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BerlinSchriftliche AnfrageCDU

📄 Kraftstoffaustritt nach Busunfall am Römerweg, 10318 Berlin und mögliche Auswirkungen auf das Trinkwasserschutzgebiet

27. August 2026Dokument 19/26791 · WP 19Berlin
Lilia Usik
KraftstoffaustrittBusunfallTrinkwasserschutzgebietBodenverunreinigungDieselkraftstoff
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Am 1. November 2025 kam ein BVG-Bus am Römerweg in Berlin-Lichtenberg von der Straße ab, wobei Dieselkraftstoff in den Boden des Straßenbegleitgrüns eindrang. Die Anfrage behandelt die Umstände des Unfalls, den Kraftstoffaustritt sowie mögliche Auswirkungen auf das nahegelegene Wasserschutzgebiet Wuhlheide/Kaulsdorf.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind die Nachbarschaft am Römerweg in Berlin-Lichtenberg, das Wasserschutzgebiet Wuhlheide/Kaulsdorf (weitere Schutzzone III B), das Bezirksamt Lichtenberg, die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, die Berliner Wasserbetriebe sowie die BVG als Verkehrsunternehmen.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragestellerin erfragt: welche Erkenntnisse zum Unfall vorliegen; Art und Menge des ausgetretenen Kraftstoffs; ob sich der Unfallort in einem Wasserschutzgebiet befindet; welche Sofortmaßnahmen eingeleitet wurden; welche Behörden im Austausch standen; ob und mit welchem Ergebnis Boden- oder Grundwasseruntersuchungen durchgeführt wurden; ob Erkenntnisse zu einer Boden- oder Grundwasserbelastung vorliegen; ob Beschwerden über Kraftstoffgerüche bekannt sind; wie der Senat anhaltende Geruchsbelästigungen bewertet; welche weiteren Maßnahmen vorgesehen sind; wie die Zuständigkeiten verteilt sind; welche Risiken für Umwelt und Trinkwasserschutz bestehen; und welche Konsequenzen der Senat für künftige Notfallabläufe zieht.

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Antwort der Landesregierung liegt vor. Die Berliner Feuerwehr wurde am 1.11.2025 zu dem Unfall alarmiert, bei dem ein BVG-Bus von der Straße abkam; mehrere Verletzte wurden versorgt. Am 20.11.2025 informierten die Berliner Wasserbetriebe die Wasserbehörde über den Kraftstoffeintrag in den Boden. Laut Bezirksamt Lichtenberg handelte es sich um ausgelaufenen Dieselkraftstoff, die Menge ist dem Bezirksamt nicht bekannt. Der Unfallort liegt in der weiteren Schutzzone III B des Wasserschutzgebiets Wuhlheide/Kaulsdorf. Das Sachgebiet Bodenschutz Lichtenberg ließ verunreinigten Boden bis ca. 1 m Tiefe auf ca. 50 qm Fläche aushebeln und abtransportieren; eine Mischprobe wurde entnommen. Der Römerweg war ca. drei Stunden gesperrt. Die letzte Beprobung der Baugrubensohle erfolgte am 4.8.2026 durch das Labor Bolab Analytik Ingenieurgesellschaft mbH; die Probe des Bodenaushubs (entnommen von Fa. Dalhoff GmbH, untersucht von Eurofins) bestätigte gefährlichen Abfall aufgrund von Mineralölkohlenwasserstoffen (MKW); Ergebnisse der letzten Sohlbeprobung stehen laut Antwort noch aus. Das Bezirksamt teilt mit, dass der Hauptschaden durch Bodenaushub saniert wurde und aktuell nicht von einer akuten Grundwassergefährdung ausgegangen wird. Beschwerden aus der Nachbarschaft über Kraftstoffgerüche sind laut Bezirksamt bekannt, zu Anzahl und Inhalt macht die Antwort keine Angaben; zu anhaltender Geruchsbelästigung Monate nach dem Unfall liegen dem Senat keine Kenntnisse vor. Der kontaminierte Boden befindet sich derzeit in Containern auf einer Bodenwaschanlage in Brandenburg, die Baugrube wurde mit unbelastetem Material verfüllt. Zuständig ist laut Antwort gemäß Zuständigkeitskatalog (ZustKatOrd Nr. 18 (7) i.V.m. Nr. 10 (5), ASOG Bln) zunächst der Bezirk, bis eine Gefährdungsabschätzung nach § 9 Abs. 2 Bundes-Bodenschutzgesetz eine Grundwassergefahr feststellt; diese Regelung gilt seit der neuen Zuständigkeitsverordnung vom 19.7.2026 fort. Risiken für Umwelt und Nachbarschaft sind dem Senat nicht bekannt, eine Gefahr für Grund-/Trinkwasser ist nach aktueller Kenntnislage nicht festzustellen. Bei vergleichbaren Unfällen koordiniert die Wasserbehörde laut Antwort die Einbeziehung von Feuerwehr-Umweltdienst, Berliner Wasserbetrieben, Landeskriminalamt (Umwelt) und Wasserschutzpolizei anhand bestehender Zuständigkeitskataloge und Meldeketten.

⚡ Einordnung

Eingereicht von der Abgeordneten Lilia Usik (CDU) am 4. August 2026, beantwortet durch die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt am 20. August 2026. Der Senat stützt seine Antworten teilweise auf Stellungnahmen des Bezirksamts Lichtenberg, das um eine solche gebeten wurde, da der Senat die Sachverhalte nicht aus eigener Zuständigkeit beantworten kann. Genannte Rechtsgrundlagen: Zuständigkeitskatalog (ZustKatOrd) Nr. 18 (7) i.V.m. Nr. 10 (5) der Anlage des Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes Berlin (ASOG Bln), § 9 Abs. 2 Bundes-Bodenschutzgesetz, sowie die seit 19.7.2026 geltende neue Zuständigkeitsverordnung mit Gesamtkatalog. Die Antwort nennt konkrete Daten: Unfall am 1.11.2025, Information der Wasserbehörde am 20.11.2025, letzte Sohlbeprobung am 4.8.2026; Ergebnisse dieser letzten Beprobung lagen laut Antwort zum Zeitpunkt der Beantwortung noch nicht vor.

Quelle: Berlin, Dokument 19/26791, Wahlperiode 19, eingereicht 4. August 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.