📄 Verkehrszählungen in Pankow
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit Verkehrszählungen im Berliner Bezirk Pankow der letzten fünf Jahre: wer sie beauftragt hat, wo sie stattfanden, welche derzeit geplant sind und welche Maßnahmen daraus abgeleitet wurden. Die Antwort der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt enthält dazu detaillierte Standortlisten (Anlagen 1 und 2) sowie Stellungnahmen des Bezirksamts Pankow.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind die Bewohner und Verkehrsteilnehmenden im Bezirk Pankow, insbesondere in den Gebieten Komponistenviertel, Arnimkiez und Blumenviertel, sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt und das Bezirksamt Pankow.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Der Fragesteller möchte wissen: (1) welche Verkehrszählungen von wem, wo und aus welchem Grund in den letzten fünf Jahren beauftragt wurden; (2) welche Zählungen derzeit geplant sind oder in Vorbereitung sind, inklusive Standort und Zeitraum; (3) welche Zählungen aufgrund von Bürgerbeschwerden oder BVV-Beschlüssen veranlasst wurden; (4) nach welchen Kriterien Standorte für Zählungen ausgewählt werden; (5) welche Maßnahmen in den letzten fünf Jahren aufgrund der Zählergebnisse umgesetzt wurden oder in Planung sind.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Senatsverwaltung antwortet, dass vom Senat und vom Bezirk beauftragte Zählungen in den beigefügten Anlagen 1 und 2 aufgelistet sind (Anlage 1 im Dokument enthält zahlreiche Einzelstandorte mit Datum 2021, z. B. Dietzgenstraße, Wichertstraße/Stahlheimer Straße, A114, B109, B96a). Derzeit sind laut Senat Zählungen an den Standorten Kastanienallee und Schwedter Straße in Planung, das Bezirksamt gibt an, aktuell keine Zählungen zu planen. Eine Zählung an Karower Chaussee/Robert-Rössle-Straße/Wolfgang-Heinz-Straße erfolgte auf Antrag der BVV Pankow zur Prüfung einer Lichtzeichenanlage. Als umgesetzte Maßnahmen nennt die Antwort: Piktogramme 'Tempo 30' und 'Achtung Kinder' an der Kniprodestraße/Pasteurstraße (angeordnet März 2026, Vollzug unbekannt); ein Linksabbiegeverbot über Straßenbahngleise an Bornholmer Straße/Gotlandstraße/Seelower Straße (Radverkehr ausgenommen); eine Einbahnstraße im Stedingerweg (Blumenviertel) als erste Stufe eines Verkehrskonzepts, mit geplanter zweiter Stufe (bauliche Umgestaltung Oderbruchstraße/Maiglöckchenstraße); Kfz-Durchfahrtsperren in den Fahrradstraßen Stargarder Straße und Ossietzkystraße. An mehreren Standorten (u. a. Berliner Allee 125, Berliner Allee/Feldtmannstraße/Nüßlerstraße, Berliner Allee/Indira-Gandhi-Straße u.a.) sind Prüfungen bzw. ein Klageverfahren noch nicht abgeschlossen, Maßnahmen daher noch nicht umgesetzt. Das Bezirksamt berichtet zudem von Kiezblock-Verkehrskonzepten in Komponistenviertel und Arnimkiez; im Komponistenviertel wurde die erste Stufe am 31.05.2023 umgesetzt, Folgezählungen zeigten einen Rückgang der Verkehrsbelastung, aber laut Bezirksamt auch eine Missachtung der Einbahnstraßenregelung durch etwa 10–12 % der Kfz-Verkehrsteilnehmenden.
⚡ Einordnung
Eingereicht wurde die Anfrage vom Abgeordneten Johannes Kraft (CDU) am 28.07.2026; die Antwort des Senats datiert vom 13.08.2026. Die Antwort beruht teils auf einer Stellungnahme des Bezirksamts Pankow, die im Text als solche gekennzeichnet ist. Genannte Zahlen/Fristen: Umsetzung der ersten Kiezblock-Stufe Komponistenviertel am 31.05.2023; laut Bezirksamt 10–12 % Missachtung der Einbahnstraßenregelung bei Folgezählungen; Anordnung der Piktogramme Kniprodestraße/Pasteurstraße im März 2026; Bebauungsplan 3-89 (Elisabeth-Aue, Teilprojekt 1) wurde von Senat und Abgeordnetenhaus beschlossen. Mehrere Maßnahmen sind laut Antwort noch nicht umgesetzt, da Prüfungen bzw. ein Klageverfahren noch nicht abgeschlossen sind.