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BayernSchriftliche AnfrageBündnis 90/Die Grünen

📄 Situation naturnaher Flüsse in Bayern

16. Oktober 2026Dokument 19/13458 · WP 19Bayern
Patrick Friedl, Christian Hierneis, Laura Weber
GewässerstrukturRenaturierungWasserkraftUferverbauHochwasserschutz

📋 Worum geht es?

Die Anfrage behandelt den Zustand naturnaher Flüsse und Bäche in Bayern. Die Fragesteller weisen darauf hin, dass natürliche Flussabschnitte selten geworden seien und auf ein natürliches Flussregime angewiesene Arten stark gefährdet seien. Abgefragt werden aktuelle Daten zur Gewässerstruktur, zum Uferverbau, zu besonders naturnahen Flussabschnitten sowie zu Renaturierungsprojekten, insbesondere dem bundesfinanzierten Projekt „Fluss.Frei.Raum“.

👥 Wer ist betroffen?

Betroffen sind Gewässer 1. und 2. Ordnung in ganz Bayern, insbesondere in den Landkreisen Landshut, Augsburg und Dillingen a. d. Donau, sowie die zuständigen Wasserwirtschaftsämter und Kommunen.

🎯 Was wird vorgeschlagen?

Gefragt wird unter anderem: Wie viele Gewässerkilometer 1. und 2. Ordnung sind noch unverbaut bzw. gering verändert (Gewässerstrukturklasse 1 und 2)? Um welche konkreten Gewässer handelt es sich? Wo hat sich die Gewässerstrukturklasse seit der Vorgänger-Anfrage Drs. 18/29917 (2023) verändert? Wie viele Kilometer sind ohne Uferbefestigung? Welche Gewässerabschnitte über 20 km gelten als vollständig natürlich? Welche bayerischen Gebiete sind beim Bundesprojekt „Fluss.Frei.Raum“ einbezogen und wie ist der Freistaat daran beteiligt?

🔎 Was wurde geantwortet?

Die Staatsregierung antwortet, dass an Gewässern 1. Ordnung rund 265 km und an Gewässern 2. Ordnung rund 420 km den Gewässerstrukturklassen 1 und 2 zugeordnet sind. Ohne Uferbefestigung sind rund 1.030 km (1. Ordnung) bzw. rund 1.950 km (2. Ordnung). Die Datengrundlage ist die Gewässerstrukturkartierung „GSK 2023“, die mit der früheren „GSK 2017“ aus Drs. 18/29917 verglichen wird. Eine Aktualisierung der Zustandsbewertung („sehr guter ökologischer Zustand“) seit 2023 liegt noch nicht vor. Für den Fördertatbestand „natürlicher Rückhalt“ wurden 2025 Zuwendungen von 834.072,87 Euro ausgezahlt, u. a. für den Schaltdorfer Bach (Landshut, 307.798,06 Euro), den Altnet (Augsburg, 461.184,12 Euro) und den Mollenbach (Dillingen a. d. Donau, 65.090,69 Euro); für 2023 und 2024 wurden von Kommunen keine Anträge auf Auszahlung gestellt. Beim Projekt „Fluss.Frei.Raum“ sieht die Staatsregierung das größte Unterstützungspotenzial bei kommunalen Gewässern 3. Ordnung; die Wasserwirtschaftsämter können beratend einbezogen werden. Für weitere Details verweist die Staatsregierung an die Projektträger von „Fluss.Frei.Raum“ und das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

⚡ Einordnung

Die Anfrage wurde von den Grünen-Abgeordneten Patrick Friedl, Christian Hierneis und Laura Weber am 10.08.2026 eingereicht; die Antwort des Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz datiert vom 18.09.2026 und liegt vollständig vor. Das Dokument verweist mehrfach auf die Vorgänger-Drucksache 18/29917 (2023) sowie auf Drs. 19/13150. Konkrete Zahlen und Tabellen (Tabelle 1–5) sind im Anlagenteil der Drucksache enthalten, wobei Tabelle 1 im hier vorliegenden Textausschnitt abgeschnitten ist.

Quelle: Bayern, Dokument 19/13458, Wahlperiode 19, eingereicht 10. August 2026

Quelle im Parlamentssystem

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erstellt und dient ausschließlich Informationszwecken. Für rechtsverbindliche Auskünfte konsultieren Sie bitte das Originaldokument.