alten Uferlinie nötig. Die Federführung liegt bei der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Abteilung V. Die Abstimmung erfolgt mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Spree-Havel. Die Sofortsicherung wird aus Landesmitteln (Kapitel 0740, Titel 72830) finanziert, der Neubau aus dem Sondervermögen des Bundes (Kapitel 2980, Titel 72830); die Kostenschätzung für den gesamten betroffenen Uferabschnitt (km 17,8 bis 22,0) liegt laut Senat bei rund 11 Mio. Euro. Auftragnehmer der Sofortsicherung ist die Firma Züblin Spezialtiefbau. Während der Maßnahme entfallen zeitweilig 1.200 m² Wasserfläche und geschätzt 2.000 m² Hallenfläche. Nach Abschluss der Sofortsicherung soll ein möglichst großer Teil der Halle und Freiflächen wieder zugänglich gemacht werden, abhängig vom baulichen Zustand. Zu einem 30-jährigen Mietvertrag zwischen YAAM und dem Bezirk liegt dem Senat ein Entwurf des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg zur Stellungnahme vor. Die Sanierung der Halle könnte laut Senat nach gegenwärtiger Einschätzung ab Ende 2026/Anfang 2027 beginnen, abhängig von der Prüfung der Rückbaukonzeption durch einen Prüfstatiker.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von Dr. Michael Efler (Die Linke) am 8. Juli 2026 eingereicht; die Antwort des Senats liegt vor und datiert vom 24. Juli 2026, unterzeichnet von Arne Herz für die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Die Landesregierung nennt eine Kostenschätzung von rund 11 Mio. Euro für den Neubau des Uferabschnitts zwischen Kilometer 17,8 und 22,0, finanziert aus Landesmitteln (Kapitel 0740, Titel 72830) für die Sofortsicherung und aus dem Sondervermögen des Bundes (Kapitel 2980, Titel 72830) für den Neubau. Als Auftragnehmer der Sofortsicherung wird die Firma Züblin Spezialtiefbau genannt. Ein möglicher Beginn der Hallensanierung wird vom Senat für Ende 2026/Anfang 2027 angegeben.