📄 Versorgungsgrad in Kita und Tagespflege 2024 und 2025 (I)
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit der Versorgung von Kindern mit Kita- und Tagespflegeplätzen in Berlin an den Stichtagen 31.12.2024 und 31.12.2025. Erfragt werden Betreuungszahlen und -quoten nach Altersgruppen, Bezirken und Trägerart sowie Angaben zur zusätzlichen Sprachförderung für Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Kinder im Alter von 0 bis unter 7 Jahren in Berlin, ihre Eltern, die zuständige Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Kita-Eigenbetriebe sowie freie Träger in allen zwölf Berliner Bezirken.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Gefragt wird: 1) wie viele Kinder von 0 bis unter 3 Jahren ein Kita- oder Tagespflegeangebot nutzen, aufgeschlüsselt nach Bezirk, Alter und Betreuungsumfang; 2) dasselbe für Kinder von 3 Jahren bis zum Schuleintritt; 3) wie hoch der Versorgungsgrad je Altersstufe und Bezirk ist; 4) wie sich die Betreuungsquote 2021 bis 2025 entwickelt hat und wie der Senat dies bewertet, inklusive Zahlen zu Sprachfördereinrichtungen nach § 55 SchulG; 5) wie viele Kinder Angebote der Kita-Eigenbetriebe bzw. freier Träger nutzen, bezirklich aufgeschlüsselt; 6) wie viele Kinder und zusätzliche Personalstellen von der Sprachförderung nach § 17 VOKitaFöG profitierten und wie viele förderberechtigte Kinder davon ausgeschlossen blieben, weil ihre Kita den erforderlichen Anteil von 40 Prozent Kindern nichtdeutscher Herkunftssprache nicht erreichte.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Landesregierung antwortet mit konkreten Zahlen: Zum 31.12.2025 wurden 159.849 Berliner Kinder von 0 bis unter 7 Jahren betreut (2024: 164.366), ein Rückgang um 4.517 Kinder bzw. 2,75 Prozent. 97,7 Prozent der betreuten Kinder besuchten eine Kita, 2,3 Prozent Tagespflege. Von den 0- bis unter 3-Jährigen wurden 47.524 Kinder betreut (2024: 49.002), von den 3- bis unter 7-Jährigen 112.325 (2024: 115.364). Die Gesamt-Betreuungsquote stieg von 66,9 Prozent (2024) auf 67,3 Prozent (2025) und lag 2021 bei 66,2 Prozent; bei den 2- bis unter 3-Jährigen stieg sie von 82,4 Prozent (2021) auf 85,3 Prozent (2025), bei den 0- bis unter 1-Jährigen sank sie von 1,5 Prozent (2021) auf 0,9 Prozent (2025). 2023 wurden 262 Kinder, 2024 195 Kinder in reinen Sprachfördereinrichtungen nach § 55 SchulG betreut. Bei der Trägerstruktur wurden 2025 127.495 Kinder (81,6 Prozent) bei freien Trägern und 28.737 Kinder (18,4 Prozent) bei Kita-Eigenbetrieben betreut (2024: 129.882 bzw. 81,1 Prozent; 30.203 bzw. 18,9 Prozent); absolut sank die Zahl bei Eigenbetrieben um 4,9 Prozent, bei freien Trägern um 1,8 Prozent. Für die Sprachförderung nach § 17 VOKitaFöG erhielten 2025 43.913 Kinder (70,7 Prozent der 62.088 anspruchsberechtigten Kinder) einen Zuschlag, finanziert über 746,52 zusätzliche Stellen (2024: 42.474 Kinder bzw. 69,6 Prozent von 61.043 Berechtigten, 722,06 Stellen); 18.175 anspruchsberechtigte Kinder (29,3 Prozent) erhielten 2025 keinen Zuschlag, weil ihre Kita den erforderlichen Anteil von 40 Prozent nicht erreichte (2024: 18.569 Kinder bzw. 30,4 Prozent).
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von der Abgeordneten Regina Kittler (Die Linke) am 20. Juli 2026 eingereicht; die Antwort des Senats datiert vom 6. August 2026. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie antwortete im Namen des Senats mit detaillierten Tabellen (Tabelle 1-4) auf Basis von ISBJ-Kita-Daten und dem Einwohnerregister des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg. Der Senat bewertet den Anstieg der Betreuungsquote als positiv für die frühkindliche Bildung und Entwicklung der Kinder. Die Antwort verweist auf § 55 Schulgesetz Berlin und § 17 Kindertagesförderungsverordnung (VOKitaFöG) als rechtliche Grundlagen der Sprachförderung.