📄 Stefan Evers und das Tempelhofer Feld
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit einer Prüfung der Investitionsbank Berlin (IBB), die finanzwirtschaftliche und volkswirtschaftliche Auswirkungen einer möglichen Teilbebauung des Tempelhofer Felds untersucht hat. Grundlage war ein Konzept des Architekten Tobias Nöfer mit einem hohen Anteil an sozial gefördertem Wohnraum. Die Fragesteller wollten unter anderem wissen, wer die Untersuchung beauftragt hat, auf welcher rechtlichen Grundlage sie erfolgte und warum Kosten der Bodendekontamination laut Medienberichten nicht vollständig eingerechnet worden seien.
👥 Wer ist betroffen?
Die Investitionsbank Berlin (IBB), die Senatsverwaltung für Finanzen, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie der Architekt Tobias Nöfer und das Tempelhofer Feld als Fläche.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: Wann und durch wen wurde die IBB mit der Berechnung zur Finanzierbarkeit einer Bebauung von Teilen des Tempelhofer Feldes beauftragt bzw. wann startete die IBB proaktiv? Auf welcher rechtlichen Grundlage erfolgte eine Beauftragung oder Selbstbeauftragung? Warum wurden laut Medienberichten die Kosten der Bodendekontamination nicht vollständig einbezogen? Wann wurde der Prüfbericht fertiggestellt und wo ist er öffentlich einsehbar? Wie viele Arbeitsstunden und wie viel Personal wurden für die Erstellung aufgewendet, waren Externe beteiligt und erhielten diese ein Honorar? Wie hoch waren die Kosten der Berichterstellung und wer hat sie bezahlt? Wie positioniert sich die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen zu einer Aussage von Finanzsenator Stefan Evers vom 12.07.2026, wonach er lieber in Infrastruktur und Wohnungen am Rand des Tempelhofer Felds investiere?
🔎 Was wurde geantwortet?
Laut Antwort der Senatsverwaltung für Finanzen, die eine Stellungnahme der IBB wiedergibt, kam der Architekt Tobias Nöfer Anfang 2026 mit seinen Planungen auf die IBB zu; der Finanzsenator ließ sich die Ergebnisse Anfang Juni im Rahmen eines regelmäßigen Jour Fixe präsentieren und regte eine vertiefte Prüfung an. Eine Beauftragung durch die Senatsverwaltung für Finanzen habe es nicht gegeben. Für die Bodensanierung wurden laut IBB 186 Euro pro Quadratmeter angesetzt, was dem oberen Rand öffentlich zugänglicher Schätzungen entspreche; bezogen auf die Gesamtfläche von 482.931 qm seien 89.825.207 Euro in die Berechnung eingeflossen. Die wirtschaftliche und volkswirtschaftliche Einschätzung des Nöfer-Konzepts wurde im Juni 2026 abgeschlossen; eine Veröffentlichung der Analyse sei seitens der IBB nicht vorgesehen. Die Analyse sei im Rahmen der regulären fachlichen Tätigkeit ohne separate Projektorganisation oder zusätzliche Personalkapazitäten erstellt worden; externe Expertise außer dem Wissen des Architekten Nöfer sei nicht einbezogen worden, Honorare seien daher nicht angefallen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen erklärte, sie bewerte keine Aussage eines anderen Senatsmitglieds.
⚡ Einordnung
Eingereicht wurde die Anfrage von Dr. Michael Efler (Die Linke); eine Antwort der Senatsverwaltung für Finanzen vom 5. August 2026 liegt vor, die eine Stellungnahme der IBB enthält. Die Regierung nennt konkrete Zahlen: 186 Euro/qm für Bodensanierung, eine Gesamtfläche von 482.931 qm und daraus resultierend 89.825.207 Euro Sanierungskosten in der Berechnung. Die Prüfung wurde laut Antwort im Juni 2026 abgeschlossen; eine Veröffentlichung ist laut IBB nicht vorgesehen. Die Antwort verweist bei mehreren Fragen (2, 7, 8) auf die Beantwortung vorheriger Fragen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen äußert sich laut Antwort nicht zu einer Aussage von Finanzsenator Stefan Evers.