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BerlinSchriftliche AnfrageAfD

📄 Auslagerung zweier siebter Klassen an das OSZ für Bürowirtschaft und Verwaltung in der Lippstädter Straße: Bauverzögerungen und Fragen zum Unterricht am OSZ

23. August 2026Dokument 19/26774 · WP 19Berlin
Tommy Tabor
SchulbauRaumnotContainerlösungStundentafelNaturschutzrecht
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Wegen Verzögerungen beim Neubau einer Integrierten Sekundarschule am Ostpreußendamm 108 in Steglitz-Zehlendorf werden zwei siebte Klassen der Max-von-Laue-Schule für das Schuljahr 2026/2027 an das Oberstufenzentrum (OSZ) für Bürowirtschaft und Verwaltung, Louise-Schroeder-Schule, in der Lippstädter Straße ausgelagert. Die Anfrage behandelt die Ursachen der Bauverzögerung sowie organisatorische und schulrechtliche Fragen zum Unterricht am OSZ-Standort.

👥 Wer ist betroffen?

Schülerinnen und Schüler der beiden siebten Klassen und ihre Eltern, die Max-von-Laue-Schule, das OSZ Louise Schroeder, das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf als Schulträger sowie die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Der Fragesteller möchte wissen: seit wann und mit welchen Terminen der Standort Ostpreußendamm für die neue Schule vorgesehen ist; welche Ursachen die Verschiebung des Baubeginns von März 2026 auf 2027 haben und welcher Terminplan nun gilt; für welchen Zeitraum die frühere Flüchtlingsunterkunft auf dem Grundstück genehmigt war und ob sich dadurch Schulbauarbeiten verzögerten; ob eine Container- oder Modulraumlösung an der Max-von-Laue-Schule geprüft wurde; welche Fächer und Stunden der beiden 7. Klassen am OSZ-Standort tatsächlich angeboten werden können; welcher Unterricht ausfallen, verspätet oder nur epochal erteilt werden könnte und warum; wie Unterrichtsausfall erfasst, ausgeglichen und den Eltern mitgeteilt wird; und welches Gefährdungsbeurteilungs- und Aufsichtskonzept für die gemeinsame Nutzung des OSZ durch Zwölf- bis Dreizehnjährige und volljährige OSZ-Schüler vorliegt.

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Senatsverwaltung antwortet, dass das Grundstück seit einem Bebauungsplan von 1977 als Schulstandort festgesetzt ist; die Planung einer Holzmodulschule begann 2020, das Grundstück wurde im Juni 2023 erstmals konkret geprüft, 2025 wurde ein Baubeginn für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Grund für die Verzögerung ist laut Senat ein notwendiger Antrag auf naturschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung zum Baumfällen nach § 45 Bundesnaturschutzgesetz, gestellt im September 2025 bei der Oberen Naturschutzbehörde; eine Genehmigung wird erst für Oktober 2026 erwartet, der Verzug beträgt laut Senat acht Monate. Bei Erteilung der Genehmigung könne der Baustart im Herbst 2026 erfolgen, die Übergabe an den Schulträger werde spätestens für Sommer 2028 avisiert. Die frühere Flüchtlingsunterkunft auf dem Grundstück wurde laut Senat vom 31.08.2015 bis 13.04.2025 betrieben, der Rückbau mit Erstellung des Planums wurde Ende Mai 2026 abgeschlossen. Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf teilt mit, eine Container- oder Modulraumlösung an der Max-von-Laue-Schule sei geprüft worden, aber wegen unzureichender Grundstücksfläche nicht möglich. Für die beiden 7. Klassen gilt die Stundentafel der Sek-I-Verordnung; sie solle möglichst vollständig am OSZ-Standort erfüllt werden, einzelne Fächer wie teilweise Wirtschaft-Arbeit-Technik könnten an der Max-von-Laue-Schule unterrichtet werden; die Stunden- und Raumplanung sei noch in Arbeit. Der Senat geht von voller Erfüllung der Stundentafel aus, epochal erteilte einstündige Fächer wie Kunst und Musik seien üblich; wie die Schulleitung den epochalen Unterricht plant, könne erst gegen Ende der Sommerferien beantwortet werden. Unterrichtsausfall werde über ein digitales Tool der Max-von-Laue-Schule dokumentiert, eine Abweichung von der Stundentafel sei nicht geplant. Zum Schutzkonzept verweist der Senat darauf, dass an vielen Berliner Schulen Sekundarstufe I und II gemeinsam unterrichtet würden; vorhandene Konzepte der Max-von-Laue-Schule würden an die Gegebenheiten des OSZ-Standorts angepasst und die Schulsozialarbeit gestärkt.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von einem Abgeordneten der AfD-Fraktion gestellt; eine Antwort der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie liegt vor (datiert 13. August 2026). Für die Beantwortung der Fragen zum Schulträger hat der Senat das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf um Zulieferung gebeten, deren Angaben gekennzeichnet wiedergegeben werden. Der Senat verweist auf § 109 Schulgesetz Berlin, wonach die bezirklichen Schulträger für Bau, Ausstattung und Klasseneinrichtung zuständig sind, und auf den Bebauungsplan XII-214 vom 30.06.1977. Als Rechtsgrundlage für die Verzögerung wird der Ausnahmeantrag nach § 45 Bundesnaturschutzgesetz genannt, gestellt im September 2025; die Genehmigung wird laut Senat zum Oktober 2026 erwartet, der Verzug wird vom Senat mit acht Monaten angegeben. Als Zieltermin für die Fertigstellung nennt der Senat spätestens Sommer 2028.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26774, Wahlperiode 19, eingereicht 31. Juli 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.