📄 Hitze, Eis, Sturm -ist die Berliner Straßenbahn für Extremwetter gerüstet?
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit der Widerstandsfähigkeit des Berliner Straßenbahnnetzes gegenüber Extremwetterereignissen wie Hitze, Eis und Sturm. Anlass sind ein Eisregenereignis im Januar 2026 in Berlin sowie jüngste hitzebedingte Betriebsstörungen im Straßenbahnnetz Leipzigs.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Fahrgäste und Nutzer des Berliner Straßenbahnnetzes, die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: welche extremen Wetterereignisse in den letzten fünf Jahren zu Einschränkungen des Straßenbahnbetriebs geführt haben (nach Jahr, Ursache, betroffenen Linien, Dauer und Maßnahmen); welche technischen oder betrieblichen Schwachstellen bei Extremwetterlagen bekannt sind; wie der Senat die Widerstandsfähigkeit des Berliner Netzes angesichts der Störungen in Leipzig bewertet; welche Investitionen in die Wetterfestigkeit in den letzten fünf Jahren getätigt wurden und bis 2030 geplant sind samt Kosten; ob wetterbedingte Störungen systematisch erfasst und ausgewertet werden; und ob der Senat Anlass sieht, bestehende Vorsorge-, Betriebs- oder Instandhaltungskonzepte zu überprüfen.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die BVG teilt mit, dass Einschränkungen nicht gesondert nach dem Kriterium 'extreme Wetterereignisse' statistisch erfasst werden, sondern im Rahmen der allgemeinen Störungsdokumentation. Im Januar 2026 habe ein außergewöhnliches Eisregenereignis zur flächendeckenden Vereisung von Oberleitungen und Gleisanlagen geführt, sodass der Straßenbahnbetrieb zeitweise vollständig eingestellt und ein Schienenersatzverkehr organisiert werden musste. Die BVG habe die Erfahrungen daraus ausgewertet und berücksichtige sie in der Weiterentwicklung organisatorischer und betrieblicher Konzepte. Eine gesonderte Erfassung von Investitionen ausschließlich für Wetterfestigkeit erfolge nicht; entsprechende Maßnahmen seien Teil regulärer Infrastrukturmodernisierungen, Grundinstandsetzungen und Klimaanpassungsmaßnahmen. Zu umgesetzten bzw. geplanten Maßnahmen zählten laut BVG die fortlaufende Modernisierung der Infrastruktur, der Einsatz klimaresilienterer und hitzebeständigerer Materialien, der Ausbau von Grüngleisen sowie Maßnahmen gegen Starkregen- und Hitzefolgen. Die BVG bewertet die Widerstandsfähigkeit des Berliner Straßenbahnnetzes gegenüber Extremwetterlagen als grundsätzlich gegeben, sieht aber angesichts des Klimawandels fortlaufenden Anpassungsbedarf. Der Senat erklärt, die BVG sei für das operative Geschäft eigenständig verantwortlich; er habe die BVG im Zuge der hohen Sommertemperaturen 2026 um erhöhte Sensibilität bezüglich der Infrastruktur gebeten.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von der AfD-Fraktion eingereicht (Abgeordneter Rolf Wiedenhaupt). Die Antwort des Senats liegt vor (datiert 29.07.2026) und enthält an mehreren Stellen wörtlich wiedergegebene Stellungnahmen der BVG, die laut Vorbemerkung der Verwaltung um Stellungnahme gebeten wurde, weil der Senat einige Sachverhalte nicht aus eigener Zuständigkeit beantworten kann. Als konkretes Ereignis wird ein Eisregenereignis im Januar 2026 genannt, das zu einer zeitweise vollständigen Einstellung des Straßenbahnbetriebs führte. Die Anfrage bezieht sich zudem auf jüngste hitzebedingte Betriebsstörungen im Straßenbahnnetz Leipzigs, ohne dass das Dokument dazu weitere Details liefert. Konkrete Zahlen zu Kosten oder Investitionssummen werden von der BVG nicht genannt, da eine gesonderte Erfassung nach eigener Aussage nicht erfolgt.