📄 Entwicklung von Wirtschaft und Gastronomie in Lichtenberg
📋 Worum geht es?
Die Anfrage befasst sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Gastronomiebranche im Berliner Bezirk Lichtenberg, insbesondere mit den Folgen der Corona-Pandemie, bestehenden Förderstrategien des Senats sowie Möglichkeiten zur Ansiedlung von Gastronomie- und Kulturprojekten auf Gewerbeflächen und Leerständen.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Gastronomiebetriebe in Lichtenberg (Restaurants, Cafés, Bars, Imbisse, Schankwirtschaften), die bezirkliche Wirtschaftsförderung, das Bezirksamt Lichtenberg, Vermieter von Gewerbe- und Ladenflächen sowie Kulturinitiativen im Bezirk.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragestellerin fragt, wie viele Gastronomiebetriebe während der Pandemie (2020–2022) geschlossen und wieder eröffnet wurden und wie der aktuelle Saldo aussieht; welche langfristigen Strategien der Senat zur Stärkung der Gastronomie in strukturschwachen Bezirken verfolgt; welche Gewerbegebiete, Brachflächen oder Leerstände sich für Gastronomie- oder Kulturprojekte eignen und wie der Zugang dazu erleichtert werden kann; welche Hürden bei der Ansiedlung in strukturschwachen Gebieten bestehen und ob es Vorbilder aus anderen Bezirken gibt; welche Alternativkonzepte wie Pop-up-Projekte verfolgt werden; und nach welchen Kriterien Fördermittel an Kulturinitiativen in Lichtenberg vergeben werden.
🔎 Was wurde geantwortet?
Der Senat antwortet, dass in Lichtenberg 2020–2022 insgesamt 382 Gastronomiebetriebe angemeldet und 358 abgemeldet wurden (Saldo +24), wobei Restaurants mit herkömmlicher Bedienung (-22) und Diskotheken (-3) zurückgingen, während Schankwirtschaften (+15) und sonstige Verpflegungsdienstleistungen (+21) zunahmen. Als Förderinstrumente nennt der Senat ein aus EFRE-Mitteln finanziertes Geschäftsstraßenmanagement für Lichtenberg (durchgeführt vom Büro die raumplaner GmbH), Marketing über visitBerlin, das 2025/2026 gegründete „Berlin Food Network“, das neue Berliner Gaststättengesetz mit vereinfachtem Anzeigeverfahren und erweiterten Außengastronomie-Öffnungszeiten (werktags bis 23 Uhr, Wochenende bis 24 Uhr in dicht besetzten Kiezen), sowie den „Zentrengipfel“ mit einem am 04.07.2025 in Lichtenberg vorgestellten 10-Punkte-Plan. Zu Gewerbeflächen nennt der Senat insbesondere das Gebiet Köpenicker Chaussee/Blockdammweg (Rummelsburger Bucht) als geeigneten Standort für Gastronomie- und Kreativwirtschaft. Als Alternativkonzepte werden Pop-up-Projekte in Lichtenberger Einkaufscentern aufgeführt, u. a. die „Pop-up Gallery“ (2024–2025) und der „LichtPunkt“ im Linden-Center (12.2023–12.2025, Neueröffnung 2026 im Allee-Center). Die Frage 6 zu Förderkriterien für Kulturinitiativen wird im vorliegenden Dokumentauszug nicht mehr vollständig beantwortet.
⚡ Einordnung
Die Anfrage wurde von der Abgeordneten Tamara Lüdke (SPD) am 23.07.2026 eingereicht; die Antwort des Senats datiert vom 17.08.2026 und liegt vor. Die Zahlen zu An- und Abmeldungen von Gastronomiebetrieben (2020–2022) stammen laut Senat vom Bezirksamt Lichtenberg. Der Senat verweist auf das neue Berliner Gaststättengesetz und den am 04.07.2025 vorgestellten 10-Punkte-Plan des „Zentrengipfels“ als konkrete Maßnahmen.