📄 Balkonkraftwerke und Ladeinfrastruktur für Mieter*innen der Gesobau
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit der Installation von Balkonkraftwerken (Steckersolaranlagen) sowie von Lademöglichkeiten für Elektroautos und E-Bikes bei der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU. Die Antwort des Senats gibt die von der GESOBAU selbst erstellte Stellungnahme wieder, da der Senat die Sachverhalte nicht aus eigener Zuständigkeit beantworten kann.
👥 Wer ist betroffen?
Mieter*innen der GESOBAU, insbesondere jene mit Interesse an Balkonkraftwerken, Stellplätzen mit Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge oder E-Bike-Ladebedarf; die GESOBAU AG als landeseigenes Wohnungsunternehmen.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragestellerin fragt, wie viele Balkonkraftwerke seit 2024 bei der GESOBAU gestattet wurden (mit Zahlen zu Anträgen, Ablehnungen, Gestattungen), mit welchen Begründungen Anträge meist abgelehnt werden, welche Informations- und Beratungsangebote für Balkonkraftwerke bestehen, wie viele Anträge auf Kfz-Ladeinfrastruktur seit 2023 gestellt wurden und in wie vielen Liegenschaften diese geplant oder realisiert ist, sowie welche Informations- und Beratungsangebote und Empfehlungen zum E-Bike-Laden bestehen.
🔎 Was wurde geantwortet?
Laut GESOBAU gingen seit 2024 insgesamt 166 Anfragen zu Balkonkraftwerken ein, davon 13 genehmigt, 10 abgelehnt und 143 noch offen. Ablehnungsgründe sind laut GESOBAU u.a. Denkmalschutz, Milieuschutz, Bedenken zur Anlage/Befestigung, fehlende WEG-Zustimmung, Lage im Hochhaus oder Anbringung über einem Verkehrsweg; nach dem ersten Antwortschreiben melden sich Mietende laut GESOBAU meist nicht erneut. Informationsangebote umfassen einen KI-gestützten Voicebot im Kundenservice, einen FAQ-Bereich und ein Informationsvideo auf der GESOBAU-Website. Seit 2023 wurden 37 Anträge auf Kfz-Ladeinfrastruktur gestellt (2023: 8, 2024: 11, 2025: 12, bis 07/2026: 6); davon ist eine Liegenschaft in Planung/genehmigt und eine realisiert. Aktuell stehen laut GESOBAU an fünf Bestandsstandorten 17 Stellplätze mit Lademöglichkeiten zur Verfügung; bis 2027 sind zehn weitere Ladepunkte an zwei Standorten geplant. Im Quartier Stadtgut Hellersdorf wurden mit Jelbi zwei Mobilitätsstationen eingerichtet. Zum E-Bike-Laden gibt es laut GESOBAU bislang nur vereinzelte Anfragen, überwiegend würden Akkus in den Wohnungen geladen; spezielle Beratungsangebote bestehen daher nicht, Mietende würden aber über bestehende Kanäle informiert und bei Bedarf an die Kundenbetreuung verwiesen. Häufiger seien Anfragen zu Lademöglichkeiten für elektrische Rollstühle zu verzeichnen.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (Abgeordnete Oda Hassepaß) am 13. Juli 2026 eingereicht; die Antwort des Senats datiert vom 28. Juli 2026. Der Senat gibt an, die Sachverhalte nicht aus eigener Zuständigkeit beantworten zu können, und hat die GESOBAU AG um eine in eigener Verantwortung erstellte Stellungnahme gebeten, die vollständig wiedergegeben wird. Die genannten Zahlen (166 Anfragen zu Balkonkraftwerken, 37 Anträge zu Ladeinfrastruktur, 17 vorhandene Stellplätze mit Lademöglichkeiten, zehn geplante Ladepunkte bis 2027) stammen direkt aus der Stellungnahme der GESOBAU.