❓ (Zahn)Medizinische Versorgungszentren (MVZ) in Hessen im Besitz von Private-Equity-Fonds
📋 Worum geht es?
Die Kleine Anfrage von Christiane Böhm und Axel Gerntke thematisiert die zunehmende Präsenz von Private-Equity-Fonds in der medizinischen Versorgung in Hessen, insbesondere in Bezug auf (Zahn)medizinische Versorgungszentren (MVZ). Die Fragesteller äußern Bedenken über die Auswirkungen dieser Investitionen auf die Versorgungsqualität und die Gemeinwohlorientierung.
👥 Wer ist betroffen?
Betroffen sind Patienten, Ärzte, Zahnärzte sowie die Kassenärztliche und Kassenzahnärztliche Vereinigung in Hessen.
🎯 Was wird vorgeschlagen?
Die Fragesteller fragen nach der Anzahl der MVZ in Hessen, deren Eigentumsverhältnissen, den Veränderungen in den letzten fünf Jahren und dem Einfluss von Private Equity auf die medizinische Versorgung.
🔎 Was wurde geantwortet?
Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen berichtet, dass es insgesamt 365 MVZ in Hessen gibt, davon 87 zahnmedizinische. Von diesen befinden sich 66 in rein privatem Besitz und 19 in Besitz von privaten Krankenhausträgern, die von Private-Equity-Fonds unterstützt werden. Die genaue Anzahl der MVZ im Besitz von Private-Equity-Fonds kann jedoch nicht beziffert werden.
⚡ Einordnung
Die Landesregierung hat auf die Fragen 6 bis 10 nicht konkret geantwortet, sondern allgemeine Bedenken über die Auswirkungen von Private Equity auf die medizinische Versorgung geäußert. Es wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, Monopolisierungstendenzen zu verhindern und die Integrität medizinischer Entscheidungen zu gewährleisten.