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BerlinSchriftliche AnfrageBündnis 90/Die Grünen

📄 Was ergab die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zur NVT Süd?

5. August 2026Dokument 19/26650 · WP 19Berlin
Antje Kapek
Nahverkehrstangente SüdS-BahnWirtschaftlichkeitsuntersuchungNutzen-Kosten-IndikatorGVFG-Förderung
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage betrifft die Nahverkehrstangente Süd (NVT Süd), ein geplantes neues S-Bahnangebot zwischen Birkenwerder und dem Flughafen BER im Abschnitt Springpfuhl bis Grünauer Kreuz. Im Februar 2024 fiel der Systementscheid für eine Ausführung als S-Bahn (Arbeitstitel „S95“). Die Anfrage bezieht sich auf die Ergebnisse der dazu durchgeführten Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU).

👥 Wer ist betroffen?

Fahrgäste und Anwohner entlang der geplanten Strecke zwischen Birkenwerder und Flughafen BER, insbesondere in den Bereichen Biesdorf Süd, Wuhlheide, Karlshorst, Köpenick und Grünau. Betroffen sind außerdem die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie im Rahmen von i2030 beteiligte Planungsstellen.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragestellerin fragt nach den in der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung geprüften Varianten, den detaillierten Ergebnissen, der Kostenschätzung (Planungs-, Investitions-, Bauunterhaltungs- und Betriebskosten), dem ermittelten Nutzen-Kosten-Verhältnis inklusive Aspekten wie Verkehrssicherheit, Gesundheit, Umweltfolgen und städtebaulichen Konsequenzen, den bisher entstandenen Planungskosten, den vom Senat gezogenen Konsequenzen, der Absicherung der Trassen gegenüber der Tangentialverbindung Ost, der Berücksichtigung des Vorrangs des Umweltverbunds nach dem Mobilitätsgesetz sowie dem weiteren Zeitplan für Planung, Bau und Inbetriebnahme.

🔎 Was wurde geantwortet?

Der Senat antwortet, dass zwei Varianten untersucht wurden: Variante 1 (Vollzug-Betrieb mit Schwächung auf Halbzug ab Bucher Straße) und Variante 2 (vollumfänglicher Halbzug-Betrieb). Nur Variante 2 erreicht einen Nutzen-Kosten-Indikator (NKI) über 1,0 und ist damit nach dem GVFG förderfähig: Der NKI liegt bei 1,32 ohne Risikozuschlag bzw. 1,02 mit dem üblichen 30-Prozent-Risikozuschlag. Die Maßnahme würde zu rund 7.000 zusätzlichen ÖV-Fahrten pro Werktag führen, davon ca. 5.900 vom MIV verlagert und ca. 1.100 induziert. Für die NKU sind Kosten in Höhe von 84.800,00 € (netto) angefallen. Geprüft wurden S-Bahnstationen in Biesdorf Süd, Wuhlheide, An der Wuhlheide und Dörpfeldstraße; die optionalen Stationen Biesdorfer Kreuz und Karlshorst Nord wurden nicht berücksichtigt, da ein Halt Biesdorfer Kreuz laut Senat die örtliche Erschließung nicht verbessern würde und zu Fahrplankonflikten auf der Linie S5 führen könnte. Der Senat führt aus, dass die Grundlagenermittlung (VASt und BASt) im Rahmen von i2030 fortgesetzt wird, für weitere Planungsschritte aber ein Senatsbeschluss sowie eine Finanzierungsabsicherung in den Doppelhaushalten 2028/29ff. erforderlich wären. Zu den Fragen 3, 7, 8 und 9 (Kostenschätzung im Detail, Trassensicherung gegenüber der Tangentialverbindung Ost, Vorrang des Umweltverbunds, Zeitplan) verweist der Senat auf die Antworten zur Schriftlichen Anfrage Nr. 19/25944 und auf die Antwort zu Frage 5 der dort behandelten Anfrage bezüglich bisheriger Planungskosten.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der Abgeordneten Antje Kapek (Bündnis 90/Die Grünen) am 14. Juli 2026 eingereicht; die Antwort des Senats liegt vor und datiert vom 28. Juli 2026, unterzeichnet in Vertretung von Arne Herz (Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt). Der Senat nennt konkrete Zahlen: NKI 1,32 (ohne Risikozuschlag) bzw. 1,02 (mit 30% Risikozuschlag) für Variante 2, Kosten der NKU von 84.800,00 € netto, und verweist mehrfach auf die frühere Schriftliche Anfrage Nr. 19/25944 sowie auf den Titel 0730/68235 im Kontext der i2030-Strukturen.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26650, Wahlperiode 19, eingereicht 14. Juli 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.