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BerlinSchriftliche Anfrage

📄 Das »Tennisgate« des Regierenden Bürgermeisters: Vom persönlichen Black-out zum politischen Knockout – Hat der Regierende Bürgermeister gelogen?

9. August 2026Dokument 19/26614 · WP 19Berlin
Dr. Alexander King
StromausfallKrisenmanagementKommunikationsverhaltenTagesablaufGlaubwürdigkeit
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Der Fragesteller thematisiert Widersprüche zwischen öffentlichen Aussagen des Regierenden Bürgermeisters und den bisherigen Antworten des Senats zu dessen Tagesablauf am 3. Januar 2026, dem Tag eines Stromausfalls im Berliner Südwesten. Es geht um die Frage, ob der Regierende Bürgermeister an diesem Vormittag tatsächlich Telefongespräche im Rahmen eines behaupteten Krisenmanagements geführt hat oder ob er stattdessen privat Tennis spielte. Der Fragesteller verweist dabei auf mehrere frühere Schriftliche Anfragen zum selben Thema.

👥 Wer ist betroffen?

Der Regierende Bürgermeister von Berlin und die Senatskanzlei als Antwortende; die Innensenatorin und die Wirtschaftssenatorin werden im Zusammenhang mit Telefonkontakten am 3. Januar 2026 genannt, ebenso die Parlamentspräsidentin des Abgeordnetenhauses im Zusammenhang mit einer möglichen Einbeziehung der Bundeswehr.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Der Fragesteller fragt unter anderem: Was war die Aussage des Regierenden Bürgermeisters vom 7. Januar über Telefongespräche ab 8:08 Uhr, wenn sie keine Lüge war? Warum wurde das Tennisspielen mit der Notwendigkeit begründet, den Kopf von Telefongesprächen freizubekommen, wenn laut bisherigen Antworten nur ein dreiminütiges Gespräch um 12:45 Uhr geführt wurde? Traf die Benachrichtigung per Messenger um 8:08 Uhr zu, weil der Regierende Bürgermeister telefonisch nicht erreichbar war? Wie viele der sechs Messenger-Nachrichten stammten vom Regierenden Bürgermeister selbst? Fand außer den sechs Nachrichten und einem weiteren Telefongespräch keine weitere Kommunikation statt? Was bedeutet der Begriff „informelle Bitte“ im Zusammenhang mit dem Kontakt zur Bundeswehr, und warum lief dieser Kontakt über die Parlamentspräsidentin statt über die Innensenatorin? Mit wem wurde das zweite, in der Abendschau erwähnte Telefongespräch geführt und wie lange dauerte es? Hat sich der Regierende Bürgermeister am 3. Januar 2026 von 8:00 bis 12:30 Uhr und von 14:30 bis 24:00 Uhr in seinem Haus aufgehalten? Sollte sich die Senatskanzlei für ihr Vorgehen in dieser Angelegenheit entschuldigen?

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Senatskanzlei antwortet, der Regierende Bürgermeister sei am 3. Januar 2026 telefonisch erreichbar gewesen. Der Nachrichtenaustausch mit der Innensenatorin bis 13:00 Uhr umfasste sechs Textnachrichten, von denen der Regierende Bürgermeister nach Angaben der Senatskanzlei zwei versendet habe. Auf die Frage, ob es außer diesem Austausch und einem weiteren Telefongespräch keine weitere Kommunikation gegeben habe, antwortet die Senatskanzlei mit „Nein“, ohne dies näher auszuführen. Der Regierende Bürgermeister habe am 3. Januar 2026 ein Telefonat mit der Parlamentspräsidentin Cornelia Seibeld geführt, in dem es auch um eine mögliche Einbeziehung der Bundeswehr ging; der Begriff „informelle Bitte“ wird erneut nicht erläutert. Ein zweites Telefonat habe mit der Senatskanzlei stattgefunden und einige Minuten gedauert. Der Regierende Bürgermeister habe sich am 3. Januar 2026 zu Hause in Berlin aufgehalten und von 13:00 bis 14:00 Uhr eine Stunde Tennis gespielt. Zur Frage einer Entschuldigung verweist die Senatskanzlei darauf, dass sich der Regierende Bürgermeister bereits mehrfach öffentlich und im Abgeordnetenhaus für Kommunikationsfehler im Zusammenhang mit dem Stromausfall entschuldigt habe.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde vom Abgeordneten Dr. Alexander King eingereicht; eine Fraktionszugehörigkeit wird im Dokument nicht genannt. Die Antwort liegt vor und wurde am 31. Juli 2026 von Florian Hauer in Vertretung des Regierenden Bürgermeisters unterzeichnet. Das Dokument verweist auf mehrere frühere Schriftliche Anfragen desselben Fragestellers (Drucksachen 19/26360, 19/26214, 19/26213, 19/26105). Konkrete Zahlenangaben der Senatskanzlei: sechs Textnachrichten im Austausch mit der Innensenatorin bis 13:00 Uhr, davon zwei vom Regierenden Bürgermeister; ein Telefongespräch mit der Wirtschaftssenatorin um 12:45 Uhr (laut früherer Antwort, hier wiederholt); ein zweites Telefonat mit der Senatskanzlei von „einigen Minuten“ Dauer; eine Stunde Tennis von 13:00 bis 14:00 Uhr.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26614, Wahlperiode 19, eingereicht 8. Juli 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.