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BerlinSchriftliche AnfrageDie Linke

📄 Neubau an der Erich-Weinert-Straße/ Prenzlauer Allee

12. Oktober 2026Dokument 19/27208 · WP 19Berlin
Kristian Ronneburg, Niklas Schrader
StudierendenwohnheimUNESCO-WelterbeNahversorgungDenkmalschutzStellplätze
Originaldokument (PDF)

📋 Worum geht es?

Auf einem Grundstück an der Erich-Weinert-Straße/Prenzlauer Allee in Pankow, das im Juli 2026 von Aviva Investors und Amro Partners erworben wurde, ist laut Angaben der Unternehmen der Neubau eines Studierendenwohnheims mit rund 454 bis 464 Plätzen geplant. Das Grundstück grenzt unmittelbar an die zum UNESCO-Welterbe gehörende Wohnstadt Carl Legien. Die Fragesteller wollten wissen, wie weit die Planung fortgeschritten ist, ob die bestehenden Einzelhandelsbetriebe erhalten bleiben und wie der Schutz des Welterbes sowie die Anwohnerbeteiligung sichergestellt werden.

👥 Wer ist betroffen?

Anwohnerinnen und Anwohner der Wohnstadt Carl Legien (insbesondere ältere Bewohner*innen), Kundinnen und Kunden der bestehenden Einzelhandelsbetriebe, das Bezirksamt Pankow, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie Denkmalschutzbehörden (Untere Denkmalschutzbehörde und Landesdenkmalamt Berlin).

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Die Fragesteller erkundigen sich nach: dem Planungsstand, Baubeginn und Fertigstellungstermin des Vorhabens; der Information und Beteiligung der Anwohner*innen; der Bewertung des Wegfalls der bestehenden Einzelhandelsbetriebe für die Nahversorgung; geplanten Einzelhandelsflächen im Neubau; den städtebaulichen und denkmalpflegerischen Anforderungen durch die Nähe zum UNESCO-Welterbe; der Einbeziehung der Denkmalschutzbehörden; einer geplanten Tiefgarage und Stellplatzzahlen; den Auswirkungen auf die Parksituation im Quartier; Maßnahmen gegen Lärm- und Nutzungskonflikte sowie weiteren vorliegenden Erkenntnissen.

🔎 Was wurde geantwortet?

Laut Bezirksamt Pankow liegt ein noch in Prüfung befindlicher Bauantrag für ein Studentenapartmenthaus mit 464 Wohneinheiten, einen Lebensmitteleinzelhandel mit Bäckerei/Café und eine ebenerdige Parkgarage vor; zu Baubeginn oder Fertigstellung kann keine Aussage getroffen werden. Eine gesetzliche Pflicht zur Information der Anwohner*innen besteht laut Bezirk nicht. Der bestehende Netto-Markt soll im Erdgeschoss integriert werden und entfällt nicht; im Umfeld gebe es weitere Lebensmittelmärkte entlang der Prenzlauer Allee und im Bereich Grellstraße/Küselstraße. Im Neubau ist eine Einzelhandelsfläche „Netto“ mit Bäckerei/Café vorgesehen. Seit 2008 bemüht sich der Senat mit den Bezirken um den Schutz der Welterbesiedlungen; 2018 wurde dafür ein städtebauliches Konzept mit fünf Zielvorgaben (u.a. Maximalhöhe orientiert an den Attikahöhen der Wohnstadt Carl Legien, begrünte Vorzonen von 3–5 Metern) erarbeitet, unter Einbeziehung von Bezirk, Landesdenkmalamt Berlin und der ICOMOS-Monitoringgruppe. Die Denkmalschutzbehörden (UD und LDA) wurden laut Bezirk in die Abstimmungsprozesse einbezogen. Eine Tiefgarage ist nicht vorgesehen; geplant sind 48 PKW-Stellplätze im Erdgeschoss (davon zwei barrierefrei für den Markt, einer barrierefrei für die Apartments) sowie 481 Fahrrad-Abstellplätze. Zur Parksituation verweist der Senat auf eine im Rahmen der Gesamtplanung vorgesehene Neukonzeption der Stellplatzsituation. Laut Bezirk ist ein nach Süden ausgerichteter begrünter Freiraum mit Wiesen, Spielplatz und Gründach geplant, die Einzelhandelsnutzung soll von der Wohnbebauung abgewandt und nachts nicht genutzt werden; zudem handele es sich nach gegenwärtiger Kenntnis des Bezirks um private Vermietung an Einzelpersonen und nicht um ein durch eine öffentliche Institution verwaltetes Studentenwohnheim. Dem Bezirksamt Pankow liegen keine weiteren Erkenntnisse vor.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von den Abgeordneten Kristian Ronneburg und Niklas Schrader (Die Linke) am 17. September 2026 eingereicht; die Antwort des Senats datiert vom 5. Oktober 2026. Der Senat gibt an, zu mehreren Fragen (u.a. Frage 1, 3) keine eigenen Informationen zu haben und stützt die Antworten auf eine Stellungnahme des Bezirksamts Pankow, die in eigener Verantwortung des Bezirks erstellt wurde. Die Angaben zur Wohneinheitenzahl schwanken im Dokument zwischen rund 454 (laut Angaben der Investoren) und 464 (laut Bauantrag beim Bau- und Wohnungsaufsichtsamt Pankow).

Quelle: Berlin, Dokument 19/27208, Wahlperiode 19, eingereicht 17. September 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.