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BerlinSchriftliche AnfrageDie Linke

📄 Zukunft des stadt- und wissenschaftshistorisch bedeutsamen Magnus-Hauses

11. August 2026Dokument 19/26712 · WP 19Berlin
Dr. Klaus Lederer
DenkmalschutzMagnus-HausMuseumsinselWeltkulturerbeBrandschutz
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Der Abgeordnete fragt nach der Zukunft des Magnus-Hauses am Kupfergraben, eines Gebäudes mit stadt- und wissenschaftsgeschichtlicher Bedeutung. Im Mittelpunkt stehen die künftige Nutzung des Gebäudes, mögliche Pläne des gegenwärtigen Eigentümers sowie der Denkmalschutz des Komplexes.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind das Magnus-Haus als Denkmalobjekt, der gegenwärtige private Eigentümer (laut Anfrage die Schwarz-Gruppe, zuvor die Siemens AG), der Bezirk Mitte sowie die Deutsche Physikalische Gesellschaft als frühere Nutzerin.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Der Fragesteller möchte wissen: 1) Welche künftige Nutzung der Senat für wünschenswert hält; 2) ob dem Senat Nutzungsabsichten der Schwarz-Gruppe bekannt sind und ob es Gespräche mit einvernehmlichem Ergebnis gab; 3) ob sich der Senat um einen Rückkauf des Magnus-Hauses von der Siemens AG bemüht hat und woran dies gegebenenfalls scheiterte; 4) ob sich der Senat für eine Rückkehr der Deutschen Physikalischen Gesellschaft einsetzen wird; 5) ob der Eigentümer Bauanträge bzw. denkmalrechtliche Anträge gestellt hat und wie deren Bearbeitungsstand ist; 6) wie sichergestellt wird, dass es nicht erneut zu Planungen kommt, die die Substanz des Denkmals oder den Weltkulturerbe-Status der Museumsinsel gefährden.

🔎 Was wurde geantwortet?

Der Senat antwortet, dass das Grundstück nicht im Eigentum des Landes Berlin steht und die Entscheidung über die künftige Nutzung daher nicht beim Senat liegt; entscheidend sei allein die Gewährleistung des Erhalts aufgrund des Denkmalschutzes. Nutzungsabsichten der Schwarz-Gruppe sind dem Senat nicht bekannt, Gespräche mit einvernehmlichem Ergebnis gab es nicht. Es gab keine Bemühungen des Senats, das Magnus-Haus von der Siemens AG zurückzukaufen. Der Bezirk Mitte teilt mit, dass im Rahmen des Verkaufs der bauordnungsrechtliche Genehmigungsstatus geprüft wurde; dabei zeigte sich überwiegende Konformität mit dem genehmigten Bestand, jedoch Abweichungen bei Brandschutz und Teilnutzungen aus der Sanierung 1993/1994. Im März 2026 wurde ein Bauantrag für brandschutztechnische Ertüchtigung und Nutzungsänderungen (u.a. Entfall Pförtner- und Heizerwohnung im Keller, Entfall Aufenthaltsräume im Dachgeschoss, neuer Seminarraum im Erdgeschoss) eingereicht; dieser befindet sich noch in Bearbeitung. Die bestehende Büro-, Verwaltungs- und Versammlungsnutzung soll fortgeführt werden. Ein gesonderter denkmalrechtlicher Antrag zur brandschutzrechtlichen Ertüchtigung wurde am 12.06.2026 genehmigt. Zur Sicherung einer denkmalverträglichen Planung verweist der Senat auf die bestehenden Planungs-, Bauordnungs- und Denkmalschutzverfahren.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von Dr. Klaus Lederer (Die Linke) eingereicht; die Antwort des Senats liegt vor und datiert vom 04.08.2026, unterzeichnet durch Prof. Kahlfeldt für die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Die Antwort auf Frage 5 beruht auf einer Stellungnahme des Bezirks Mitte. Genannte Daten: Bauantrag eingereicht im März 2026, denkmalrechtliche Genehmigung erteilt am 12.06.2026, frühere Sanierung/Restaurierung 1993/1994.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26712, Wahlperiode 19, eingereicht 20. Juli 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.