📄 Bauarbeiten auf der U6 in Tegel (VI): Hat die BVG noch einen Plan?
📋 Worum geht es?
Die Anfrage betrifft die andauernden Bauarbeiten auf der U6-Strecke zwischen Alt-Tegel und Kurt-Schumacher-Platz in Berlin sowie den aktuellen Zeitplan für deren Fertigstellung und die Wiederinbetriebnahme der Strecke. Es handelt sich bereits um die sechste Anfrage des Abgeordneten zu diesem Thema (Titel verweist auf 'VI').
👥 Wer ist betroffen?
Fahrgäste der U6 im Abschnitt Alt-Tegel bis Kurt-Schumacher-Platz, die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sowie Anwohner und Pendler im Bezirk Tegel.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: Wie sieht der 'belastbare Zeitplan' der BVG zum Abschluss der Baumaßnahmen und zur Wiederinbetriebnahme der U6 aus? Wann wird die Baumaßnahme zwischen Alt-Tegel und Kurt-Schumacher-Platz abgeschlossen sein? Wann wird die U6 wieder auf der Schiene verkehren? Was hat die Prüfung einer möglichen Beschleunigung der Bauarbeiten ergeben? Wie hat sich die Komplexität des Baugeschehens im Vergleich zur ursprünglichen Planung verändert? Wie hat sich die Verschiebung durch die Wintermonate konkret ausgewirkt?
🔎 Was wurde geantwortet?
Die BVG teilt mit, dass der neue voraussichtliche Fertigstellungstermin der Baumaßnahmen und die Wiederinbetriebnahme nach den Sommerferien im August 2027 liegt. Zur Begründung führt die BVG aus: Es handele sich um eine vollständige Kompletterneuerung eines in den 1950er Jahren mit unzureichenden Materialien errichteten Streckenabschnitts (Dammbau und Betonkonstruktionen). Das Bauen im Bestand berge unvorhersehbare Umstände, die zu Umplanungen und Verzögerungen geführt hätten. Zudem müssten strengere aktuelle Normen und Auflagen erfüllt werden, was zusätzliche Abstimmungen und Planungen erfordere. Der laut BVG 'unübliche strenge Winter' habe die Bauabläufe um mehrere Monate verzögert, da sämtliche ursprünglich geplanten Abläufe mit allen Beteiligten neu geplant werden mussten. Die Vielzahl beteiligter Gewerke erfordere eine zeitlich gestaffelte statt parallele Abarbeitung der Arbeiten, wodurch bereits kurze Unterbrechungen zu längeren Verzögerungen führen könnten, etwa wenn Baufirmen oder Dienstleister anderweitig gebunden seien.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von Björn Wohlert (CDU) am 16. Juli 2026 eingereicht; die Antwort des Senats (Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, in Vertretung Arne Herz) datiert vom 30. Juli 2026. Die Antworten beruhen laut Senat auf einer Stellungnahme der Berliner Verkehrsbetriebe AöR (BVG), da der Senat die Sachverhalte nicht aus eigener Zuständigkeit und Kenntnis beantworten könne. Das Dokument verweist auf die vorherige Drucksache 19/26043, aus der die Begriffe 'belastbarer Zeitplan', 'Komplexität des Baugeschehens' und 'Verschiebung durch die Wintermonate' zitiert werden. Als konkrete Zahl wird der neue voraussichtliche Fertigstellungstermin August 2027 (nach den Sommerferien) genannt.