📄 Dauerkranke Lehrer
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit der Zahl langzeiterkrankter Lehrkräfte an Berliner Schulen, aufgeschlüsselt nach Dauer der Erkrankung, Bezirk und Schultyp. Zudem wird nach den Maßnahmen gefragt, die der Senat bei Langzeiterkrankungen von Lehrkräften ergreift.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind verbeamtete und angestellte Lehrkräfte an öffentlichen Schulen in Berlin, die Schulaufsicht, Personalstellen, die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie sowie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo).
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen, wie viele verbeamtete und wie viele angestellte Berliner Lehrkräfte seit mindestens 1, 2, 5 beziehungsweise 10 Jahren krankgeschrieben sind, jeweils aufgeschlüsselt nach Bezirk und Schultyp, und welche Maßnahmen (z.B. Anordnung amtsärztlicher Untersuchungen) unter welchen Voraussetzungen wie häufig eingesetzt werden.
🔎 Was wurde geantwortet?
Laut Antwort der Senatsverwaltung sind 225 verbeamtete Lehrkräfte langzeiterkrankt (143 seit mind. 1 Jahr, 50 seit mind. 2 Jahren, 14 seit mind. 5 Jahren, 18 seit mind. 10 Jahren), mit den höchsten Zahlen in Marzahn-Hellersdorf (32) und Pankow (25). Bei den angestellten Lehrkräften sind es 155 Fälle (79/55/16/5 nach Zeitraum), am häufigsten in Charlottenburg-Wilmersdorf (17) und den berufsbildenden/zentral verwalteten Schulen (17). Nach Schultyp sind bei Verbeamteten Grundschulen (G, 98 Fälle) und bei Angestellten ebenfalls Grundschulen (G, 68 Fälle) am stärksten betroffen. Zu den Maßnahmen erläutert die Senatsverwaltung, dass die Schulaufsicht bei Langzeiterkrankung die Einschaltung des Amts- und Vertrauensarztes über die Personalstelle beim LAGeSo (Zentrale medizinische Gutachtenstelle, ZMGA) veranlasst. Besteht laut Gutachten keine Aussicht auf Dienstfähigkeit innerhalb von 6 Monaten, wird das Ruhestandsverfahren eingeleitet. Bei Dienstunfähigkeit als Lehrkraft, aber Dienstfähigkeit für andere Tätigkeiten, ist ein Einsatz im Projekt der beruflichen Neuorientierung möglich; derzeit sind dort 29 Personen, die weiterhin als langzeiterkrankt gezählt werden. Bei tarifbeschäftigten Lehrkräften haben vertrauensärztliche Gutachten laut Senatsverwaltung eher empfehlenden Charakter, die rechtliche Bindung erfolgt vorrangig über Kranken- und Rentenversicherung.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von Dr. Alexander King am 23. Juli 2026 eingereicht (Eingang 24. Juli 2026); die Antwort der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie liegt vor und datiert vom 6. August 2026 (Eingang 7. August 2026), unterzeichnet in Vertretung von Christina Henke. Die Angaben beziehen sich auf alle zwölf Berliner Bezirke sowie berufsbildende und zentral verwaltete Schulen; konkrete Zahlen zu Krankschreibungsdauern (1/2/5/10 Jahre) sind für verbeamtete (225 Fälle gesamt) und angestellte (155 Fälle gesamt) Lehrkräfte getrennt ausgewiesen.