📄 Mäckeritzwiesen: Idylle erhalten, Anbindung sichern!
📋 Worum geht es?
Die Anfrage betrifft die Siedlungsgebiete Mäckeritzwiesen im Bezirk Reinickendorf, insbesondere die geplante Verkehrsanbindung über die Flughafenstraße an den Alten Wiesenweg, die Umzäunung der Tegeler Stadtheide sowie Fragen zur Entwässerung des ehemaligen Flughafengeländes TXL im Zusammenhang mit dem Grundwasserstand der angrenzenden Siedlungen.
👥 Wer ist betroffen?
Anwohnerinnen und Anwohner der Mäckeritzwiesen in Reinickendorf, das Bezirksamt Reinickendorf, die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: Welche Position die Senatsverwaltung zum Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorf zur Anbindung über den Alten Wiesenweg hat; welche Behörden für Planung, Genehmigung und Umsetzung des Straßenanschlusses zuständig wären; aus welchen Mitteln der Anschluss finanziert werden könnte und ob Erschließungsbeiträge auf Grundstückseigentümer umgelegt würden; ob die Tegeler Stadtheide umzäunt wird und welche Zutrittsregelungen geplant sind; wann die Reaktivierung des Mäckeritzgrabens aus SIWA-Mitteln beginnt und welche Planungsschritte dafür bereits abgeschlossen sind; ob das Konzept „Schwammstadt TXL“ Auswirkungen auf Grundwasserstände hat; ob Grundwasserstände bei Planungen berücksichtigt wurden; wie die Entwässerung des TXL-Areals im Bereich Mäckeritzwiesen erfolgt und ob dafür bei Starkregen auch der Mäckeritzgraben genutzt wird.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung antwortet: Im Masterplan von April 2013 war bereits ein Zugang aus Richtung Alter Wiesenweg vorgesehen, die Planungen wurden seither nicht weiter vertieft. Laut Bezirksamt Reinickendorf ist der Senat für die Aufstellung des Bebauungsplans zuständig, das Bezirksamt soll als künftiger Träger der Straßenbaulast einbezogen werden; die baufachliche Genehmigung erfolgt durch die Prüfbehörde der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Eine Finanzierung müsste durch das Bezirksamt im Rahmen der Investitionsplanung erfolgen, zunächst müsste eine öffentliche Verkehrsfläche per Bebauungsplan festgesetzt werden; ob und in welchem Umfang Erschließungsbeiträge auf Eigentümer umgelegt werden können, ist noch offen und hängt vom weiteren Verfahren ab. Der das ehemalige Flughafengelände umgebende Zaun bleibt erhalten, es wird aber perspektivisch mehrere Zugänge geben, Regelungen zu Zutritt und Schließzeiten werden noch erarbeitet. Laut Bezirksamt Reinickendorf wurde ein Ingenieurbüro mit Planungsleistungen für den Mäckeritzgraben bis zur Bauplanungsunterlage beauftragt, diese soll noch 2026 abgeschlossen werden; der Baubeginn ist für das II. bzw. III. Quartal 2027 geplant. Die Regenwasserbewirtschaftung im Gebiet der Urban Tech Republic habe nach derzeitiger Einschätzung der Senatsverwaltung keine Auswirkungen auf die Grundwasserstände umliegender Siedlungen; bei der Entwässerungsplanung für Berlin TXL wurden Bemessungsgrundwasserstände berücksichtigt. Die Regenentwässerung im Straßenbereich wird per Kanalsystem einer zentralen Regenwasserreinigung zugeführt, auf vermarkteten Grundstücken wird Regenwasser teils vor Ort versickert, teils über die öffentliche Kanalisation abgeleitet. Eine Entwässerung aus dem Gebiet der Urban Tech Republic in den Mäckeritzgraben ist nicht geplant.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde vom Abgeordneten Björn Wohlert (CDU) gestellt; eine vollständige Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt liegt vor, unterzeichnet in Vertretung von Andreas Kraus am 07.08.2026. Der Senat hat das Bezirksamt Reinickendorf um Stellungnahme gebeten, dessen Antworten gekennzeichnet wiedergegeben werden. Genannt werden: der Masterplan von April 2013, die SIWA-Mittel für die Reaktivierung des Mäckeritzgrabens, ein geplanter Baubeginn im II./III. Quartal 2027, sowie das Konzept „Schwammstadt TXL“ im Gebiet der Urban Tech Republic.