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BerlinSchriftliche AnfrageSPD

📄 Umsetzung der Berliner Ernährungsstrategie

13. August 2026Dokument 19/26692 · WP 19Berlin
Tamara Lüdke
ErnährungsstrategieWochenmärkteErnährungsbildungLebensmittelverschwendungFörderprogramme
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Die Anfrage befasst sich mit dem Stand der Umsetzung der Berliner Ernährungsstrategie, die Maßnahmen zu gesundheitsförderlicher und nachhaltiger Ernährung, Gemeinschaftsverpflegung, Ernährungsbildung, Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, regionaler Wertschöpfung und quartiersbezogenen Angeboten umfasst. Es geht um Lebensmittelkosten, Wochenmärkte, Ernährungsbildung für Kinder und Jugendliche, den Zugang für einkommensschwache Haushalte, Kiezkantinen sowie die konkrete Mittelverwendung im Haushaltsjahr 2026.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind Verbraucherinnen und Verbraucher in Berlin, insbesondere Kinder und Jugendliche in Kitas und Schulen, einkommensschwache Haushalte, Marktbeschickerinnen und -beschicker auf Wochenmärkten, die Bezirke sowie Projektträger wie RESTLOS GLÜCKLICH e.V., die Verbraucherzentrale Berlin e.V., der Weltacker Berlin e.V. und die Sarah Wiener Stiftung.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragestellerin fragt unter anderem: Gibt es Pläne zur Senkung von Lebensmittelkosten im Rahmen der Ernährungsstrategie? Wie bewertet der Senat die Bedeutung von Wochenmärkten für Zugänglichkeit? Ist die Anzahl und Verteilung der Wochenmärkte ausreichend für einen sozial gerechten Zugang? Welche Maßnahmen zur Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen gibt es und welche Lücken bestehen? Welche Vorschläge existieren, um die Strategie für einkommensschwache Haushalte zugänglich zu machen, und welche Rolle spielen Berliner Tafel oder Lebensmittelgutscheine? Wie sollen Kiezkantinen und gemeinwohlorientierte Projekte gestärkt werden? Welche Projekte wurden 2026 aus Titel 0608/68461 finanziert (aufgeschlüsselt nach Projekt, Fördersumme, Antragsdatum, Bescheiddatum)? Wurden Anträge abgelehnt und aus welchem Grund?

🔎 Was wurde geantwortet?

Der Senat antwortet, dass die Ernährungsstrategie bereits Elemente zur mittelbaren Senkung von Lebensmittelkosten enthält, u.a. durch Reduzierung von Lebensmittelverschwendung und Vermittlung von Wissen zu preisbewusstem Einkauf; Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 haben an Berliner Grundschulen Anspruch auf kostenbeteiligungsfreies Schulmittagessen. Wochenmärkte werden vom Senat als wichtiger Beitrag zu wohnortnahen Einkaufsmöglichkeiten und Quartiersbelebung bewertet; ihre Einrichtung liegt in bezirklicher Zuständigkeit, Rückmeldungen der Bezirke ergeben ein differenziertes Bild mit teils eingeschränktem Zugang in Randlagen. Zur Ernährungsbildung nennt der Senat mehrere geförderte Projekte: „Bis auf den letzten Krümel“ (RESTLOS GLÜCKLICH e.V.), „Berlin is(s)t klimafreundlich“ (Verbraucherzentrale Berlin e.V.), Weltacker Berlin e.V. und „Wissen was schmeckt!“, sowie die Ernährungslotsen in sozial benachteiligten Handlungsräumen. Die Ernährungsstrategie ersetzt laut Senat nicht die staatliche Grundsicherung oder Lebensmittelgutscheine. Aus dem Haushaltstitel 0608/68461 wurden 2026 Projekte im Gesamtvolumen von 2.459.090,46 Euro finanziert, davon 1.804.090,46 Euro aus dem Titel selbst und 655.000,00 Euro als Kofinanzierung anderer Senatsverwaltungen; einzelne Projekte sind in einer Anlage mit Antragsdatum, Bescheiddatum und Fördersummen aufgeschlüsselt (u.a. Kantine Zukunft Berlin: 1.145.090,46 €; RESTLOS GLÜCKLICH e.V. „Ernährungscoaches 2.0“: 240.000,00 €; Sarah Wiener Stiftung: 160.000,00 €). Im Haushaltsjahr 2026 wurden laut Senat keine förmlich gestellten Förderanträge aus diesem Titel abgelehnt.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von der Abgeordneten Tamara Lüdke (SPD) am 16. Juli 2026 eingereicht, die Antwort des Senats erfolgte am 6. August 2026 im Namen des Senats von Berlin, unterzeichnet von Susanne Hoffmann (Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz, in Vertretung). Der Senat nennt konkrete Zahlen: Gesamtfördervolumen 2026 aus Titel 0608/68461 von 2.459.090,46 Euro (1.804.090,46 Euro aus dem Titel, 655.000,00 Euro Kofinanzierung), eine Liste von acht geförderten Projekten mit jeweiligen Antrags- und Bescheiddaten sowie die Angabe, dass keine Förderanträge 2026 abgelehnt wurden.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26692, Wahlperiode 19, eingereicht 16. Juli 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.