📄 Deutschland-App und ihr Anschluss an die Berliner Verwaltung
📋 Worum geht es?
Die Anfrage betrifft die geplante Deutschland-App, die Bürgerinnen und Bürger mithilfe von KI beim Ausfüllen von Anträgen für öffentliche Dienstleistungen unterstützen soll. Es wird nach dem aktuellen Stand der Entwicklung und der Anbindung an bestehende Berliner Verwaltungsverfahren gefragt.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind die Berliner Verwaltung, insbesondere das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ), das Berliner Serviceportal sowie Bürgerinnen und Bürger als Nutzende der geplanten App.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: 1. Welche Informationen hat der Senat über die geplante Deutschland-App und ihre KI-gestützte Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen? 2. Welche Verwaltungsdienstleistungen aus dem Berliner Serviceportal verfügen bereits über die nötigen digitalen Schnittstellen, damit Anträge aus der Deutschland-App direkt in die zuständigen Fachverfahren eingespeist werden können? 3. Welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit im ITDZ betriebene Fachverfahren Anträge medienbruchfrei von der Deutschland-App übermittelt bekommen können?
🔎 Was wurde geantwortet?
Der Senat antwortet, dass die Deutschland-App als One-Stop-Shop für staatliche Leistungen angelegt ist, der auf bestehende Behördendienste zugreifen und Antrags-Oberflächen bündeln soll. Mittels KI sollen Eingabefelder von Antragsstrecken vorab semantisch erfasst werden, sodass Nutzende interaktiv mit einem KI-Assistenten statt direkt mit der Antragsstrecke interagieren; unterstützt werden sollen eine vereinfachte Formular-Ansicht, ein textbasierter Chatbot-Dialog sowie Spracherkennung. Laut Senat soll der Prototyp als Nächstes gemeinsam mit festgelegten Pilotkommunen und einer begrenzten Nutzerzahl praktisch getestet werden; ein fertiges Produkt liege noch nicht vor. Zur zweiten Frage antwortet der Senat, dass sich der Prototyp in agiler Entwicklung befindet und sich gerade in einem ersten Proof-of-Concept-Test befindet, weshalb eine Analyse der in Berlin genutzten Fachverfahren noch nicht möglich sei. Zur dritten Frage antwortet der Senat, dass aufgrund der Prototyp-Phase die technischen und organisatorischen Voraussetzungen noch nicht abschließend definiert seien und sich daher noch keine konkreten Ableitungen für im ITDZ betriebene Fachverfahren treffen ließen.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von Stefan Ziller (Bündnis 90/Die Grünen) eingereicht; eine Antwort des Senats liegt vor (datiert auf den 30. Juli 2026, unterzeichnet in Vertretung von Staatssekretär Florian Hauer). Der Senat nennt keine konkreten Zahlen, Fristen oder Kosten und listet keine Verwaltungsdienstleistungen mit vorhandenen digitalen Schnittstellen auf, da sich die Deutschland-App laut Senat noch in der Prototyp- bzw. agilen Entwicklungsphase mit erstem Proof of Concept befindet.